Perfect Match: Paul und AEG Staubsauger

„Haart dein Hund nicht viel?“, frage ich Nina skeptisch, während ihr kleiner Zwerg gerade auf meinem Schoss schläft. Wir reden über mein aktuelles Lieblingsthema: Hunde. Beziehungsweise die Tatsache, dass in wenigen Wochen der kleine Rauhaar Jack Russell Paul bei mir einziehen wird. Ich habe tausend Fragen an Nina und generell alle, die sich Hundebesitzer nennen. „Naa, das geht echt gut. Man würde es nicht meinen, aber Rauhaar verliert viel weniger Haare als es ein Hund mit glattem Fell tut.“ Ich grinse süffisant und fast siegessicher und gebe diese Tatsache direkt an meinen Freund und meine Familie weiter und merze damit ein Vorurteil erfolgreich aus. Dachte ich zumindest.

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Quarter Life: When I was young

Die anfängliche Teenagerzeit war ganz furchtbar für mich. Zumindest ist der größte Teil meiner Erinnerungen daran, gespickt von schnell wechselnden Emotionen, Trauer und Einsamkeit. Ich war eigentlich nicht depressiv, hatte kaum keinerlei Gründe, traurig zu sein, einen großen Freundeskreis, war gut in der Schule und die beginnende Pubertät sorgte dafür, dass mein Körper langsam zu dem einer jungen Frau wurde. Nichtsdestotrotz ist es im Nachhinein betrachtet immer noch die für mich unangenehmste Zeit des Heranwachsens gewesen. Wie viele junge Erwachsene fühlte ich mich missverstanden. Nicht nur von meinen Eltern, auch von meinen Freunden und im Grunde genommen von der ganzen Welt.

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Quarterlife: Haushalt und andere Dinge + durgol Gewinnspiel

Lasst uns (wieder mal) übers Erwachsensein sprechen. Oder den versuchten Weg dorthin. Vor 6 Jahren habe ich das elterliche Nest verlassen und mich (anfangs mehr oder weniger) auf meine eigenen 2 Beine gestellt. Auch wenn ich es nicht ganz so gern tue, einfach weil es in Teenagertagen das Schlimmste und Unfairste überhaupt für mich war: Inzwischen muss ich zugeben, dass meine Eltern einen ganz guten Job dabei gemacht haben, mich zur Selbstständigkeit in Sachen Haushalt (und auch anderer Dinge) zu erziehen. Ich habe die magische, richtige Handhabung der Waschmaschine von meiner Mama gelernt, ebenso wie das Bügeln (wobei, diese Skills kann man noch nicht wirklich als perfekt bezeichnen ..). Von Anfang an mussten meine Geschwister und ich in der Küche helfen, den Tisch abräumen und zwischendurch mit dem Staubsauger durch das Haus wandern – ganz abgesehen von der Ordnung im eigenen Zimmer. Zumindest sah der Plan immer so aus und oft meistens hin und wieder haben wir uns auch brav daran gehalten (vor allem zur Weihnachtszeit ..). Nichtsdestotrotz: Es gibt Geheimnisse, die findest du aus Prinzip erst alleine heraus, oft verbunden mit dem klassischen „Learning by Doing“ oder auch aus dem einfachen Grund, dass du es schlichtweg lernen MUSST, weil sonst Chaos, Anarchie und Zerstörung entstehen könnten.

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Single Mädchen oder Girlfriend Vibe

„Du verstehst das nicht, du hast doch schon so lange einen Freund.“

Bumm. Es ist ein Schlag in die Magengrube, ohne das ich zuvor wusste, dass mich so eine Aussage auf eine verquere Art und Weise treffen könnte, aber sie tut es. Indirekt direkt und ich halte in meinem Satz inne und blicke sie verdutzt an. „Was?“ „Ja, du bist ja schon ewig nicht mehr Single gewesen, du siehst das alles einfach anders.“ Andere, verletzendere Worte hängen wie eine dunkle Wolke über uns in der Luft. Worte, die sie nicht wirklich ausspricht, die aber jeder von unserer 5-köpfigen Mädelsrunde laut und deutlich hören kann.  Es steckt eine Art Vorwurf dahinter, der Vorwurf, dass ich als Beziehungsmensch keine Ahnung mehr vom Single Mädchen Dasein habe und mir deswegen auch nicht herausnehmen kann, es zu beurteilen. „Ich will einfach meinen Spaß haben, Männer tun das doch auch“, erklärt sie weiter. „Ja, und?“

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Von gefällten Entscheidungen

