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Ich beiße mir unwillkürlich auf die Unterlippe und klopfe nervös mit den Fingern auf die Tastatur. So lange habe ich es hinausgezögert und vor mich hingeschoben. Viel zu lange. Immer wieder nur mein Notizbuch mit Ideen und Szenen gefüllt, aber den einen letzten ersten Schritt nie getan. Nicht etwa, weil die Zeit in den letzten Jahren gefehlt hätte – auch wenn dieses Jahr besonders stressig ist, Zeit kann man sich einteilen. Wenn man es denn will. Was hat mich also abgehalten, ein Dokument zu öffnen und den Träumen auch Taten folgen zu lassen? Weshalb regelmäßig und selbstsicher davon sprechen, wenn ich am Ende doch nur zögerte? Ich kenne die Antwort genau. Und heute, lasse ich sie einfach hinter mir – und beginne zu schreiben..

Bereits als Kind habe ich geplant, in die Fußstapfen der ganz Großen zu treten – es gab für mich nichts Schöneres, als die Vorstellung, mein eigenes, geschriebenes Wort schwarz auf weiß in einer Buchhandlung zu entdecken. Einen Traum, den ich heute noch habe. Und dennoch, nichts ging vorwärts. So oft habe ich ein leeres Dokument geöffnet, und nach einer Stunde des Anstarrens wieder geschlossen. Warum? Ganz einfach.

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Die Angst des Versagens nagte an mir. Und sie tut es noch heute – auch wenn ich inzwischen den Schritt gewagt habe (NaNoWriMo sei Dank). Dennoch: Ich werde unweigerlich nervös und unsicher, wenn ich davon spreche, ein eigenes Buch zu schreiben. Und jetzt, wo es wirklich soweit ist, wo die ersten Worte bereits geschrieben wurden, erste Betaleser ausgesucht und der Plot steht – wird es nur noch schlimmer. Wie ein kleines Schulmädchen richte ich bei der Frage danach den Blick zu Boden und schaffe es nicht wie sonst meine Frau zu stehen. Mein Herz beginnt wie wild zu schlagen und ich versuche, das Thema galant zu wechseln. Nicht, weil ich mich schämen würde, oder nicht an mich selbst glaube. Aber es ist Neuland, unbekanntes Terrain und vor allem ist es mein Baby – beinahe noch mehr als Over the top. Es will also gelernt sein, Feedback dafür anzunehmen. Aber ich bin auf dem besten Weg – ich zwinge mich beinahe zur Konfrontation. Und hoffe am Ende einfach, dass alles gut wird und ich schreibe immer weiter.

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