When we met

Es war der vierte Becher Kaffee, den ich mir an diesem Tag holen wollte und die Uhr zeigte bereits nach 19:00 Uhr an. Durch die spätere Stunde war der Coffeeshop an der Ecke wie leer gefegt, ich war mir anfangs nicht einmal sicher, ob er überhaupt noch geöffnet hatte. Normalerweise war ich hier eher nachmittags anzutreffen, aber heute war einer dieser Tage, an dem alles nicht normal war. Mit Erleichterung erkannte ich, dass der Laden noch ein paar Minuten geöffnet hatte – ich zog an der verglasten Eingangstür und trat ein. Mein Blick schweifte wahllos durch das kleine Café – von den Barhocker-Plätzen direkt an der Glasfront, über die zwei kleineren und einzigen Tische an der Wand gegenüber davon. Trotz des großen Schaufensters und der gläsernen Tür war das Licht stets schummrig hier drinnen, die Atmosphäre immer dieselbe – leuchtend und angenehm und irgendwie geheimnisvoll. Die Dunkelheit der anfänglichen Nacht unterstrich das Ambiente nochmal auf besondere Art und Weise.

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Mein Herz klopft wie wild

Ich beiße mir unwillkürlich auf die Unterlippe und klopfe nervös mit den Fingern auf die Tastatur. So lange habe ich es hinausgezögert und vor mich hingeschoben. Viel zu lange. Immer wieder nur mein Notizbuch mit Ideen und Szenen gefüllt, aber den einen letzten ersten Schritt nie getan. Nicht etwa, weil die Zeit in den letzten Jahren gefehlt hätte – auch wenn dieses Jahr besonders stressig ist, Zeit kann man sich einteilen. Wenn man es denn will. Was hat mich also abgehalten, ein Dokument zu öffnen und den Träumen auch Taten folgen zu lassen? Weshalb regelmäßig und selbstsicher davon sprechen, wenn ich am Ende doch nur zögerte? Ich kenne die Antwort genau. Und heute, lasse ich sie einfach hinter mir – und beginne zu schreiben..

Bereits als Kind habe ich geplant, in die Fußstapfen der ganz Großen zu treten – es gab für mich nichts Schöneres, als die Vorstellung, mein eigenes, geschriebenes Wort schwarz auf weiß in einer Buchhandlung zu entdecken. Einen Traum, den ich heute noch habe. Und dennoch, nichts ging vorwärts. So oft habe ich ein leeres Dokument geöffnet, und nach einer Stunde des Anstarrens wieder geschlossen. Warum? Ganz einfach.

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Die Angst des Versagens nagte an mir. Und sie tut es noch heute – auch wenn ich inzwischen den Schritt gewagt habe (NaNoWriMo sei Dank). Dennoch: Ich werde unweigerlich nervös und unsicher, wenn ich davon spreche, ein eigenes Buch zu schreiben. Und jetzt, wo es wirklich soweit ist, wo die ersten Worte bereits geschrieben wurden, erste Betaleser ausgesucht und der Plot steht – wird es nur noch schlimmer. Wie ein kleines Schulmädchen richte ich bei der Frage danach den Blick zu Boden und schaffe es nicht wie sonst meine Frau zu stehen. Mein Herz beginnt wie wild zu schlagen und ich versuche, das Thema galant zu wechseln. Nicht, weil ich mich schämen würde, oder nicht an mich selbst glaube. Aber es ist Neuland, unbekanntes Terrain und vor allem ist es mein Baby – beinahe noch mehr als Over the top. Es will also gelernt sein, Feedback dafür anzunehmen. Aber ich bin auf dem besten Weg – ich zwinge mich beinahe zur Konfrontation. Und hoffe am Ende einfach, dass alles gut wird und ich schreibe immer weiter.

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The convenience of traveling the world

Verschlafen öffne ich die Augen. Ich brauche einen Moment, um wirklich zu realisieren, wo ich bin. Eine Minute vergeht, dann zwei. Ich zwinkere die Müdigkeit weg und greife nach meinem Handy, das neben mir auf der kleinen Kommode liegt. Es ist noch nicht mal 07:00 Uhr und dennoch scheint mein Körper hellwach zu sein. Das riesige Fenster neben meinem Bett ist sperrangelweit geöffnet, ein leichter Windhauch setzt die weißen Vorhänge davor in zarte Bewegung. Die Brise, die sich zwischen der kleinen Öffnung der beiden Stoffe ins Zimmer schleicht, ist angenehm warm und trägt den salzigen Duft des Meeres mit sich. Ein Duft, der mir unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich schließe noch ein letztes Mal die Augen, bevor ich meine Beine aus dem weichen Bett schwinge. Ruhig atme ich ein und aus – es ist alles, was ich die nächsten Momente höre und wahrnehme. Und dann geht es los.

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