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Weekly Notes – Probemonat Januar

15. Januar 2019

Vor dem Jahresende habe ich euch auf Instagram gefragt, welche Beiträge ihr besonders gerne habt und wovon ihr mehr lesen möchtet im neuen Jahr. Neben den Kolumnen und mehr Einblick in mein Leben mit Paul oder auch als Selbstständige, wurden vor allem auch mehr Alltagsposts gewünscht. Und wie so oft (nicht immer, aber immer öfters) ist mir euer Wunsch Befehl. Es gab in den frühen Zeiten von Over the top den Sonntagspost, dann den Moving Monday, dann nichts und schließlich habe ich mich mit Januar 2018 wieder an einem Monthly Recap versucht. Und was soll ich sagen: Ich liebe diese Art von Beiträgen immer noch (und nach meiner Umfrage auf Instagram weiß ich eben, ihr auch). Also wird es ab jetzt auch wieder einen wöchentlichen Rückblick auf meinem Blog geben – wenn ich denn etwas zu erzählen habe (was doch recht oft der Fall ist).

Ich bin kein Fan vom Januar. War ich noch nie. Auch wenn ich das Gefühl des neuen Jahres gerne einfange und die Motivation, die immer in der Luft liegt um diese Zeit, für mich und meine Pläne nutzen möchte – ich kann den Januar genau genommen nicht ausstehen. Der erste Monat des Jahres sorgt nämlich zu gerne für Chaos. Alles will neu geordnet werden: Das Leben, der Alltag, die Zukunft. Immer wieder auf’s Neue mühsam, wie ich finde. Er gleicht einem Probemonat für das Jahresabo und man versucht deswegen ohne Umschweife, alles was er zu bieten hat auch auszutesten.

In letzter Zeit habe ich sehr lange überlegt, was der nächste Schritt für mich, für den Blog, für meine Arbeit sein soll – will ich eher zum Magazin werden? Will ich mehr Themen abdecken? Soll ich mir einen Co-Autor suchen? Was kann ich neben meinem Blog noch so machen? Was will ich überhaupt machen? Diese Gedanken sind nicht neu, da ich aber aktuell an einem neuen Look für den Blog arbeite, sind sie wieder vermehrt aufgetaucht. Und wie es so oft bei mir der Fall ist, arbeite ich solche Dinge immer bis zum Äußersten aus, bis ich dann kurz davor bin alles umzusetzen, nur das mir dann just in diesem Moment in den Sinn kommt, dass ich eigentlich gar nichts ändern will. Die Wahrheit ist: Ich will gar kein Blogazine sein. Ich will meinen Blog nicht (noch mehr) professionalisieren. Ich möchte nicht darauf hinarbeiten, dass ich mein Leben lang Blogger sein kann/werde. Es gibt wirklich viele großartige Blogs, die Magazincharakter haben und (fast) alle Themenbereiche abdecken und eigentlich mit einem Printmagazin locker mithalten können. Aber mein Ziel war das eben nie. Und ich merke auch an meinem eigenen Leseverhalten: Wenn ich Blogbeiträge lese, dann sind es die persönlichen, die Kolumnen, die intimen Texte. Nicht die ewig recherchierten 2000-3000 Wörter langen Beiträge. Der Grund wieso ich diesen Blog vor bald 7 Jahren gestartet habe, war der, dass ich meine Gedanken teilen und einfach schreiben wollte. Ich bin sehr stolz darauf, dass es inzwischen viel mehr als nur ein Onlinetagebuch ist und ich das beruflich machen kann – keine Frage. Mir ist auch wichtig, dass jeder Beitrag dem Leser etwas gibt: Wenn das aber einfach nur ein gutes Gefühl ist, bin ich auch mehr als zufrieden. In den nächsten Wochen wird sich also das Aussehen von Over the top anpassen, im Zuge dessen auch die Kategorien und das ganze Drumherum ein wenig – aber eben, um genau das wieder in den Vordergrund zu stellen, was diesen Blog ausmacht: Die Texte.

Count your blessings
Generell verbringe ich sehr viel Zeit mit meiner Familie, aber es gibt natürlich auch Tage oder sogar Wochen, wo wir uns alle gar nicht sehen. Deswegen war es das letzte Wochenende umso schöner, als wir nicht nur ein Kabarett im ibis Hotel in Wien, sondern auch den Tiergarten Schönbrunn gemeinsam besucht haben. Was auch wieder extrem schön zu sehen war: Das wir einen verdammt guten Zusammenhalt haben. Klar, wir gehen uns alle regelmäßig auch auf die Nerven (und sparen dann auch nicht mit der Ehrlichkeit), aber wenn es hart auf hart kommt, legen wir eigentlich alle für jeden die Hand ins Feuer oder geben unser letztes Hemd her und das ist absolut nicht selbstverständlich.

Ich laufe immer noch
True Story – ich war in den letzten zwei Wochen öfters laufen, als im gesamten letzten Jahr (was jetzt an sich nicht so schwer ist, aber trotzdem). Immer nur kleinere Runden, ohne ein vorgegebenes Ziel was Geschwindigkeit oder Distanz angeht und immer mit Paul, weil ich bemerkt habe, dass mir das am meisten Spaß macht, weil es für mich die beste Ablenkung ist.

Neujahrsvorsätze…
…die eigentlich keine sind, aber eigentlich doch – darüber habe ich letzte Woche geschrieben: Bullshit, den ich 2019 mal lassen will. Aktuell fahre ich immer noch ganz gut damit, besonders was die Kleinigkeiten angeht, die ich nicht mehr aufschieben möchte. Selbst am verkaterten Samstag habe ich den Haushalt konsequent durchgezogen und oh boy, fühlt sich das gut an (irgendwie so erwachsen, als hätte man sein Leben im Griff). Mal schauen wie es weiter geht.

"Jetzt mal ehrlich, und du weißt, wie ich das meine: Hast du wirklich gedacht, dass du ganz ohne Herzschmerz und Liebeskummer auskommen wirst?"

Einen Moment lang muss ich darüber wirklich ernsthaft nachdenken. Irgendwie ja, aber auch irgendwie nein. Vielleicht hatte ich bisher Glück, vielleicht habe ich es tatsächlich geglaubt – immerhin muss nicht jede Geschichte auch ein schlechtes Ende haben. Und auch wenn ich weiß, was die Frage implizieren soll und es vor allem die Situation beschreibt, in der ich mich während des Gesprächs befinde, geht sie mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf. Muss man davon ausgehen, dass einem früher oder später immer das Herz gebrochen wird?

Und überhaupt: Was gilt denn als Herzschmerz? Reicht es aus, wenn du im Brustkorb spürst, wie sich alles immer enger zusammenzieht und du vor Tränen und Schluchzen keine Luft mehr bekommst – aber wenige Tage später dieses Gefühl bereits vergangen ist, weil es viel mehr die Umstände waren, die dich leiden lassen haben?

Wann ist dein Konto mit Enttäuschungen und Kummer genug gefüllt, dass wieder der Zeitpunkt gekommen ist, um Glück zu haben?

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