Mit Ölz zum Meisterbäcker

Gebannt starre ich auf das erleuchtete Glas vor mir. Ich spüre die davon ausgehende Wärme auf meiner Haut, rieche den köstlichen Duft, der bereits den ganzen Raum einnimmt und sehe, wie der flüssige Teig in der Form eine festere Konsistenz annimmt. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu nehmen und dennoch spüre ich imaginäre Schweißperlen auf meiner Stirn. Ich bin skeptisch. Aus gutem Grund. Das, was in diesem Backofen vor sich hinarbeitet, ist bereits der 2. Versuch einen essbaren Kuchenboden herzustellen und mir rennt langsam die Zeit davon. Ein weiterer Blick auf die Uhr, dann wieder zurück auf den werdenden Kuchen.

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Goldener Herbst im Ländle

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann der Herbst das letzte Mal so bunt, so kräftig und so wunderschön war, wie er sich dieses Jahr schon seit ein paar Wochen bei uns präsentiert. Es war immer die schaurige Kälte, der dunkle Frost, der Grund dafür, weswegen ich bisher immer etwas abgeneigt von den letzten Monaten des Jahres war. Meist haben wir generell den hochgelobten und gefeierten Herbst übersprungen, sind gleich zum nassen und frierenden Winter über, ohne großes Trara und Tamtam.  Aber dieses Jahr ist es anders – dunkles Blutrot, sattes Orange, leuchtendes Gelb umgeben uns und zwischendurch strahlt auch noch das eine oder andere grüne Blätterkleid hindurch. Dazu kommt, dass sich beinahe täglich die Nebelfelder im Laufe des Vormittags lichten und den warmen Sonnenstrahlen Platz machen. Wir werden also bis zum geht nicht mehr verwöhnt derzeit und wenn ihr mich fragt, sollten wir das ausnutzen und jede freie Minute die nur geht in dieser bunten Herbstoase vor der Tür verbringen und uns weiter verwöhnen und berauschen lassen.

 

Passend zu diesem wundervollen Herbst hab ich auch mein von Sonne, Wasser und Sommer gezeichnetem Haar von meiner liebsten Carola* in ihrem neuen Salon im 1. Bezirk in Wien pflegen und verdunkeln lassen und trage aktuell wieder einen brünetteren Schopf – und ich könnte glücklicher darüber nicht sein! Nicht nur, dass es perfekt zur Jahreszeit passt, es unterstreicht derzeit einfach auch mein Bedürfnis nach etwas aufregendem Neuen, nach Veränderung, die aber nicht alles durcheinander bringt. Wie der aktuelle Herbst, könnte man sagen. 

goldener herbst

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*Mit freundlicher Unterstützung von CC Hairstyling

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Moving Monday #9 – Pause

ACCOMPLISHED MOVE
Auf Snapchat (c-overthetop) konnten es die Meisten von euch vielleicht genauso nicht mehr sehen wie ich: Das Umzugschaos! Eigentlich dürfte ich mich gar nicht beschweren.. Dadurch, dass unsere neue Wohnung ein Erstbezug ist, konnten wir in den letzten 2 Wochen in aller Ruhe Kisten packen, zusammenräumen und in das neue Zuhause transportieren. Und ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich dabei so effizient wie möglich vorgegangen bin – zumindest beruhigt es mich, zu wissen, das man die übrigen Möbel in der alten Behausung eigentlich an einer Hand abzählen kann – dennoch werde ich den Tag feiern, an dem wir die Schlüssel endlich abgeben können. Inzwischen ist auch schon der erste Beitrag zu Spanien online gegangen – neben zwei sommerlichen Outfits.

