Anzeige: Man bringe den Grünen Veltliner – Ausflug zum Weinviertel DAC

31. Oktober 2018

Wenn etwas mit dem Älterwerden kommt, dann ist es die Vorliebe für guten Wein. Ähnlich einem unerwarteten Paukenschlag am Ende eines Orchesterkonzerts, geht man auf die 30 zu und weiß einen guten und qualitativ hochwertigen Tropfen plötzlich wirklich zu schätzen. Statt zum billigen Wein im Supermarkt, den man meist auch noch mit irgendwas gemischt hat, greift man jetzt zur heimischen Auswahl und freut sich wie ein kleines Kind an Weihnachten, wenn man einen Tagesausflug zum Winzer plant und dort auch noch gleich ein paar Weinflaschen mitnehmen kann. Generell bekommen Weinberge auch eine magische Anziehungskraft und wenn jemand erklärt, wieso der Wein ein bestimmtes Aroma hat, hört man aufmerksam zu (und gibt das neu gewonnene Wissen bestenfalls gleich weiter). Und ich schwöre, ich habe bereits von mehr als nur einem Freund gehört, dass er eigentlich von einem eigenen Weinberg träumt – vollkommen nachvollziehbar, wenn man mich fragt.

Was mir bis vor Kurzem noch nicht ganz so bewusst war, ist, wie nah das Gute dann aber doch auch wirklich liegt: Nicht mal eine Stunde dauert die Fahrt von Wien ins Weinviertel, wo ich zusammen mit meiner Lieblingsnina und anderen lieben Bloggerkolleginnen einen #girlsonly Weinviertel Bootcamp Tag verbringen und erfahren durfte, was den Weinviertel DAC* so besonders macht – und vor allem wie unterschiedlich ein Wein seine Geschmackswirkung entfalten kann, je nachdem zu welcher Speise er genossen wird.

Weinviertel DAC* ist übrigens immer ein Grüner Veltliner – was mich ja schon grundsätzlich mal aufhorchen lassen hat, weil man mit einem Grünen Veltliner eigentlich nie falsch liegen kann – und das DAC steht für “Districtus Austriae Controllatus”, was wiederum so viel heißt wie “kontrollierte österreichische Herkunftsbezeichnung”. Ergo, nicht jeder Wein aus der Region bekommt das Siegel des Weinviertel DAC*. Es kann nur jener Grüne Veltliner aus dem Weinviertel werden, der als Qualitätswein bei Blindverkostungen einer unabhängigen Weinkommission beweist, dass er den regionaltypischen Charakter aufweist.

Nach einem kurzen Get Together und einer kleinen Stärkung beim Winzer, durften wir auch gleich den Weinkeller begutachten (wo ich mich zwar niemals alleine hinunter trauen würde, der aber umso spannender war zu entdecken – steckt ja doch einiges an Geschichte dahinter) und nach dem Ausflug ins Erdreich auch unsere eigene Magnumweinflasche abfüllen, verkorken und mit der typischen Weinviertel DAC* Flaschenkapsel versiegeln.

Ich bin ganz ehrlich: Auch wenn ich guten Wein sehr zu schätzen (und zu lieben) weiß, ich achte weniger auf die ‘klassischen Regeln’, welchen Wein man am besten zu welchem Essen auswählen sollte. Liegt ganz einfach daran, dass ich zum Einen Weißwein lieber trinke als Rotwein und zum Anderen, dass ich es bisher schlichtweg nicht besser wusste. Nach unserem Besuch im Weinkeller und dem Abfüllen der eigenen Weinflasche mit Weinviertel DAC* Grüner Veltliner ging es nämlich zur nächsten Station, bei der wir nicht nur gemeinsam gekocht (oder zugesehen…), sondern eben auch den Wein getestet haben – und auch, wie sich der Geschmack verändert, je nachdem was man dazu isst. Und, auch wenn es an sich keine riesige Überraschung war, hat es mich doch wirklich fasziniert, dass ein- und derselbe Wein wirklich so verschiedene Geschmacksnuancen aufweisen kann – ich wurde also definitiv eines Besseren belehrt.

*In freundlicher Kooperation mit Weinviertel DAC

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3 Comments

  • 3 Wochen ago

    Der Post ist dir wirklich gelungen :)

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