Snapchat Tipps, Tricks & Hacks

„Kannst du mir bitte Snapchat erklären? Warum macht man das? Wie mach ich das? Und woher krieg ich den Filter mit der Regenbogen-Kotze?“ Snapchat ist und bleibt (derzeit) ein Phänomen in Österreich, vor allem bei der Generation Ü30 – dabei ist das Phänomen meiner Meinung nach gar nicht so schwer zu verstehen.

 

Warum Snapchat erfolgreich ist: Das das Leben 2.0 Fake und vieles auf Instagram und auch Facebook inszeniert sein soll, ist für die meisten nichts Neues. Man könnte meinen im 6-Monats-Takt kommt eine neue Schockmeldung von einem bekannten Influencer, dass bei allem der Schein trügt – trotzdem nimmt die Begeisterung von Instagram & Co nicht ab (was meiner Meinung nach auch gut ist, generell könnte man es ja einfach mit dem „echten“ Leben probieren, statt alles zu inszenieren). Snapchat hat etwas geschafft, woran andere soziale Netzwerke „gescheitert“ sind: Es zeigt den Blick hinter die Kulissen, die ungeschminkte Wahrheit und nimmt den User live mit auf den Weg. Blogger lieben es, weil es authentisch ist, Firmen stehen inzwischen darauf, weil es eine junge Zielgruppe anspricht und derzeit in ungeahnte Höhen schießt.

snapchat-tipps-overthetop2Wie Snapchat funktioniert: Snapchat ist im Endeffekt ein Messenger. Über die App können Bilder, Videos & Nachrichten verschickt und geteilt werden – entweder privat unter deinen Kontakten oder öffentlich in „My Story“. Das Vergnügen ist aber nur von kurzer Dauer: Private Nachrichten können nur einmal angesehen werden und öffentliche „Geschichten“ sind nur 24 Stunden einsehbar. Dazu kommt, dass man als Absender auch darüber informiert wird, wenn ein Snap gescreenshotet oder überhaupt angesehen wird. Jedes Video kann maximal 10 Sekunden lang dauern (Achtung: Anfang & Ende werden dabei gern abgeschnitten und Wörter so verschluckt) und auch bei den Bildern kann man max. 10 Sekunden für die Ansicht einstellen. Manche mögen die App als kompliziert einstufen und derzeit wird sie vor allem von einem jüngeren Publikum genutzt, aber eigentlich ist sie sehr einfach aufgebaut: Beim Öffnen der App bist du sofort im Kamera-Modus, mit einer Menüleiste oben und unten. Oben kannst du (von links nach rechts) den Blitz ein- und ausschalten, über den Geist das Menü aufrufen und die Kamera wechseln. Unten siehst du (von links nach rechts) deine privaten Snaps, den Auslöser (ein Klick: Foto, mit dem Finger draufbleiben: Video) und die Storys (den öffentlichen Part von Snapchat). Im Geist-Menü siehst du deinen Snap-Code, deinen Benutzernamen, deine Freunde/Fans sowie die Trophäen und die Einstellungen. Adden kannst du andere übrigens eben über jenen Snap-Code (einfach mit der Kamera drüber fahren und im Bild länger auf den Code drücken, auslösen ist nicht nötig) oder über den Benutzernamen („Freunde adden“). Die berühmten Filter erreicht ihr zum einen, wenn ihr im Kamera-Modus länger auf euer/ein Gesicht drückt – so erkennt Snapchat die Züge und zeigt euch gleich alle verfügbaren Filter an. Oder wenn das Bild/Video aufgenommen wurde, durch hin- und herwischen (hier handelt es sich aber um die Geo-Filter, usw.). Wenn ein Snap aufgenommen wurde, kann man übrigens auch einen Text dazugeben (einfach einmal ins Bild klicken), den Zeichnenmodus oben ganz rechts verwenden oder Emojis einfügen. Habt ihr euren Snap aufgenommen, könnt ihr unten links die Zeit einstellen, den Snap auf eurem Gerät speichern, ihn direkt in die öffentliche (!) Story posten oder über den Pfeil ganz rechts an ausgewählte Kontakte schicken. Ansonsten ist und bleibt Snapchat vor allem ein „learning by doing“ und generell solltest du der App definitiv etwas Zeit geben, dich zu überzeugen – der erste Eindruck kann trügen.