movinmonday-pause2PLANED MOVE
Jetzt gerade befinde ich mich im alljährlichen Heimaturlaub (der eigentlich kein richtiger Urlaub ist, sich aber aufgrund des Wetter so anfühlt! Es gibt nichts Schöneres als im Garten arbeiten und zwischendurch im Whirlpool abtauchen zu können) und während ihr diesen Beitrag lest, bin ich übrigens für ein paar Tage mit meiner besten Freundin in der englischen Hauptstadt unterwegs! Für live Updates könnt ihr wie immer auf Snapchat oder Instagram vorbeischauen. Sobald ich wieder da bin ist große Party angesagt: Meine Mama feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag und das allein ist Grund genug, das Tanzbein etwas zu schwingen, bevor es für den restlichen Sommer zurück nach Wien geht. Und dann wird hoffentlich in kürzester Zeit der Umzug erledigt sein und endlich wieder etwas mehr Ruhe einkehren – die letzten Wochen waren doch immer wieder etwas turbulenter (gelinde ausgedrückt). Der eine oder die andere hat es vielleicht auch dadurch mitbekommen, dass wieder etwas weniger Beiträge online gegangen sind, aber mich zwickt derzeit die Schreibblockade und wie ihr wisst, habe ich meine ganz eigene Methode, um diese wieder loszuwerden.

 

MOVED BY

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Wie es ist, als Dorfkind aufzuwachsen

Es ist längst nichts Neues mehr, dass ich im Herzen ein Landei bin und immer sein werde. Und es ist generell auch oft genug Gesprächsstoff – vor allem mit diesen ganzen Stadtkindern in meinem Leben, die es immer wieder faszinierend finden, welche Bräuche und Traditionen ich mitbringe oder welche von ihnen ich schlicht und einfach nicht kenne. Ein besonderer Faktor ist es natürlich, dass ich nicht von irgendwo am Land komme, sondern von einem winzigen Nicht-einmal-2000-Seelen-Dorf in Vorarlberg, das westlichste Bundesland mit all seinen Mythen und merkwürdigen Dialekten, die sonst keiner versteht.

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February Snow Girl

Wir alle wissen, dass das Wetter irgendwie verrückt spielt – der Februar erweist sich derzeit mehr als frühlingshafter, denn winterlicher Monat und wie ihr euch aber bereits denken könnt, sind mir Plusgrade im Allgemeinen immer lieber als Frost, Eis und Kälte. Aber es gab dennoch einen Tag in dieser Woche, wo ich in Vorarlberg überraschenderweise zu einer weißen Schneepracht vor dem Fenster aufgewacht bin. Innerhalb von wenigen Stunden war das Grün der letzten Tage eingenommen von einer weißen, zarten Decke aus scheinbar immerwährenden, flauschigen Schneeflocken. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, schnellstmöglichst die Treppen hinunterzuhasten, die riesigen Schiebetüren zur Terasse meines Elternhauses zu öffnen, tief einzuatmen und ein paar Minuten im Treiben der Flocken zu verbringen. Eine, zwei, drei Minuten die Augen zu schließen und spüren, wie der Schnee sich kühl und leicht auf das Gesicht legt und die Welt still steht. Lautlos und ohne große Hast, zusehen wie die Zeit stehen bleibt.

Ich geb’s zu: Am selben Abend habe ich eben jenen Schnee wieder verflucht, hatte er sich bis dahin bereits in eine matschige Schicht aus Nässe & Kälte verwandelt und auch dafür gesorgt, dass sich der asphaltierte Weg zu einem rutschigen Abenteuerpfad entwickelt hatte. Genau das ist es nämlich, was mich die Nerven im Winter kostet: Nicht dieses wunderschöne Bild einer strahlend weißen Schneelandschaft, das dir den Atem rauben kann. Nicht diese automatisch eintrettende Ruhe & Stille des weißen Wunders oder diesen faszinierenden, unaufdringlichen Laut, der nur dann entsteht, wenn man durch eine frisch gefallene Schneedecke stapft. Sondern diese kläglichen Überreste, wenn der Zauber vorbei ist. Der nasse Matsch, der sich hinterhältig in deinen Schuhen festsaugt und die eiskalten Finger und Zehen, die sich nur vor einem gemütlichen Feuer oder einer Heizung wieder erwärmen lassen. Ich bin also definitiv und ohne jeden Zweifel Pro Schneezauber, aber Contra Grauer Matsch. Fall abgeschlossen. Zumindest für dieses Jahr.

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