Monthly Recap 8 out of 12

2. September 2018

“Manchmal darf man auch einfach traurig sein und dann muss man sich alles von der Seele reden und ganz ehrlich? Genau dafür sind solche betrunkenen Abende doch auch da. Sie halten uns dann irgendwie ein bisschen in Balance und bringen uns vor allem dazu, das rauszulassen, was uns zu lange und schwer im Kopf herumschwirrt – oft auch unterbewusst.”
<3

Ich glaube, manchmal brauchen wir einfach Abstand von unserem Alltag, um nicht komplett darin verloren zu gehen. Damit meine ich kein spontanes Abenteuer oder eine Reise ins Ungewisse, viel mehr einen unverblümten Tapetenwechsel, ein Suhlen in der eigenen Comfort Zone und die Nähe zu dem, was einen ausmacht und geformt hat. Zumindest war das bei mir im August der Fall. Nach dem ganzen Chaos und der Arbeit im Juli war es zwar klar, dass ich ein bisschen Urlaub nötig haben würde, im Endeffekt war mir aber dennoch nicht ganz bewusst wie sehr. Erst als ich es vor Sehnsucht nicht mehr ausgehalten und am liebsten alles auf der Stelle fallen und liegen gelassen hätte, fiel es mir wir Schuppen von den Augen. Also hab ich umdisponiert, Arbeit abgesagt und Deadlines verschoben und bin in den Schoß meiner Heimat geflüchtet.

Und auch wenn es nur 5 Tage waren und ich gerne noch etwas mehr vor meinem Alltag geflohen wäre, hat es mir mehr als nur gut getan, die Zeit daheim. Ich hab Sightseeing betrieben (ganz ehrlich: ich glaub in den Tagen habe ich mehr von Vorarlberg gesehen, als in den 27 Jahren davor), Verwandte besucht, den Anblick des Bodensees im Sommer genoßen, mit alten Bekannten gefeiert und notwendige Quality Time mit der besten Freundin verbracht. Ich weiß, ich wiederhole mich: Aber es war so, so gut.


Und dann war da noch das Frequenzy Festival in St. Pölten, welches ich 4 Tage lang zusammen mit Nina unsicher gemacht hab und das im Nachhinein (und auch schon währenddessen) betrachtet mit Abstand das beste Festival war, das ich bisher besucht habe. Im Grunde genommen waren alle Acts unglaublich gut (mit einer Ausnahme: Die Gorillaz haben uns doch ziemlich enttäuscht), ganz großes Kino für mich waren natürlich Imagine Dragons, aber mein Schurkenherz hat sich auch über Raf Camora, Käpt’n Peng und Macklemore gefreut (und nachdem ich Letzteren jetzt bereits auf drei Festivals und einem Konzert gesehen habe, kann ich sagen: Macklemore ist ganz klar ein Festivalact, den man sich nicht entgehen lassen sollte).

Und Jetzt?
Jetzt habe ich definitiv wieder genügend Luft zum Atmen. Und noch besser: Ich hab einen Plan, auch wenn sich nach außen hin nicht viel verändern wird, für mich wird es das in der nächsten Zeit und im Zuge dessen werde ich vor allem auch etwas tun, dass schon lange notwendig ist: Unnötigen Balast abwerfen.

Whatever makes you feel the sun from the inside out,
chase that.

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