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Ein Wochenende in Florenz und Bologna

Italien und ich – das ist eine Liebesgeschichte, die wirklich schon sehr weit zurück geht. Während die ersten Familienurlaube immer gen Spanien gingen, haben wir nach ein paar Jahren unser Urlaubsziel dorthin verlegt und damit wurde auch der Grundstein für meine Beziehung zu diesem Land geschaffen. Egal ob Städetrip, Strandurlaub oder spontaner Roadtrip – Italien und ich, das funktioniert einfach.

Umso größer war meine Freude, dass es in diesem April für meine gesamte Familie in die Toskana ging. Mein letzter Besuch in Italien ist zwar noch nicht so lange her, aber ich bekomme einfach nicht genug davon (insgeheim versuch ich meine Freunde regelmäßig davon zu überzeugen, dass ich eigentlich italienischer Abstammung bin).


Florenz und Bologna
an einem Wochenende


Geflogen sind meine Familie und ich mit Laudamotion von Wien nach Bologna (und zurück) – wir haben uns spontan für die günstigste Variante entschieden, aber im Nachhinein festgestellt, dass wir eigentlich doch lieber mit AUA oder ähnlichem geflogen wären, da eigentlich der Preis nicht viel Unterschied gemacht hätte und wir nicht nur den Service an Board, sondern auch unser Handgepäck im Flugzeug mit dabei gehabt hätten (seit Laudamotion zu Ryan Air gehört, gibt es neue Handgepäcksregelungen). Von dem Flughafen in Bologna ging es dann mit dem Aerobus zum Hauptbahnhof (dieser fährt alle 11 Minuten und kostet pro Person € 6,-) und dann direkt mit dem Zug weiter nach Florenz. Ein Zug nach Florenz fährt eigentlich alle 10-20 Minuten ab, ihr müsst hier nur darauf achten, dass ihr nicht den Bummelzug erwischt (auch wenn der um einiges günstiger ist), dann seid ihr in 35 Minuten bereits in Florenz.

Bei der Rückreise haben wir absichtlich erst einen Abendflug gewählt, sind aber schon am Vormittag wieder mit dem Zug nach Bologna, haben dort unser Gepäck via bag‘bnb verstaut und dann bis zum Abend die Stadt noch genossen. Zum Flughafen sind wir anschließend auch wieder mit dem Aerobus. Gut zu wissen: Der Flughafen in Bologna ist echt überschaubar, vor allem gegen Abend hatten die meisten Shops und Lokale bereits geschlossen, also besser ohne Hunger und zu viel übriger Zeit hin.

Florenz ist künstlerischer,
Bologna hat dafür mehr Charakter

Der Hauptgrund, weshalb wir nicht direkt nach Florenz geflogen sind, war zum einen der Flugpreis, zum anderen die Flugzeiten und am Ende auch, dass Bologna im Endeffekt einfach auch sehr viel zu bieten hat und deswegen einfach sehr verführerisch klang. Das war auch der Grund, wieso wir am Ende zumindest so entschieden haben, dass wir einen Tag in der italienischen Studentenstadt verbringen konnten. Und so schön Florenz ist und so viel Geschichte dahintersteckt, am Ende war mir Bologna um einiges sympathischer. Mir persönlich war Florenz zu überlaufen und irgendwie hat mir dieser spezielle Vibe gefehlt – ich weiß nicht, ob ich nochmal wirklich hinwürde. In Bologna hab ich mich dagegen gleich von der ersten Minute an wohl gefühlt und es war definitiv nicht mein letzter Besuch dort.

Nichtsdestotrotz hatten wir eine extrem schöne Zeit in Florenz – neben den klassischen Sightseeingpunkten wie den Dom und den Ponte Vecchio haben wir vor allem essenstechnisch ein paar richtig gute Schmankerl entdeckt: Das toskanische Steakhaus Trattoria Dall’Oste, die Cafébar Leon Bianco neben dem Bahnhof, das klassische florentinische Restaurant Trattoria 4 Leoni und nicht zu vergessen der Mercato Centrale Firenze. Letzteres ist eine riesige Markthalle, wo wirklich sämtliche kulinarische Bedürfnisse befriedigt werden und auch wenn es eine der ersten touristischen Anlaufstellen ist, sollte man das definitiv nicht auslassen. Ansonsten zahlt es sich wie immer aus nicht unbedingt das erstbeste Lokal direkt bei den Sehenswürdigkeiten zu wählen, sondern zwischendurch immer durch die kleineren Gassen zu gehen und dort zu speisen. An sich haben wir eigentlich nirgends schlecht gegessen, die größere Herausforderung war eher, den Kellnern zu erklären, dass wir den Wein gerne mit Mineralwasser spritzen möchten und dafür aber kein Aperol benötigen (und ja, ich hab es mir zum Ziel gemacht, die Wiener Spritzerkultur in anderen Städten zu etablieren).


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