Monthly Recap – 10 out of 12

21. Oktober 2018

“Denise?” – Verdutzt blicke ich den Mann auf dem Fahrrad vor mir an, der gerade an mir vorbeigezogen und abrupt stehen geblieben ist. Ich blinzle mehrmals, brauche ein bis zwei Momente, bis ich das Gesicht wiedererkenne und feststelle, dass ein alter Schulfreund vor mir steht, den ich sicher über ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen habe. Wir plaudern kurz, tauschen die klassischen Small Talk Informationen aus und gehen dann wieder getrennte Wege. Und da trifft es mich wieder. Wie sehr sich mein Leben, mein Umfeld und besonders: Wie sehr ich mich inzwischen verändert habe. Mein jetziges Ich hat wirklich gar nichts mehr mit dem vor 10 Jahren (oder noch länger) zu tun. Und hätte mir vor allem damals jemand gesagt, wo ich heute stehen, was ich erlebt, gesehen und mir für Träume erfüllt haben würde, hätte ich definitiv mehr als nur laut gelacht.

Wenn ich etwas an Facebook schätze – abgesehen davon, dass es nun mal auch einfach Teil meines Jobs ist bzw. ihn unter anderem ermöglicht (hat) -, dann sind es die Erinnerungen aus den 10 Jahren, in denen ich schon auf dem sozialen Netzwerk angemeldet bin. Neben den peinlichsten und vor allem unnötigsten Statusmeldungen der Welt (und das vor allem in der dritten Person), spült es mir auch regelmäßig alte Fotos und Videos aus meiner Schul- und Studiumzeit in meinen Feed – erst letzte Woche wurde ich dadurch an meinen Maturaball (und gleichzeitig an den einen oder anderen Beauty- und Outfitfail) erinnert. Und auch wenn Alter für mich generell nur eine Zahl ist und ich (obwohl ich meinen Geburtstag LIEBE) nichts auf das Älterwerden gebe, wird mir das dann doch durch solche Kleinigkeiten, wie eine Erinnerung auf Facebook, immer wieder mal bewusst: Ich werd halt doch alt.

Grund genug also, das Leben so zu feiern wie es kommt und jeden Tag einfach zu genießen – und das mit den liebsten und besten Menschen auf der Welt. Der Oktober war großartig, wenn ich jetzt so zurückdenke (bzw. ist es noch, genau genommen dauert er ja noch eine Woche). Ich hab mit Nina einen spontanen Mädelstag verbracht, das vermutlich schönste Dirndl der Welt getragen, Konzertkarten für den berühmtesten Ginger der Welt gekauft, war auf Weinwanderung mit meiner Familie, hab meine Vorarlberger Seite etwas mehr raushängen lassen (das Video dazu findet ihr immer noch auf Facebook), spontan die Nächte durchgemacht, noch spontaner Amsterdam im Dezember mit meiner besseren Hälfte gebucht und mit den tollsten Menschen der Welt Mailand unsicher gemacht (zu vielen dieser Dinge kommt noch ein Beitrag, gebt mir bitte die Woche noch). Und nicht zu vergessen, ich war endlich beim Friseur (sollte hier also auch erwähnt werden, zu meiner Volumenwelle kommt definitiv noch ein ausführlicher Beitrag).

Ihr könnt euch sicher denken, was mit dem Ende des Oktober auf euch zukommt. Genau: Gesudere darüber, wie schnell das Jahr bitte vergangen ist und das mir die Zeit (wie immer) davon rennt und wie zur Hölle ich alles, was in meinem verwirrten Kopf herumspukt, noch in diesem Jahr schaffen soll. Aber wie bereits erwähnt, jetzt haben wir ja noch ein klein wenig Zeit und deswegen soll dieser Monthly Recap nicht mit mimimi, sondern bestenfalls mit einer Inspirational Quote passend zum anfänglichen Thema enden:

Isn’t it funny how day by day nothing changes,
but when you look back, everything is different?”

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