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Eat Sleep Repeat

2. August 2015

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“Nein, ich fahr dieses Wochenende nicht nach Vorarlberg, ich muss unbedingt für meine Prüfungen lernen und im Ländle mache ich genau gar nichts”, jammert sie mir vor und seufzt leise vor sich hin. Ich verstehe ihre Bedenken nicht. Denn, ob ich nun in der einen Wohnung in Innsbruck oder im anderen Haus in Vorarlberg lerne, ist mir persönlich völlig Schnuppe. So oder so kostet es mich Nerven und jede Menge Aufmerksamkeit – aber ich fahr eben dennoch in die Heimat. Einfach, um daheim zu sein. Meine Familie um mich zu haben, vertraute und bevorzugte Luft zu atmen. Es beruhigt mich, hier zu sein. Und vermutlich spielt mein neuer Freund auch eine winzigkleine Rolle dabei. 

Wie naiv ich doch in meinen Jahren als Innsbrucker Studentin war. Oder womöglich war es eher die Sehnsucht, die mich immer wieder Richtung Westen zog. Ziemlich sicher sogar. Mir war es egal, wie viele Prüfungen ich hatte, wie viel Geld es mich kostete oder wie wenig Zeit ich am Ende hatte – mein Ziel war immer die Heimat. Ich war überzeugt davon, dass ich auch mit zusätzlicher Ablenkung kein Problem haben würde. Und ich muss zugeben: Die Prüfungsergebnisse gaben mir glücklicherweise Recht. Dennoch habe ich mir selbst damit  Steine in den Weg gelegt. Ihr wisst, ich bin ein Meister der Prokrastination – ihr könnt euch also vorstellen, wie viel Zeit ich am Ende mit sinnvoller und geplanter Arbeit verbracht habe.

Aber ich geb’s zu: Erst jetzt nagt diese Tatsache so richtig an mir. Jetzt, wo der Großteil meiner Besuche in der Heimat noch mit Urlaub verbunden sind, fällt es mir umso schwerer mich zu konzentrieren, wenn ich in Vorarlberg bin. Und so kam es, dass ich die letzten 2 Tage alles etwas schleifen ließ. Die Mails wurden 2 Tage nicht gecheckt. Social Media eher sporadisch und mit Mühe betreut. Statt 3 geplanten Blogbeiträgen wurde nur einer fertig geschrieben und publiziert. Und generell, habe ich abgeschalten und mich von der Welt 2.0 etwas abgekapselt. Das Schöne daran? Es gleicht einer Entschlackung, einem kleinen digitalen Detox-Programm und einer Suche nach Inspiration – offline und ohne Einfluss durch digitale Medien. Der eigentliche Plan: Den Kopf frei bekommen, um die kommenden Tage voll und ganz bei der Sache zu sein und dann langsam Richtung Urlaub abzudriften. Ohne Druck, ohne Einfluss.

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