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Weekly Notes – Aller Wut zum Trotz

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so viel geschlafen habe, wie in den letzten 3 Tagen. Die Erkältung hat sich eigentlich schon ein paar Tage vorher angebahnt, leichtsinnig und manchmal auch naiv wie ich bin, dachte ich jedoch, dass ich sie mit einem Aspirin C vor dem Schlafen gehen in den Griff bekommen kann, bevor sie tatsächlich ausbricht. Die Rechnung ging wie zu erwarten nicht auf – was vor allem dann keine Überraschung ist, wenn man weiß, dass ich es mit dem Ausruhen nicht ganz so genau genommen habe. Freitags lag ich also mit einer angehenden Sommergrippe flach. Zumindest war das dann Warnung genug für mich, so dass ich mich gegen das Büro und für Home Office entschieden habe und nach etwa einer Stunde, in der ich unproduktiv auf den Bildschirm gestarrt habe, hab ich auch kapiert, dass ich meinem Körper einfach das geben muss, was er verlangt: Schlaf. Und Unterstützung in Form von Erkältungssaft und Vitamin C.

29. Juli 2019

Ich muss zugeben: Aktuell bin ich irgendwie wütend auf mich selbst.

Weil ich Dinge nicht loslassen kann, die mir nicht gut tun. Weil ich gerade nicht wirklich entscheidungsfreudig bin, obwohl ich Entscheidungen treffen muss. Weil ich mich stressen lasse, weil der Hund nicht so richtig fit ist, weil ich schneller genervt bin als sonst, weil ich durch Meinungen von Fremden verunsichert bin, weil der Juli so schnell an mir vorbeigezogen ist, weil ich generell diese Wut empfinde und – natürlich – weil ich dann plötzlich krank werde. So viel mimimi, wegen so viel unwichtigen Dingen (gut, nicht alle sind unwichtig), dass ich mir selbst dann schon wieder auf die Nerven gehe. Es ist ein Teufelskreis.

Die guten Momente

Aller Wut und Grippe zum Trotz, gab es in der letzten Zeit auch richtig richtig gute Momente. Zum Beispiel habe ich mehr oder weniger meinen „Urlaub“ für diesen Sommer endlich fixiert und gebucht: Im August, September und Oktober verlasse ich jeweils die Grenzen Österreichs (wenn auch immer nur für ein paar Tage) und ich freu mich schon wie ein Schnitzel darauf. Eine Nachricht, die ich erhalten habe, hat mich unglaublichst mit Stolz auf mich selbst erfüllt und, ganz ehrlich, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal wirklich so stolz auf mich selbst war, wie in diesem Moment. Und zu guter Letzt die ganzen kleinen Dinge in der letzten Zeit, die mir einfach ein gutes Gefühl gegeben haben: Spontanes Dinner bei Mara, der letzte Abend von Nina in Wien, Afterwork Drinks mit meinen Liebsten, laue Sommerabende auf meinem neu gestalteten Balkon, ein Tag am See und nach langer Zeit wieder ein ‚erstes Mal‘-Erlebnis (über das ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten gefreut habe).

“Zufall führt uns wieder zueinander. Auch wenn ich skeptisch bin, ich muss zugeben: Nichts hat sich geändert. Die Leichtigkeit ist immer noch da – auch wenn ich mich nicht blindlings in ihr fallen lasse. Ich bin von Natur aus misstrauisch und bei dir jetzt ganz besonders. Auch wenn ich schnell vergebe, vergesse ich nie. Und doch. Ich mag immer noch das Gefühl, das du mit dir bringst. Es ist keine einseitige Konversation, kaum Stille und wenn dann keine merkwürdige, das richtige Stückchen Nähe, die gemeinsame Bewegung auf einer Welle. Und Gott, du küsst immer noch verdammt gut. Und fast lasse ich mich doch fallen. Aber eben nur fast.” (Auszug)

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