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Life Update – Das Ende des Sommers

Ich würde es tatsächlich etwas frivol finden, diesen Beitrag als Weekly Notes zu betiteln – wir schweigen jetzt einfach darüber, wann der letzte Weekly Notes (oder überhaupt ein) Beitrag veröffentlicht wurde. Tatsächlich musste ich selbst zuerst nachsehen und bin auch etwas schockiert darüber, weil diese Zeitspanne sich eigentlich nicht so lange anfühlt. Und es natürlich auch nicht so geplant war – im Gegenteil. Es gibt dafür auch eine plausible Erklärung, eine relativ große (zumindest für mich), zu der ich aber erst später (in einem eigenen Beitrag) kommen möchte, weil es jetzt grundsätzlich mal darum gehen soll: Was ist eigentlich die letzten Wochen so passiert im Hause Over the top?

In erster Linie habe ich gearbeitet. Aufmerksame Instagramfollower haben das schon mitbekommen: Entweder weil ich zwischendurch gesudert habe, oder einfach weil es kaum bis gar keine Insta Stories von mir gegeben hat. Wenn ich nicht mit Arbeit beschäftigt war, galt meine Aufmerksamkeit ehrlicherweise meinem Sozialleben: Freunde, Familie, Hund. Wann immer ich konnte, habe ich meine freie Zeit damit gefüllt. Und ich hab versucht den Sommer trotz fehlendem Urlaub so gut es geht zu genießen und auszukosten. Nichts erfüllt mein Herz mehr als laue Sommerabende im Freien und ja, mich schmerzt die Vorstellung schon etwas, dass wir uns von ebendiesem nach und nach verabschieden müssen (wobei wir aktuell in Wien einen richtig nicen Altweibersommer unser nennen dürfen, deswegen halten sich meine Beschwerden im Rahmen).

Ich hab alte Bekannte wiedergetroffen, frühere Freundschaften neu aufleben lassen, Feste gefeiert, Festivals besucht, habe gedated und bemerkt, dass ich vor allem dafür eigentlich gerade keine Zeit habe. Hab Afterworkdrinks und ganz viel gutes Essen genossen, die Praterrunde wieder in meine Routine aufgenommen, meinen Roman abermals auf die Prioritätenliste gesetzt, neue alte Pläne gefasst und feste vor allem umgeschmissen. Habe selbst und mit anderen gelitten, gelacht und etwas zu tief ins Glas geguckt, schlechte und gute Angewohnheiten nicht abgelegt und ab und an zu viel Geld ausgegeben.

Und ich war endlich wieder in Hamburg, Gott wie ich diese Stadt vermisst habe. Trotz Schietwetter habe ich jede Sekunde voller Glück in mich aufgesogen wie ein Schwamm und zum ersten Mal hat es sich nicht so gut angefühlt zurück in den Flieger nach Wien zu steigen wie sonst und meine Sehnsucht wurde immer noch nicht richtig gestillt. Aber immerhin: Durch mein neues Tattoo trag ich jetzt irgendwie immer ein kleines Stück der Hansestadt bei mir und nachdem Wien erneut zu der lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wurde und ich das auch nur bestätigen kann, war nachhause kommen nicht ganz so schlimm. Abgesehen davon ging es kurz danach auch gen Berlin und ich muss sagen, die deutsche Hauptstadt hat mein Herz ein ganz kleines Stück zurückerobert (was vor allem am Lollapalooza lag und der Crew, mit der ich dort war).

Dieser Sommer hat sich irgendwie angefühlt wie ein ganzes Jahr und ist dennoch so unglaublich schnell an mir vorbeigezogen, dass ich kaum hinterherkomme. Er war so unglaublich gut und doch irgendwie unspektakulär, voll mit Stress und Arbeit, aber irgendwie auch genau richtig. Ihr seht, so ganz festlegen kann ich mich nicht. Aber zumindest wären wir jetzt alle wieder up-to-date.

Und jetzt? Jetzt schreibe ich mal noch weitere Blogbeiträge und genieße mein Feierabendbier auf dem Balkon. Cheers!

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