X-MEN: APOCALYPSE

Spoilerwarnung: Solltest du den Film „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ noch nicht gesehen haben, kann der Text mögliche Spoiler für dich enthalten.

Ich kann es beinahe selbst nicht glauben, dass es bereits über 15 Jahre her ist, als der erste fulminante Teil der X-Men-Reihe in unsere Kinos gekommen ist. Ich war von Beginn an Fan der X-Men, auch wenn ich persönlich nicht mit allen Teilen zu 100% zufrieden war. Besonders mit der Trilogie um Wolverine konnte ich nie so richtig warm werden. Umso begeisterter war ich dennoch von dem letzten Abenteuer „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ – welches mich voll und ganz zurück in den Bann der Mutanten gezogen hat. Durch die Ereignisse, die in der Vergangenheit durch den Einfluss des zukünftigen Wolverine ihren Lauf nahmen, wurde die Zukunft/Gegenwart der Figuren und Welt, wie wir sie zuvor kennengelernt haben, mehr oder weniger nichtig gemacht. Die Regeln wurden nicht nur geändert, sondern das komplette Spiel wurde auf den Kopf gestellt und wir dürfen auf dieser neuen Reise wieder mit dabei sein. „X-Men: Apocalypse“ setzt ein paar Jahre nach den Ereignissen von „Zukunft ist Vergangenheit“ ein, nach den 60er & 70er Jahren sind wir jetzt in den 80ern angekommen.

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Die Schule von Charles Xavier hat sich inzwischen zu dem uns bekannten Zufluchtsort für junge Mutanten entwickelt, damit sie lernen, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Darunter befinden sich auch die mächtige Jean Grey und der junge & unerfahrene Cyclops. Währenddessen gilt Raven/Mystique inzwischen als gefeierte Ikone und Vorbild in der Mutantenwelt und macht ihrem Namen auch alle Ehre, wenn auch möglichst anonym. Auch Erik/Magneto hat sich fernab der Vorkommnisse in Washington und seiner kriminellen Taten ein anderes Leben aufgebaut. Aber eine neue Bedrohung erhebt sich plötzlich: Apocalypse, der erste und mächtigste Mutant vereint die Kräfte vieler verschiedener Mutanten und ist dadurch unsterblich und unbesiegbar. Er rekrutiert ein Team von mächtigen Mutanten um sich – die sogenannten vier Reiter der Apokalypse -, um die Menschheit zu reinigen, eine neue Weltordnung zu erschaffen und darüber zu herrschen.

Vorneweg: Ich war im Gegensatz zu anderen (bisherigen) Stimmen alles in allem begeistert. Bryan Singer versteht sein Handwerk und in der ersten Hälfte des Films werden nicht nur alte & neue Figuren vorgestellt, sondern ausnahmsweise auch auf all ihre Beweggründe eingegangen. Was mir besonders gut gefällt: Der große, böse Gegenspieler kommt nicht aus dem Nichts, sondern bietet einen „schlüssigen“ Hintergrund und Einblick darüber, wieso ihm plötzlich die Erde gehören soll. Ich bin ein Fan von Storytelling & mehrschichtigen Figuren, ich erfahre gern mehr über einen Charakter und das ist es vielleicht, was diesen X-Men so besonders für mich macht. Beispiel: Ich konnte die Liebesbeziehung von Jean & Scott vorher nie richtig nachvollziehen, aber mit Blick in die Vergangenheit (auch wenn es jetzt eine andere ist), macht es zumindest etwas mehr Sinn. Die zweite Hälfte ist zwar von der Storyline nicht mehr ganz so prickelnd, bietet dafür aber jedoch die gewohnte Action in Blockbuster-Manier und mit dem Auftritt von Quicksilver hat dazu alles noch einen wunderbaren, humorvollen Touch. Ich reihe diesen Teil der X-Men-Reihe definitiv ganz vorne ein, richtige negative Aspekte tauchen eigentlich nur mit zusammengekniffen Augen und nach Vorlieben auf: Sophie Turner beispielsweise. Sie überzeugt mich in Game of Thrones nicht und auch als Jean Grey hat sie meiner Meinung nach die schlechteste Leistung aller Darsteller gebracht. Mein persönlicher und absoluter Höhepunkt war übrigens das Erscheinen von Wolverine – ein riesiges Sahnehäubchen auf dem Kuchen, wenn ihr mich fragt. Und wie immer gilt bei Marvel: Sitzen bleiben! Auch hier gibt es eine Postcredit-Szene, die zwar nur wenig Aufschluss über mögliche weitere Filme gibt, aber immerhin.

Bild- und Videomaterial © 2016 Twentieth Century Fox

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1 Comment

  • 2 Jahren ago

    Liebe Denise. :)

    ich habe den Film gestern (endlich) gesehen. Mit den Originalstimme und Begeisterung im Herzen. Und was soll ich sagen: Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen. Ein wirklich toller Mutantenspaß, wenn auch stellenweise ziemlich herzzerreißend. Besonders bitter war auch, dass Charles seine Haare verloren hat. Aber die Tatsache, dass Erik eine Vorliebe für Hemden entwickelt hat, hat mich letztendlich auch darüber hinweg getröstet.
    ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße, Kat

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