Es gleicht einer Krankheit. Dieses ewige Schreiben der To-Do-Listen, das Festlegen von Punkten, Zielen und Deadlines, das ungeduldige Bedürfnis, die Zukunft auf Schwarz und Weiß zu sehen. Eigentlich bin ich kein Freund von 3-Jahres-Plänen und vorgegebenen Visionen und Träumen – vermutlich deswegen, weil ich sie nie einhalte und generell alles immer anders kommt, als man denkt. Nichtsdestotrotz, ich scheine Struktur in diesem Fall (dezent krankhaft) zu lieben. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als am Vorabend den darauffolgenden Tag zu planen; auch wenn ich mich aus Prinzip nie daran halte, weil grundsätzlich immer etwas dazwischen kommt, oder ein Punkt womöglich mehr Zeit in Anspruch nimmt als eigentlich gedacht. Und ich liebe liebe liebe es, mir am Anfang eines jeden Jahres die klischeehaften Vorsätze zu machen – es lässt mich ein neues Jahr generell motivierter und zielstrebiger in Angriff nehmen, so ungefähr bis zur 2. Jahreshälfte. Den das ist meine eigentliche Schwäche: Diese Motivation, den Biss und Ehrgeiz vom Anfang des Jahres 365 Tage lang zu halten. Aber sehen wir uns das im Detail an.

gefällten entscheidungen

Neue Orte wurden entdeckt – völlig unbekannte, wie unter anderem Andalusien, Graz und Neckenmarkt, aber auch solche, die ich bereits kennenlernen durfte, wie zum Beispiel meine große Liebe London. Ein Punkt, den ich glücklicherweise schnell streichen konnte und auch durchwegs weiterführe, wenn möglich. Mein Masterstudium habe ich pausiert – ganz offiziell – und es auch noch nicht bereut. Das Studium wartet auf mich, mein Leben nicht. Ich wollte mein Buch dieses Jahr veröffentlichen. Hier versteckt sich der größte Hund: Bis zum 6. Monat habe ich stehts Zeit und Energie dafür gehabt, mit dem Sommer ging es hier jedoch etwas bergab. Um das schleunigst wieder zu ändern, gehören die letzten 2 Wochen im herbstlichen Oktober voll und ganz meinem Herzensprojekt. Prioritäten sind in der Reihenfolge leider wieder verrutscht, wie es so oft passieren kann, aber jetzt langsam aber sicher finden sie wieder ihren Platz – aus Gründen.

Den Nachmittag für den Eyelinerstrich habe ich ausgelassen – einfach weil ich derzeit sowieso keinen trage. Ich scheiße immer noch auf’s Fitnesscenter, weil ich es immer noch sowieso nicht schaffe, auf das schlechte Gewissen verzichte inzwischen bestens. Es wird tatsächlich jeden Monat zumindest ein Buch gelesen gehört, egal ob bereits bekannt oder unbekannt. Sonntag gehört fast immer mir (und Mister T, Paul und meiner Familie). Allgemein ist nach dem großen Umzugschaos jetzt alles wieder ein bisschen organisierter, wir haben sogar wieder einen Schreibtisch und all die eingestaubten Unterlagen und Zettelwirtschaften finden nach und nach ihren Platz. Ich habe auch wieder mehr Zeit im Ländle verbracht, auch schon mit Paul – bin ja nicht umsonst Lifestyleblogger aus Vorarlberg und Wien. Die grauen Haare sind nicht geblieben, die nächste Veränderung steht aber schon an, sorry Mama. Ich versuche stets zu inspirieren, motivieren und unterstützen – hoffe ich zumindest. Erwischt: Die Bilderrahmen sind tatsächlich noch leer. Ups. Und last but not least, Over the top: Der ruhige Sommer ist vorbei. Back to Business!

2016 ist fast um – alles hat sich irgendwie verändert und ist dennoch gleich. Vielleicht einfach deswegen, weil dieses Jahr ein Jahr der Veränderungen ist und generell von Anfang an irgendetwas in der Luft lag. Da denkst du darüber nach, dass wieder keine von deinen gefällten Entscheidungen durchgezogen wurde und am Ende stellst du fest: Alles läuft so wie es soll, selbst wenn der Stillstand eintritt. Denn,  das Einzige was sich für mich persönlich seit Jahresbeginn geändert hat, ist die Tatsache, dass meine ausstehenden Entscheidungen nicht mehr ausstehend sind, kein kleiner Gedanke, kein Entzünden – mehr ein Brennen. Die Entscheidungen sind gefallen. Kein „Ich will gesünder leben“, „Ich möchte mehr Zeit für mich haben“ oder „Ich würde gerne mein Studium pausieren“ – sondern ein „Ich hab es getan“.

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