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Wieso ich Snapchat so gern mag: Ich war schon immer ein Fan von den sogenannten Follow Me Around-Videos auf Youtube. Wenn ich eine Person gerne mag bzw. sie mir generell sympathisch ist, interessiert mich auch, wie sie ihren Alltag erlebt und Snapchat ist für mich im Endeffekt genau das: Tägliche Follow Me Arounds, ohne großes Drumherum und Schneiden/Hochladen/Vorbereiten. Und auch aus der Sicht des Bloggers mag ich es vor allem deswegen – es ist irgendwie einfach gemütlicher, du kannst mit Lesern noch leichter in Kontakt treten und hier kümmert sich eigentlich keiner darum, ob der Filter jetzt zu deinem Feed passt oder nicht. Meine derzeitigen liebsten Snapchatter sind Nina (berries-passion), Mara (stadtmaerchen), Jessica Alba (jessicamalba), Anna (hey_annafrost), Jenna Dewan-Tatum (jennaldewan) und Farina (novalanalove).

 

Snapchat Tipps und Tricks: Ein weiterer Grund, wieso Snapchat vielleicht (vielleicht auch nicht) so beliebt ist derzeit, sind die vielen Hacks, die im Umlauf sind und entdeckt werden können. Das beginnt mit einfachen Dingen: Ihr könnt zum Beispiel mit einem Klick auf den „Uhrzeit-Filter“ ein Datum bekommen oder mit einem Doppelklick auf dem Bildschirm während eines Videos ganz einfach die Kamera wechseln. Um generell Akku & Datenvolumen zu sparen, empfiehlt es sich bei den Einstellungen unter „Mehr Möglichkeiten“ den Reise Modus zu aktivieren – damit werden Snaps nur dann automatisch geladen, wenn du mit einem WLAN verbunden bist. Wenn es beim Sparen wirklich um’s Ganze gehen soll, wechsle am besten in den Flugmodus: So snapst du „offline“ und kannst die ganze Geschichte erst dann hochladen, wenn wieder WLAN in der Nähe ist. Und apropo Flugmodus: Wenn du einen Screenshot machen willst, ohne dass es dein Gegenüber erfährt, musst du vorher nur genau diesen aktivieren. Gut zu wissen, aber kein Geheimnis: Du kannst Snaps auch einmalig wiederholen, aber nur direkt nach dem 1. Ansehen und ohne das Verlassen der App. Und zu guter Letzt: Es ist auch möglich, freihändig zu snappen! Dafür musst du ganz einfach auf deinem Iphone unter den Bedienungshilfen in den Einstellungen den „Assistive Touch“ aktivieren und dort eine „neue Geste erstellen“ (einfach eine Zeit lang durchgehend auf den Bildschirm tippen und die Geste dann am besten Snapchat nennen). Mit dieser kannst du dann in der App über den Butto für die Videos/Bilder fahren und voilá: Du kannst jetzt freihändig Videos aufnehmen!

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Social Media für Blogger

Wenn es etwas gibt, das neben dem eigentlichen Blog essentiell für Blogger und Bloggerinnen sein kann, sind es die verschiedenen Social Media Kanäle. Nicht nur, um die Beiträge zu verbreiten und sein Leben zu dokumentieren, sondern auch, um die eigene Kreativität noch mehr ausleben zu können. Seit jeher bin ich fasziniert von sozialen Netzwerken, weswegen ich mich schon lange intensiv damit beschäftige – seit es zu meinem Job gehört, auch besonders außerhalb der Blogosphäre. Aus diesem Grund gibt es jetzt ein paar DOs & DONTs zum Thema Social Media für Blogger.

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What you should do

Interaktion & Aktivität
Für mich persönlich ist Interaktion das Um & Auf bei sozialen Netzwerken – ich achte darauf, den Kontakt zu Fans & Followern zu pflegen – nicht nur, aber vor allem auch dann, wenn Fragen gestellt oder Lob & Kritik geäußert werden. Immerhin möchte auch ich als Follower oder Fan gesehen werden und auf Kommentare (wenn nötig) eine Antwort bekommen. Deswegen nehme ich mir (fast) jeden Abend eine halbe Stunde Zeit, meinen Feed und verschiedene interessante Hashtags durchzusehen und mit den Menschen zu interagieren und dabei auch neue Instagram-Accounts zu entdecken.

