The convenience of traveling the world

Verschlafen öffne ich die Augen. Ich brauche einen Moment, um wirklich zu realisieren, wo ich bin. Eine Minute vergeht, dann zwei. Ich zwinkere die Müdigkeit weg und greife nach meinem Handy, das neben mir auf der kleinen Kommode liegt. Es ist noch nicht mal 07:00 Uhr und dennoch scheint mein Körper hellwach zu sein. Das riesige Fenster neben meinem Bett ist sperrangelweit geöffnet, ein leichter Windhauch setzt die weißen Vorhänge davor in zarte Bewegung. Die Brise, die sich zwischen der kleinen Öffnung der beiden Stoffe ins Zimmer schleicht, ist angenehm warm und trägt den salzigen Duft des Meeres mit sich. Ein Duft, der mir unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich schließe noch ein letztes Mal die Augen, bevor ich meine Beine aus dem weichen Bett schwinge. Ruhig atme ich ein und aus – es ist alles, was ich die nächsten Momente höre und wahrnehme. Und dann geht es los.

Mit einem Ruck öffne ich die große Balkontür, lauwarme Luft kommt mir entgegen. Trotz der Uhrzeit ist es bereits auffällig warm – ein weiterer Grund, sich nicht mehr in der Dunkelheit des Schlafzimmers zu verstecken. Auch wenn ich nur wenige Stunden Schlaf abbekommen habe, so bleibt mir dennoch nichts anderes übrig, als  meinen Bikini zu schnappen und den nackten Fuss auf die noch kühlen Bodenplatten zu setzen. Zu einladend ist die Landschaft, die mich umgibt. Zu verführerisch der Anblick, der sich mir bietet. Ein Schritt, zwei Schritte und ich stehe am tiefblauen Pool. Wieder ein Lächeln und das befreiende Gefühl der Leichtigkeit, welches mich von ganz tief drinnen erfüllt. Ein Gefühl, das ich im ganzen Körper spüren kann – ein Kribbeln bis in die Fingerspitzen. Ich hole tief Luft, schließe die Augen. Und springe.

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Wenige Sekunden später tauche ich wieder auf und durchbreche so erneut die glasklare Wasseroberfläche. Ich schnappe nach Luft – voller Freude auf das was ist und was noch kommt. Mein Strahlen nimmt kein Ende, das Kribbeln wird stärker und ich werde rastlos, brauche Bewegung. Nach einer kleinen Ewigkeit im Wasser zieht es mich zurück ans Land, absichtlich lasse ich mir Zeit beim abtrocknen – die Sonne wärmt meine Haut und ich genieße jeden einzelnen, leuchtenden Strahl. Mein Blick schweift zurück ins Haus, auf den riesigen Holztisch in der Mitte des Wohnzimmers, wo auch mein Laptop seinen Platz gefunden hat. Seit Tagen – gefühlten Ewigkeiten – ist er geschlossen, das Akkuladegerät liegt noch eingewickelt im Koffer. Normalerweise ein Grund für mich, unruhig und nervös zu werden – immerhin weiß ich, dass Tag für Tag die Liste mit den Aufgaben länger wird, der Blog stillsteht. Aber jetzt und hier macht es mir nichts aus. Jetzt zählt das Leben 1.0.

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Den restlichen Morgen verbringe ich ganz entspannt mit einer Tasse Kaffee und einem gemütlichen und vor allem ausgiebigen Frühstück. Während die Insel nach und nach zum Leben erwacht, packe ich meine Sachen für den Strand und schnappe mir meine Liebsten – und den Sonnenschutz, nicht zu vergessen. Auf dem Weg dorthin wird die Gegend erkundet, heimische Läden durchforstet und das eine oder andere Restaurant näher begutachtet – für den sicheren Fall der Fälle, dass der Hunger sich meldet. Und dann vergehen Stunden – Stunden im türkisblauen Meer, am sandigen Strand, im schützenden Schatten, zwischen den Seiten eines spannenden Romans und hin und wieder auch in der Traumwelt. Die Zeit vergeht und scheint doch still zu stehen. Es ist perfekt.

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„Reisen bedeutet für mich vor allem Eines: Freiheit in Perfektion. Egal ob es sich um einen Städtetrip, ein Abenteuer in der Wildnis, eine kulinarische Erkundung oder – wie in der letzten Woche – einen gemütlichen Strandurlaub, ein digital Detox, handelt. Das Fernweh ist immer da, manchmal etwas mehr im Hintergrund, immer öfter geht es mir jedoch direkt unter die Haut und schreit nach Befriedigung. The world is a book and those who don’t travel read only one page. Und ich möchte alle Werke dieser Welt lesen.“

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Dieser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade „Was bedeutet Reisen für dich?“ entstanden. Gestern waren Living the Beauty & Msiemund an der Reihe, morgen geht es bei Underclass Hero und Chamy travels weiter! Alle Beiträge zu dieser Themenwoche findet ihr hier:

MONTAG: Terrorpüppi & Kermitchens Welt // DIENSTAG: Living the Beauty & Msiemund // MITTWOCH: Anna Nikabu & C over the top // DONNERSTAG: Underclass Hero & Chamy travels // FREITAG: 5 p concept & Lavender Province // SAMSTAG: Windhuber & Weibi // SONNTAG:  Noirin & Lyra & Süchtig nach

 

 Was bedeutet Reisen für dich?

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6 Comments

  • 2 Jahren ago

    Ach… wieder so ein typischer Denise-Text! <3 Ich hatte ja gehofft, dass von dir sowas in der Art kommt und ich wurde nicht enttäuscht. Ich liebe deine Kolumnen-Texte!!!

    • 2 Jahren ago

      ahh wie lieb Carmen! Danke, dass freut mich extrem! :))

  • 2 Jahren ago

    Toller Text! Hätte jetzt noch eine Zeit lang weiterlesen können… :)

  • Jörg
    2 Jahren ago

    Sehr schöner Text! wirklich toll geschrieben!

  • 2 Jahren ago

    Wow Denise – der Text ist soooo wunderschön.. das vollkommen Arge ist: ich kann grad richtig den Duft nach Sonnencreme reichen.. dabei sitze ich im Büro, weit weit weg von Sonnenstrahlen & Freiheit :D

    Alles Liebe, Katii

    • 2 Jahren ago

      Ich glaub, ein schöneres Kompliment kann man gar nicht bekommen – vielen lieben Dank!!! <3

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