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Ich will mich verlieben

“Aber was ist, wenn sie jetzt keinen mehr findet?
Ich mein, so jung ist sie ja auch nicht mehr.

Kurz nach meiner Trennung im letzten Jahr wurde genau diese Aussage zum Thema. Und ich denke auch heute immer wieder mal darüber nach. Wenn man bedenkt, dass ich in meinem Freundeskreis nicht die Älteste bin, wird einem bei diesem Gedanken irgendwie ein wenig übel. Und doch: Ich sehe es an sich nicht ganz so eng, vor allem aber auch weil ich den Urheber der Aussage kenne und weiß, dass es weder böse, noch (ab)wertend gemeint war oder sonst irgendwie negativ. Was sich nicht bestreiten lässt, ist die Anspielung dahinter, dass ich einen Partner brauche, um glücklich zu sein und dass ich mir damit nicht zu viel Zeit lassen sollte, mit meinen 27 Jahren. Es lässt sich natürlich generell darüber streiten, wie viel Mann in meinem Leben wirklich notwendig ist, damit mein Leben erfüllt und glücklich ist. In erster Linie war und ist immer mein Ziel, auch alleine glücklich zu sein, im Leben zu stehen, meine Ziele zu erreichen und Schlachten zu schlagen.

Und dennoch.

Wenn ich etwas weiß, dann,
dass ich mich definitiv wieder verlieben möchte.

Allein schon um der Liebe willen – jeder, der das Herzklopfen und die Schmetterlinge einer beginnenden Romanze schon einmal gespürt hat, weiß wie großartig dieses Gefühl ist und egal, ob darauf Ups oder Downs folgen, ich will es niemals missen müssen.

Nichtsdestotrotz bin ich nicht verbissen auf der Suche, im Gegenteil: Ich lebe gerade den famosen Augenblick (hier folgt keine inspirational Quote, sorry), plane nicht zu viel (weils eh zu 80% nichts wird) und versuch auch gar nicht zu viel zu interpretieren (weder in die Vergangenheit, noch die Zukunft). Aber ja, ich möchte mich wieder verlieben. Ob das in den nächsten Wochen, Monaten oder auch erst wieder Jahren sein wird, steht aber definitiv in den Sternen, die ich gar nicht erst lesen möchte.

Ich verliebe mich gerne – nicht, weil ich ohne einen Partner im Leben nicht vollends glücklich sein kann, sondern viel mehr, weil es das eigene Glück im Leben nochmal unterstreicht. Jemanden zu finden, der dich mit all deinen Ecken und Kanten nimmt und nicht verschmelzen, aber zumindest die eigene Welt teilen und die Grenzen verbinden möchte. Es ist das berühmte Tüpfelchen auf dem i; nicht unbedingt lebensnotwendig, aber einfach ziemlich großartig, wenn es da ist.

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