Wohin des Weges, junge Dame?

Bereits im Sommer 2015 war es soweit, dass ich mit dem Fuß aufstampfte, mit der Faust auf den Tisch haute und laut verkündete, dass ich mehr wollte. Mehr vom Leben, mehr von der Leidenschaft. Ich wollte die Zügel in die Hand nehmen und nicht mehr nur im seichten Wasser tanzen und darauf warten, dass die Flut kommt und mich weiterträgt und in die hoffentlich richtige Richtung schubst. Also beschloss ich neben meinem Job selbstständig zu werden. So richtig, mit allem Drum & Dran. Es war die Zeit, als auch mein Blog Over the top einen für mich persönlich fulminanten Wachstumsschub erlebte und es beflügelte mich in meiner Entscheidung, da sich dadurch plötzlich auch andere Wege als geplant öffneten.

Ich began also zu planen, brainstormen, streichen und neu zu erfinden – ohne Erfolg. Ohne Erfolg deswegen, weil plötzlich andere Dinge meine Aufmerksamkeit verlangten, Prioritäten neu formiert und Entscheidungen getroffen wurden, die im Nachhinein zwar nicht die richtigen, aber auch nicht unglaublich falsch waren. Das zog sich am Ende mehrere Monate und es dauerte auch für mich so lange, zu erkennen, dass ich wohl irgendwie falsch abgebogen war. Nachdem ich im Januar dann endlich wieder den richtigen Kurs entdeckte, ging es so richtlig los. Neuer Name, neue Website, neues Alles – strikt von meinem persönlichen Life- und Storyblog getrennt. Und weil sich währenddessen auch verschiedene Projekte aufgetan haben, zog sich das wieder. Und das war vielleicht das Beste was passieren konnte.

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Ihr erinnert euch an diesen vor Wut strotzenden Beitrag? Ich war so, so wütend. Auf die Welt, den Stress, die Menschen, aber vor allem war ich wütend auf mich selbst, weil ich irgendwie immer wieder stockte und nicht auf den grünen Zweig mit mir selber kam. Weil dieses neue Projekt, die neue Seite, der neue Name – da passte etwas nicht so richtig. Wenn ich jetzt nochmal darauf zurückblicke, habe ich mir in erster Linie selbst Steine damit in den Weg gelegt und weil es sich eben nicht zu 100% gut angefühlt hat, habe ich mir die Arbeit daran selbst vermiest. Und dann kam dieser Tag, an dem ich wieder mal im Badezimmer arbeitete und einfach nur wütend war und noch wütender auf die Tastaturen einhämmerte. Später an diesem Abend war ich übrigens auch mit meinen Eltern essen und sie durften sich all mein Gejammer auch echt und in Farbe anhören: Wie dies und jenes nicht passte, ich da noch auf etwas wartete, alles gefühlt den Bach runterging und sich nichts zusammenfügen wollte. „Und.. warum genau willst du eigentlich etwas Neues machen?“ Die Frage kam beinahe vorsichtig und ich begann bereits meine zurechtgelegten Argumente herunterzuleiern, als ich von meinen Erzeugern unterbrochen wurde. „Ja, aber warum jetzt etwas Neues anfangen, wenn es im Endeffekt eh um dich und deine Arbeit geht. Dein Blog ist ja auch deine Arbeit, man kennt dich über deinen Blog, es gibt Leute, die denken bei Over the top nicht als Erstes an Silvester Stallone und jetzt willst du das alles trennen und abspalten?“ Ich schwieg. Und verfluchte (zumindest in dem Moment) das Talent meiner Eltern, zur richtigen Zeit die richtigen Dinge sagen zu können und mich zum Nachdenken zu bringen. Zwei Stunden später saß ich immer noch stillschweigend und kopfrauchend vor meinem Laptop, den Notizen, den Skizzen und dann.. warf ich alles über Bord. Naja, fast alles. Die neue Seite, den neuen Namen, dieses komplett neue Projekt. Stattdessen habe ich fusioniert!

Das ist also die Geschichte hinter dem neuen Look, der neuen Kategorie und der Arbeit der letzten Zeit – es wäre nicht mein Blog, wenn es keine Story dazu geben würde.

Over the top by Chris ist immer noch derselbe Life- und vor allem Storyblog, den ihr kennt und wird es auch bleiben. Der Unterschied ist, dass der andere Teil meiner selbstständigen Arbeit jetzt auch ihren Platz hier findet. Und dazu gehört auch das Thema Selbstständigkeit im Bereich Bloggen & Schreiben an sich, weswegen es in Zukunft auch mehr Beiträge, Newsletter und Infos dazu geben wird. An sich läuft alles noch nicht zu 100 % rund, aber ich arbeite daran und freue mich deswegen auch besonders über Feedback, Vorschläge und Inputs von eurer Seite. Neugierig? Seht euch in Ruhe um, meldet euch zu meinem Newsletter an und haltet die Augen weiter offen, es geht los.

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3 comments

  1. Find ich seeehr interessant. Ich werd sicher mitverfolgen, wie es bei dir diesbezüglich weitergeht – vor allem auch, weil ich in einer ähnlichen Situation bin. Nur bin ich seit kurzem voll und ganz selbstständig, obwohl ich eigentlich nebenbei arbeiten wollt… aber durch das eine und dann noch das und dann jenes Projekt hat sich die Selbstständigkeit quasi verselbstständigt und keine Zeit mehr für was anderes gelassen. Und wie du so schön sagst: Vielleicht ist das das Beste, was passieren konnte!
    Nun denn, alles Gute jedenfalls und ich freu mich, wenn wir uns morgen in Salzburg vielleicht mal in Echt kennenlernen :-)

    Ganz liebe Grüße,
    Carmen von http://www.goodblog.at

    1. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht selbst extrem gespannt bin – hat schon auch einen gewissen Nervenkitzel! Ich wünsch dir auf alle Fälle ganz viel Erfolg mit deinen Projekten! :)

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