Who are you?

Es war der Tag vor seiner Abreise aus Athen. Wie jedes Jahr würde er zusammen mit seinen Freunden den Abschied gemeinsam zelebrieren – dauerte es doch wieder mehrere Monate, bis sie sich erneut zu Gesicht bekommen würden. Und er wollte feiern. Er fühlte sich gut, die letzten Tage waren erfolgreich gewesen und zusätzlich hatte er genügend Energie dieser aufregenden und sagenumwobenen Stadt aufsaugen können. Athen hatte eine ganze Menge davon – nicht umsonst war sie einst die Stadt der Götter gewesen. Dementsprechend war sein Selbstbewusstsein gestärkt, als es endlich losging. Nur wenige Gehminuten von ihrer Bleibe entfernt fanden sie bereits ihr Ziel. Das Haus war von außen unscheinbar, hätte es sein Freund nicht direkt angepeilt, wäre er sicher vorbeigegangen. Sie betraten nacheinander den schmalen und dunklen Flur und als sich die Tür hinter ihnen schloss, konnten sie ein erstes Vibrieren spüren. Eine Treppe nach der anderen führte die kleine Gruppe weiter und weiter nach oben, der immer lauter werdenden Musik entgegen.

Direkt unter dem Dach angekommen, wo die Musik am lautesten war, trennte sie nur noch eine metallische Tür von der Außenwelt. Und eine Frau. Im schwachen Licht einer Glühlampe waren Details schwer zu erkennen. In der Dunkelheit hebte sich ihre helle Haut und das belustigte Funkeln ihrer Augen dennoch klar von ihren dunklen Haaren und der dunklen Kleidung ab. Sie betrachtete die vier Männer eingehend, fragte was sie wollten. Einer seiner Freunde nannte ihr daraufhin kurz und knapp einen Namen. Ihre Miene hellte sich etwas auf, nicht mehr ganz so misstrauisch und zynisch und dennoch dieser klare und eindringliche Blick. Er konnte seinen nicht mehr von ihr abwenden. Irgendetwas umgab sie, beinahe etwas mystisches. Zwei Sekunden später wurde die geheimnisvolle Tür geöffnet und der kleine Raum wurde von durchdringendem Bass erfüllt und er von seinen Begleitern hinaus ins Freie gedrängt. Bevor er sich umdrehen konnte, sie nochmal erblicken konnte, war die Tür bereits wieder verschlossen. Er schüttelte den Kopf, wandte sich ab und der Party auf dem Dach und direkt unter dem Athener Himmel, wo die Sonne bereits unterging, zu.

Die Tür fiel ins Schloss und hüllte sie wieder in schützende Dunkelheit. Eine Minute verging, in der sie sich im Stillen weiter darüber amüsierte, dass die Gruppe von Männern sie gerade für eine Art Bodyguard gehalten hatte. Sie schnaubte belustigt bei dem Gedanken, dass sie sie einfach abblitzen lassen hätte können. In dem Moment taucht ihre beste Freundin auf der Treppe plötzlich wieder auf und sah sie verwirrt an. „Was habe ich in den 3 Minuten, in denen ich auf dem Klo war, verpasst?“, fragte sie neugierig, erhielt aber nur ein kurzes Abwinken als Antwort. Ihre Freundin zuckte – zufrieden mit der Reaktion – die Schultern und öffnete entschlossen die Metalltür zum Dach. Sie fackelte nicht lange und folgte ihr hinaus in die Strahlen der untergehenden Sonne. Ihr Blick gleitete über die Menschenmenge auf dem Dach, ohne Plan und doch ganz konkret – hatte sie ihr Ziel für den Abend kurz zuvor entdeckt und festgelegt. Und dann sah sie ihn wieder. Er stand nicht weit von ihr entfernt am Rande der Terrasse mit einem seiner Freunde, die sie zuvor auf die kleine Schippe genommen hatte. In dem Moment, als sie ihn fokusierte, sah er plötzlich auf und ihre Blicke trafen sich. Sie hatte nie an Schicksal oder göttliche Fügung geglaubt, aber in diesem Augenblick war alles um sie herum nichts und jeder verlor an Farbe. Außer er. Dabei hatte sie ihn schon vorher eingehend betrachtet. Es war aber auch nicht sein Aussehen, dass sie innehalten ließ. Es war der Ausdruck in seinen Augen. Ein Ausdruck, in dem sie sich ohne Zweifel wiederfand.

Als ob er die ganze Welt besiegen könnte, wenn er wollte.

Ihr wisst, ich glaube an Monogamie – vor allem, wenn es um den richtigen Duft geht. Schon immer habe ich leichte, blumig-frische Akzente bevorzugt, die das eigene Wesen spielerisch umgeben und nicht zu aufdringlich sind. Ihr wisst aber auch, wie gerne ich in Rollen schlüpfe und jeden meiner Charakterzüge unterstreiche. Mal süß, mal frech, mal nicht zu bremsen. Mal verführerisch, geheimnisvoll und unnahbar oder auch siegessicher. Düfte sollen mich begeistern, inspirieren und  ihre eigenen Geschichten erzählen – passend zum Träger oder der Trägerin. Und bestenfalls die eigene Stärke und das Selbstbewusstsein gebührend unterstreichen. Was ich besonders an dem Duft Olympéa Intense von Paco Rabanne* schätze? Die intensive Kombination aus Orangenblüte und weißem Pfeffer, perfekt abgestimmt mit salzigem Amber-Vanille-Akkord. Nicht für jede geeignet, aber wenn du ihn einmal lieben gelernt hast, lässt er dich nicht so schnell los. Das Besondere: Im Gegenstück Invictus Intense findet man auch wieder die Orangenblüte, dieses Mal gepaart mit schwarzem Pfeffer und salziger Amber-Note. Von Grund auf gleich und doch komplett verschieden.

Bei Olympéa Intense* denke ich an die glühende Wärme einer untergehenden Abendsonne, der salzigen Luft einer großartigen Stadt, die an das wilde Meer grenzt und an die süße Verführung, der wir alle früher oder später erliegen. Nicht umsonst verkörpert Olympéa die ultimative Ikone und moderne Königin. Besonders interessant wird es vor allem, wenn Invictus Intense* als Gegenpart das Spielfeld betritt und das Aufeinandertreffen in einem göttlichen Funken endet. Ihr seht: Ich schwärme und habe mich sogar zu zwei Figuren und einer kurzen Geschichte inspirieren lassen – ein erstes aufregendes Treffen von zwei Siegern, die nichts zu verlieren haben, weil sie nicht verlieren können. Oder?

*Mit freundlicher Unterstützung von Paco Rabanne (Produktplatzierung)
Fotos von und mit: Tobi von Fitnap

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4 Comments

  • 4 Monaten ago

    Du solltest defintiv ganz dringend ein Buch rausbringen.
    Hach, so schön. Die Bilder und vorallem der Text!!

    • 4 Monaten ago

      Vielen vielen lieben Dank, Leah! Schönstes Kompliment :)

  • Adolfine Tonweber
    3 Monaten ago

    Wunderbare Geschichte beeindrückend

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