5 Gründe, warum Festivals großartig sind

15. August 2018

Ich kann mich noch so gut an mein allererstes Festival erinnern: Es war 2005, ich gerade mal unschuldige 14 Jahre alt und es war das 16. Szene Open Air in Lustenau (damals noch am alten kuscheligen Platz beim Zollamt), wo unter anderem Patrice, Wir sind Helden, Ska-P (zum letzten Mal btw) und Silbermond ihre Musik zum Besten gaben. Es war relativ klein (damals glaub ich nicht mal ansatzweise eine 5-stellige Besucherzahl), die Musik war großartig, all meine Freunde waren dort, das Wetter war perfekt und ich war begeistert – und vor allem getriggerd. Das Szene Open Air habe ich danach noch 2-3 Mal besucht, aber nicht nur das! Vorarlberg ist mehr oder weniger der Perfekte Startpunkt für Festivalbesuche: In eigentlich unmittelbarer Nähe liegen das Southside, das Frauenfeld oder auch das St. Gallen Open Air (alles persönlich getestet, alles großartig). Grundsätzlich wurde meine Liebe für Festivals damals auf dem Szene Open Air aber definitiv entfacht – und das, obwohl ich nicht wirklich ein “Happy Camper” bin. Grundsätzlich bevorzuge ich jedes normale Bett und jede Dusche einer Übernachtung im Zelt und einem Dixiklo, aber es ist auf einem Festival irgendwie halb so schlimm und abgesehen davon gehört es irgendwie auch dazu (was aber nicht heißt, dass ich mich nicht immer wieder für ein Hotelzimmer entscheiden würde, wenn ich könnte). Abgesehen davon gibt es aber noch weitere 5 Gründe, warum Festivals großartig sind.

Good Vibes All the way

Ich weiß nicht genau woran es liegt, denn ich hab es grundsätzlich schon auf den verschiedensten Arten von Festivals erlebt (egal ob Rock oder Electronic oder whatever), aber generell herrscht auf Musikfestivals einfach immer eine gute Stimmung, und zwar so richtig. Es ist wie eine kleine Filterbubble, die sich an diesen Tagen über die Menge legt und dir dieses unglaublich gute Gefühl gibt. Mein Tipp: Gehe ohne große Erwartungen auf ein Festival – klar, ich seh mir auch immer kurz mal die Grundregeln und den Timetable an, aber ich mach mir generell keinen großartigen Plan und lasse mich vor allem auch nicht stressen. Es gibt nichts Unnötigeres als Stress und Drama auf einem Festival – weils auch einfach auch nicht dorthin passt.

Neue Musik entdecken

Ich war noch nie auf einem Festival, wo ich alle Acts gekannt oder auch nur gehört hab – im Gegenteil, ich war sogar schon auf Festivals, wo ich teilweise einen oder sogar gar keinen Act gekannt hab (außer vielleicht einen Song oder zwei) und eines kann ich euch sagen: Es ist soo egal. Wenn du vor der Bühne stehst, in der gröhlenden Menge und der Bass durch deinen Körper vibriert und dein Herz dazu bringt, schneller zu schlagen, ist es egal, dass es vorne nicht “deine” Musik spielt. Du bist im Takt der Musik und der Takt passt in dem Moment perfekt, versprochen.

Crew live

Ganz ehrlich: Es gibt auch die falschen Leute, um auf ein Festival zu gehen, aber dennoch sollte man jedem eine Chance geben (aber vorher eventuell ein paar Rahmenbedingungen klären). Bestenfalls ist man mit Menschen unterwegs, die dieselben Vibes verspüren und Interessen haben (Klassiker!). Was jedoch wirklich hinfällig ist, ist die Anzahl der Personen, die mit dabei sind. Egal ob ihr zu Zweit die Nacht durchtanzt oder ein gutes Dutzend am Zeltplatz seit – ich bin generell immer ein Fan von “umso mehr, umso besser”, aber hab auch schon Festivals nur zu Zweit erlebt. Wichtig ist: Über etwaige Hangry-Momente oder betrunkene Zickereien hinwegsehen und einfach die bestmögliche Zeit miteinander genießen.

Geld sparen

Es ist eine Tatsache, dass man auf Festivals eindeutig mehr Acts für sein Geld bekommt, als bei einzelnen Konzerten. Allein auf dem FM4 Frequency Festival in diesem Jahr will/werde ich fast 10 Acts sehen, bei denen ein einzelnes Konzertticket zwischen 50 und 100 Euro kosten würde. Plus: Man ist nicht nur für 2-3 Stunden in einer anderen Welt, sondern verbringt ein ganzes Wochenende im quasi Mini-Urlaub.

Neue Menschen kennenlernen

Es ist beinahe unmöglich, auf einem Festival keine neue Bekanntschaften zu machen – spätestens, wenn man in der Mädelsschlange vor dem Dixiklo steht und sich gemeinsam vor eben jenen Plastikklos ekelt, bondet man automatisch, teilt sich den Drink und bewacht gegenseitig die Klotüre oder teilt solidarisch die letzten Tempos, die man noch in seiner Tasche findet.

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