Das letzte Sommeroutfit

Ich feier den derzeitigen Herbst wie kein Zweiter – vermutlich einfach deswegen, weil er mehr an einen dezenten, leicht hitzeschwachen Sommer als einen windigen und fröstelnden Herbst erinnert und der Kälteeinbruch bisher (Gott sei Dank!) noch ausgeblieben ist. Natürlich geht es jetzt kleidungstechnisch nicht mehr ganz so freizügig wie bei 30 Grad Celsius, aber die dicken Winterjacken und gefütterten Stiefel dürfen auf alle Fälle noch in den Tiefen meines Schrankes hängen bleiben. Und das soll am liebsten bis Ende November so bleiben, wenn ihr mich fragt! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit welchem Grinsen im Gesicht ich jeden Tag den ersten Kaffee am frühen Morgen auf unserer sonnigen Terrasse genieße (und meist auch den zweiten und vielleicht dann auch den dritten) – ohne schützende Decke oder flauschigen Pullover zur Hand zu haben. Ganz im Gegenteil: Meistens muss ich den Pullover dann sogar gegen ein Shirt tauschen, weil es sonst ganz einfach zu heiß wird.

 

Eigentlich wollte ich im heutigen Post – passend zu den tollen Fotos, die die liebe Nina vor Kurzem gemacht hat, obwohl es gar nicht mein gefühlt fotogener Tag war – vom bereits vergangen Sommer schwärmen. Den Text dafür nutzen, meiner Traurigkeit Gestalt und Form zu geben oder anders gesagt einfach mal wieder ausgiebig auszuholen und über das Wetter zu jammern. Eigentlich. Denn es gibt glücklicherweise absolut keinen Grund zur Trauer. Der Wettergott meint es wirklich gut mit uns und auch wenn dieses Outfit mit Lederrock und Basic-Shirt tatsächlich das letzte Sommeroutfit im Jahr 2016 sein und bleiben wird, so lässt es sich zumindest in einer leicht abgewandelten Version mit Strumpfhosen und Woll-Cardigan tragen. Oder auch mit Basic-Pullover. Oder in gewagter Doppel-Kombination mit Lederjacke. Aber eine Konstante gibt es dabei zum Glück: die Sonnenbrille, die bleibt. Definitiv.

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Outfit – High Waist Love

Das so manch ein Einkauf gewisser Kleidungsstücke eher einer Qual gleicht, habe ich schon einmal erwähnt. Was ich in meiner Aufzählung damals aber vergessen habe sind eindeutig Shorts. Mit Shorts war ich irgendwie schon immer auf Kriegsfuss – was in erster Linie davon kommt, dass meine Oberschenkel eine meiner Schwachstellen sind. Vor allem lag es in der Vergangenheit aber auch daran, dass die meisten Shorts lange einfach immer zu knapp, kurz und irgendwie unangenehmen geschnitten waren. Sind sie natürlich teilweise auch heute noch, aber erst vor Kurzem habe ich tatsächlich (und darüber wundere ich mich heute noch) beim schwedischen Riesen einen Fund der Extraklasse gemacht: Einfach geschnitten, verdeckt ohne Probleme beide Bäckchen (auch wenn sie bei viel Bewegung leicht hoch rutscht) und ist zu meiner größten Überraschung high waist. Dabei war das ein Trend, den ich die letzten Jahre tunlichst vermieden habe, weil es meiner Meinung nach einfach irgendwie nicht für mich gemacht und meinem Zwergendasein immer noch zusätzlich den letzten Schliff verpasst hat. Seit ich dieses Goldstück jedoch zu meinem Besitz zähle, bin ich irgendwie fasziniert davon. Verknallt wie ein Teenager in der Pubertät und – unter uns gesagt – auch beinahe ein bisschen stolz, wenn ich sie trage.

 

Komplexe und Selbstzweifel hin oder her, diese High Waist Shorts haben es mir wirklich angetan und sobald die Temperaturen es zulassen, wird sie ausgepackt und ausgeführt. Entweder ganz gemütlich mit Basic Shirt, Pullover und Birkenstocks oder ich verpasse ihr wie in Spanien mit Blazer und Lippenstift einen klassischeren Touch, so wird sie zumindest im Sommer auch abendtauglich. Was meint ihr?

high waist love

High Waist Love

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*Fotos: Nina Radman

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Strolling through Càdiz

Wer eine Erkundungstour im andalusischen Càdiz plant, kann sich auf drei Dinge freuen: wunderschöne, kleine Gässchen, sehr viel frischen Fisch und alles was dazugehört und eine kühle Meeresbrise, die die 30 Grad angenehmen erträglich machen. Für die automatisch zusammenkommenden Laufkilometer empfhielt sich flaches und vor allem bequemes Schuhwerk, den Fisch können Liebhaber beinahe an jeder Straßenecke genießen und dank dem leichten Wind lässt es sich tagsüber ohne Probleme aushalten.

 

Mein persönlicher Sightseeing-Look ist perfekt für einen entspannten Sommertag in Càdiz und um die Stadt in einem ausgedehnten Spaziergang kennenzulernen. Statt wie sonst üblich auf meine Birkenstocks zurückzugreifen, habe ich mich an diesem Tag für festeres Schuhwerk und damit für meine klassichen, weißen Converse entschieden.

