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Wien für Beginner – was du bei deinem Umzug nach Wien vorher wissen solltest

5. Februar 2019

7 Jahre lang lebe ich nun in der wunderschönen Stadt Wien. Und meine Liebe zur österreichischen Hauptstadt wird nicht weniger, im Gegenteil. Diese Stadt verzaubert mich jeden Tag auf’s Neue – selbst wenn es Minusgrade hat oder ich schlecht drauf bin und eigentlich alles und jeden verfluche. Egal, ob es die lauen Sommernächte am Donaukanal sind oder die langen Abende in Pubs oder die generelle Stimmung in der Weihnachtszeit. Ich liebe liebe liebe diese Stadt einfach und empfehle auch jedem, Wien mal für eine längere Zeit zu besuchen oder gar eine Weile (oder für immer) hier zu wohnen. Du hast dich gerade zufällig für Letzteres entschieden? Gratuliere! Dann kommen hier ein paar Dinge, die du bei deinem Umzug nach Wien vorher wissen solltest.

Die Welt in Wien ist größer als das Ubahn-Netz
Wien ist eine Großstadt, hat aber den Vorteil, dass sie relativ übersichtlich und – sagen wir mal – ländlich angehaucht ist. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist unglaublich gut ausgebaut und vor allem leistbar (hier ein dickes Bussi an die Wiener Linien). Nichtsdestotrotz ist es oft so, dass man gerade zu Beginn vor allem nur die Ubahn nutzt oder sich auch eine Wohnung in Nähe einer Ubahnstation sucht – ich bin das beste Beispiel dafür. Auch wenn ich schon immer einen Faible für die Bim (aka Straßenbahn) hatte, bin ich anfangs eigentlich nur mit der Ubahn gefahren und hab lustigerweise auch immer in Ubahnstationen gedacht. Dabei kann ich euch nur empfehlen (vor allem im Sommer) die Stadt mal zu Fuss zu erkunden und eben auch auf Bus und Bim umzusteigen. Inzwischen ist die nächste Ubahnstation von meiner Wohnung etwa 5-10 Gehminuten entfernt, dafür habe ich den Bus direkt vor der Nase und die Bim gleich um’s Eck. Und ich liebe es! Plus: Ich hab beispielsweise erst vor Kurzem entdeckt, dass die Minoritenkirche (welche direkt an der Ubahnstation Herrengasse liegt) etwa zwei Atemzüge hinter dem Volkgarten liegt und fand es nach 7 Jahren in Wien ziemlich mindblown.

Der Wiener Grant ist real und großartig, wenn du dich darauf einlässt
Keine Frage: Man muss auf den Wiener Grant stehen, wenn man hier wohnt, denn er ist definitiv keine Einbildung. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regeln, aber es ist hier in etwa dasselbe Prinzip, wie mit dem Schneechaos im Winter (ergo eine Tatsache). Wenn man sich aber erst einmal darauf einlässt und ihn sogar selbst ausprobiert ist er einfach nur großartig. Hier ein bisschen sudern (“Sudern ist die heimische Ausprägung des Tourettesyndroms, aber viel anständiger.”), da ein wenig grantig sein, dort ein wenig rumpöbeln und sich beschweren – alles natürlich mit einem Hauch von Charme, weil wenn das irgendwo funktioniert, dann in Wien. Und im Endeffekt ist der Grant eben nicht persönlich zu nehmen (außer du traust dich statt Sackerl Tüte zu sagen).

Das Thema Mülltrennung
Wir lassen jetzt dahingestellt, ob und inwiefern ich ein gutes Beispiel bin zwecks Thema Nachhaltigkeit, Recycling & Co – nichtsdestotrotz war ich recht erstaunt darüber, wie sich die Mülltrennung hier in Wien zu meiner Heimat Vorarlberg unterscheidet. Auch wenn Wien eine wirklich saubere Stadt ist, gehört zum Standardsortiment der Müllcontainer in den Wiener Wohnhäusern ‘nur’ Altpapier und Restmüll. Für alles andere, muss man sich im Grätzl auf die Suche machen. Meist gibt es kleinere Sammelplätze, wo sich Container für Glas, Plastik und oft auch Altkleider befinden.

Kulinarische Vorzüge
Es muss nicht darüber diskutiert werden, wie leiwand die österreichische bzw. Wiener Küche ist. Allen voran auch die ganzen Würstelstände, die zwar meist erst in der Nacht besucht werden, aber dafür umso besser sind (und wo meist die besten Gespräche geführt werden, auch mit Wildfremden). Was Wien aber noch um Welten besser macht: Die kulinarische Vielfalt neben der traditionellen Wiener Kultur. Egal ob Restaurants, Bars, Buden, Cafés oder Beisl – hier findet jeder das, was sein Herz begehrt.

Wien ist sicher
Die österreichische Hauptstadt wurde nicht nur wieder (bereits zum 9. Mal) zur lebenswertestens Stadt gekührt, sondern gehört auch zu den sichersten Städten der Welt – selbst wenn manch ein Hiasl diverser Parteien das Gegenteil behaupten will. Klar, es gibt auch hier dubiose Ecken und bei fast 2 Millionen Einwohnern steigt die Kriminalitätsrate, aber dennoch dürfen wir uns in Wien einfach einer gewissen Sicherheit erfreuen. Meine persönliche Erfahrung zeigt auch genau das: Es gab noch nicht einen Moment in den letzten 7 Jahren – egal ob um 3 Uhr früh oder nachmittags -, in dem ich mich wirklich bedroht gefühlt habe. Ja, vielleicht mal etwas unwohl und paranoid (was einfach eine Gegebenheit ist, wenn man allein als Frau durch eine dunkle Gasse geht), aber es war nie berechtigt, noch ist mir etwas passiert (klopfen wir dennoch zur Sicherheit mal auf Holz). Wien ist nicht nur anders, Wien ist auch verdammt sicher.

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3 Comments

  • 3 Wochen ago

    Hach, ich liebe Wien! Würde selbst gerne dort leben.

  • 2 Wochen ago

    Und WIR haben nichtmal einen Altpapiercontainer (dafür aber eine Biotonne)

    • 2 Wochen ago

      What? Das ist ja noch weirder :D

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