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Die 3 Grundregeln des Datings

Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass ich wirklich mal einen Beitrag über die Grundregeln des Datings schreiben würde. Andererseits hätte ich auch nicht damit gerechnet, dass ich jemals ein Date mit einem Mann haben werde, der Koksen zu seinen Hobbies zählt – aber es gibt scheinbar immer ein erstes Mal. Generell bin ich persönlich nicht unbedingt ein Fan von Klischees oder gar Vorurteilen, es ist dennoch eine Tatsache, dass Frauen und Männer gewisse Stereotypen an den Tag legen, wenn es um die Liebe geht. Angefangen damit, dass vor allem der weibliche Part der Bevölkerung zu gerne jegliche Nachricht analysiert und Verhaltensmuster des aktuellen Objekts der Begierde erstellt, gibt es auch (leider) immer noch zu viele Männer, die auf die klassische Jagd oder Rollenverteilung stehen (Letzteres: How about no).

Grundlegend alles kein Problem und nichts, worüber nicht hinweggesehen werden kann. Wenn es aber Dinge gibt, die – nicht nur für mich, sondern eigentlich für jeden – essentiell sind oder auch sein sollten, dann sind es es diese 3 Grundregeln des Datings. Und Nein, ich werde hier keine Regeln nennen, wer zu bezahlen hat, wann Mann oder Frau sich melden soll oder beim wie vielten Date Sex ok ist – das ist etwas, was jeder für sich selber entscheiden muss und soll, unabhängig davon was sowohl die Gesellschaft, als auch Freunde sagen. Bereit?

E h r l i c h  s e i n

Ja, ich bin manchmal zu ehrlich, zu direkt. Ich bin jemand, der Spielchen einfach nicht mag – deswegen kläre ich recht schnell nicht nur die Fronten (“Ist das jetzt just for fun oder suchst du nach etwas potentiell Ernstem?”), sondern mache eigentlich von Anfang an klar, dass ich mir Ehrlichkeit auch von meinem Gegenüber erwarte und das Gegenteil davon für mich ein No Go ist. Nonaned, bis jetzt hat mir jedes Date diesbezüglich zugestimmt (Was sonst?) und meist hab ich erst später (und durch Zufall, aber immerhin) rausgefunden, dass sie es mit der Wahrheit nicht ganz so genau genommen haben – angefangen von Ausreden für abgesagte Treffen und Pläne, bis hin zum Vorhandensein bzw. der Menge des eigenen Drogen- und Alkoholkonsums. Warum es Menschen gibt, die im Endeffekt zu feige für die Wahrheit sind, ist mir bis heute schleierhaft – ganz einfach weil, auch wenn es unangenehm ist und die Wahrheit wehtun kann, es zum Einen sowieso irgendwann rauskommt und zum Anderen einfach keinen Sinn macht zu lügen. Vor allem dann nicht, wenn man sich mit dem Gegenüber eine Zukunft vorstellen kann. Zur elendigen Fuckboy-Diskussion werde ich deswegen in diesem Punkt auch nichts sagen, außer: What goes around, comes around meine Lieben.

A n s t a n d  h a b e n

Gilt sowohl für die eine, als auch die andere Seite. Mit Anstand meine ich übrigens nicht, dass ein Mann mir unbedingt die Tür aufhalten muss (find ich zwar süß, aber schaffe ich auch selber und ist deswegen absolut kein Minuspunkt, wenn er es nicht macht) oder ich eingeladen werden möchte (Kinder, wir haben 2019). Sondern viel mehr die grundlegende Anständigkeit, die uns (hoffentlich) von unseren Eltern vorgelebt und anerzogen wurde. Dazu gehört beim Thema Dating zum Beispiel: Wenn du dich verspätest oder das Treffen gar absagen musst (aus welchen Gründen auch immer, manchmal ist ja auch höhere Gewalt im Spiel), mach das früh genug und erklär warum. Wenn du nach dem ersten Date merkst, dass es für dich nicht so das Wahre ist, dann sag es und mach dich nicht auf künstliche (und falsche) Art und Weise rar. Wenn du jemanden toll findest, lass es die Person spüren. Und wenn sich deine Gefühle diesbezüglich ändern, sprich es auch aus. Und um Gottes Willen hab die Eier (gilt sowohl für Mann als auch Frau) und bediene dich nicht der untersten Schublade aka. Ghosting. Ich dachte immer, bei diesem Phänomen handelt es sich um ein Problem der Generation Z und es passiert höchstens im Rahmen der ersten 1-3 Dates, wurde aber auch schon eines Besseren belehrt (was im Endeffekt zwar gut ist, wenn man bedenkt, was das für eine Person sein muss, die sich dieser Taktik bedient, aber dennoch oasch weil feige und es eigentlich das Mindeste ist, Klartext zu sprechen).

E r w a r t u n g s h a l t u n g  s e n k e n

Je nachdem auf welche Art und Weise man sich entdeckt hat, gibt es irgendwie immer zwei Lager an Singles: Die, die sich lieber gleich nach dem ersten Hallo treffen möchten und die, die zuerstmal etwas Kontakt haben und schauen wollen, ob man überhaupt auf einer Wellenlänge miteinander ist und ein Date Sinn macht. Ich persönlich tendiere meist zur zweiten Variante – einerseits weil ich niemand bin, der Lust hat nach 10 Minuten zu sagen “ned bös sein, aber du taugst mir ned, das wird nix”, andererseits weil du somit auch gut verhindern kannst, ein Horrordate zu erleben (wobei, Ausnahmen bestätigen die Regel). Selbst wenn man aber gerade beim Schreiben und Telefonieren gut zueinander passt, sollte man es vermeiden, zu viel hinein zu interpretieren. Es gibt Menschen, denen es leichter fällt, via WhatsApp zu kommunizieren – und die dann im echten Leben kaum einen Ton rausbringen. Und dann gibt es auch die Sorte, die generell einfach sehr offen und kommunikativ ist – was aber dann nicht unbedingt eine Bedeutung haben muss, sondern einfach eine grundlegende Eigenschaft ist. Deswegen: Erwartungshaltung einfach niedrig halten, nicht stressen lassen und nicht zu viel interpretieren oder sich gar den Kopf via Textnachrichten verdrehen lassen (und nein, hier spricht absolut kein Zynismus: Eines meiner besten ersten Dates hatte ich mit einem Mann, der normalerweise gar nicht mein ‘Typ’ ist und bei dem ich vorher eher semi überzeugt war und eines der ‘schlechteren’ wiederum mit einem, der auf WhatsApp wie mein männliches Pendant wirkte).

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