 

Die Latzhose von H&M habe ich bereits seit mehreren Wochen und ich konnte die warmen Temperaturen gar nicht mehr erwarten – seit ich sie zum ersten Mal getragen habe, hat sie sich zu einem meiner absoluten Lieblingsteile gemausert. Sie hat einfach etwas verspielt-freches und je nachdem, wie sie kombiniert wird, wird diese Tatsache noch mehr unterstrichen. Generell funktioniert sie eigentlich von morgens bis abends – der weiche Stoff ist angenehm leicht, verhüllt aber doch besser als ein Kleid und durch ihr allgemeines Auftreten funktioniert sie auch ohne irgendwelche aufregenden Accessoires.

Cadiz outfit Sightseeing

Cadiz outfit Sightseeing

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Fotos: Nina Radman

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Boho Beach Girl

Das Himmelszelt ist in ein tiefes und dunkles Orange getaucht, keine Wolke ist zu sehen. Es ist nie ganz still, stetig sanft und doch mit voller Kraft macht sich das Meeresrauschen im Hintergrund bemerkbar; beruhigend und aufregend zugleich. Die Wärme der untergehenden Sonne prickelt angenehm auf der Haut – wie ein schützender Kokon, der dich umschließt. Du vergisst die Welt um dich herum, wenn auch nur für ein, zwei Momente. Stehst mit geschlossenen Augen da und genießt das Leben in vollen Zügen.

 

Nicht nur, dass ich sowieso ein Sommermädchen bin, diese Jahreszeit und die dazugehörigen steigenden Temperaturen führen jedes Mal auch dazu, dass ich mich immer wieder aufs Neue verliebe: In Ethno Muster, leichte Stoffe, gemütliche Einteiler, dunkle Lippen und Goldschmuck. Und wenn ich dann wie in dieser Woche am Strand von Andalusien Zeit verbringen darf, mutiere ich sowieso komplett zum Boho Beach Girl – zumindest für einen Abend. Da stört es nicht einmal, dass meine Haut noch eher bei Alabaster als Latino einzustufen ist (wobei ich an dieser Tatsache kräftig gearbeitet habe diese Woche). Generell wage ich es zu behaupten, dass ich meinen Liebling für diesen (hoffentlich) heißen Sommer schon gefunden habe: Meinen schwarzen Jumpsuit! Perfekt und leicht mit eigentlich allem zu kombinieren, angenehm auf der Haut und ein Fliegengewicht im Koffer.

 

Auf den Lippen trage ich übrigens Dolce K von den Kylie Jenner Lipkits – angefixt von Nina, werde ich die nächste Zeit vermutlich auch die Augen offen halten, ob und wann der Shop nachgefüllt wird. Denn ich muss zugeben: Der Hype ist nicht umsonst, sie halten wirklich sehr gut (wenn man nicht gerade dutzende in Öl eingelegte Oliven nascht..), sind angenehm aufzutragen und definitiv mal was anderes, als die Farben, die ich sonst so trage. Ich gebs zu, ich bin wirklich komplett verliebt. Verliebt in den Lippenstift, verliebt in Andalusien und verliebt in dieses Boho Beach Girl Outfit.

Fotos: Nina / berriesandpassion.com

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Birkenstock Madrid – Liebe!

Ihr kennt das: Es gibt da diesen einen Song, der von jedem Radio der Stadt auf und ab gespielt wird und den ihr eigentlich absolut nicht hören und leiden könnt. Und trotzdem habt ihr ihn immer im Ohr, weil er allgegenwärtig ist und mitreißt und in Mark und Bein übergeht, egal was man macht. Ihr beteuert ständig, wie ihr mit dem Lied, dem Interpreten, der Melodie nichts anfangen könnt und dennoch; Irgenwann kommt der Moment, da wippt ihr nicht mehr nur mit dem Fuß, sondern fangt auch an den Kopf im Takt zu bewegen, leise mitzusummen und mitzugehen und dann, dann seid ihr dem Song verfallen. Im extremsten Fall mutiert das zu Beginn verachtete Musikstück zum absoluten Lieblingsdauerbrenner.

Diese Szene beschreibt ungefähr meine Birkenstock Geschichte. Ich war ihnen gegenüber von Anfang an skeptisch und war alles andere als angetan von Outfits mit Birkenstock Latschen. Aber wie das so ist, mit Dingen, die du ständig um dich und vor der Nase hast: Irgendwann fand ich sie nicht mehr ganz so schlimm. Insbesondere die Birkenstock Madrid Variante hat es mir immer mehr angetan und ehe ich mich versehen konnte, lag die Toffee Ausgabe davon plötzlich und wie von Zauberhand in meinem Warenkorb – nur, um sie mir mal genauer anzusehen, versteht sich. Seitdem sind sie meine liebsten Sommertretter! Grundsätzlich dauert es etwas, bis die Schuhe eingelaufen und angenehm zu tragen sind, aber dann werden sie zu euren Favorites der Schuhwelt: Das kann ich euch versprechen! Außerdem empfiehlt es sich, die Schlapfen eine Nummer kleiner als normal zu bestellen, da sie recht groß geschnitten sind bzw. man im Endeffekt etwas wenig Halt darin hat. Jetzt stellt sich gerade nur noch die Frage: Welche Farbe wird als nächstes bei mir einziehen?

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