Timing
Genau wie es beim Blog selbst bessere und schlechtere Tage gibt, um einen Beitrag zu veröffentlichen, gibt es auch für Facebook & Co vorteilhafte(re) Postingzeiten. Generell hat sich für mich gezeigt, dass Beiträge morgens zwischen 08:00 und 10:00 Uhr und abends zwischen 19:00 und 21:00 mehr gesehen werden, als zu einer anderen Zeit. Das gilt aber natürlich nicht für jeden Tag: Gerade Samstag und Freitag Abend vertreiben sich eher weniger Menschen die Zeit im Internet und auch dann, wenn das Wetter nur so danach schreit außer Haus zu gehen, sind die Social Media Kanäle logischerweise weniger gut besucht. Seht euch zwischendurch mal eure Statistiken auf Facebook genauer an oder testet euch bei Instagram und Pinterest einfach mal für ein paar Tage oder Wochen durch.

Die Menge macht’s
Während es auf Facebook auch mal ok ist, mehr als 3-4 Beiträge am Tag zu veröffentlichen (wobei auch das eher eine Ausnahme bei Bloggern ist, im Gegensatz zu Magazinen und Printmedien, die tagesaktuell berichten wollen & müssen), sind für Instagram meiner Meinung nach 3 Postings das absolute Maximum – und dann bestenfalls morgens, mittags & abends. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regeln, dennoch habe ich selbst als Follower schon bemerkt, dass ich von zu viel Content schnell auch mal genervt sein kann. Deswegen ist es auch ok, wenn mal einen Tag nichts kommt.

Roter Faden
Es ist kein Geheimnis mehr, dass ein „stimmiger“ Feed besser ankommt, als ein chaotisch durchgewürfelter. Derzeit zeigt sich auch immer noch ein gewisser Trend zu den cleaneren und hellen Accounts. Dennoch finde ich persönlich es wichtig, sich nicht komplett für einen Instagram-Account zu verstellen – ich zum Beispiel bin selbst nicht gerade ein riesiger Fan von „weißen“ und hellen Feeds, deswegen sieht mein Instagram-Profil auch nicht so aus. Es ist mir aber trotzdem wichtig, dass alle Bilder einen gewissen „roten Faden“ haben und der Feed & Stil „passt“ und das erreicht ihr schon mit ein paar einfachen Schritten: Entscheidet euch wenn möglich für einen Filter (Stichwort VSCO), achtet auf eine angenehme Mischung was den Inhalt angeht (egal wie toll sie ist, ich würde nie direkt nacheinander Bilder einer Pizza posten) und bearbeitet eure Bilder generell immer auch ähnlich vom Kontrast, der Helligkeit und der Temperatur her. Übrigens: Auch wenn es nicht so wichtig ist, wie beispielsweise auf Instagram: Auch auf Facebook macht ein roter Faden Sinn. Hier betrifft das jedoch eher die Tonalität, den Auftritt selbst und eher allgemein den Content.

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What you shouldn’t do

Follow for Follow/Fans kaufen
Es ist ein leidiges Thema, aber immer noch ein aktuelles. Ich kenne gefühlt zigtausend Instagramprofile und Facebookseiten, bei denen klar ersichtlich ist, dass Follower & Likes entweder gekauft oder durch ein sogenanntes #follow4follow „erarbeitet“ wurden. Zum einen ist es meistens ziemlich offensichtlich und zum anderen führt es bei mir auch automatisch dazu, dass ich die Arbeit dieser Person nicht mehr ganz so ernst nehmen kann. Follower sind nicht alles im Leben.

Gleicher Content, anderer Kanal
Ich habe das Thema schon einmal kurz angeschnitten: Nicht jeder Content funktioniert auf jedem Kanal. Ja, Instagram ist eine schöne, eher oberflächliche Welt. Facebook muss nicht ganz perfekt und darf oft auch witziger & sarkastischer sein. Snapchat zeigt die Welt hinter den anderen sozialen Netzwerken und eigentlich alles aus dem Alltag, was sonst nirgendwo passt. Pinterest ist der Kanal für Ideen, DIY, Rezepte und Inspirationen. Jedes bekannte Netzwerk unterscheidet sich irgendwie vom anderen und bedient eine andere Zielgruppe – also macht es auch Sinn, den Content zu selektieren.

Jeden Kanal bedienen
Das heißt aber wiederum auch, dass nicht jeder Kanal von euch bedient werden muss. Gerade Snapchat zeigt sehr gut auf, dass es manchmal auch sinnvoller ist, auf ein Soziales Netzwerk zu verzichten. Zum einen wird hier vor allem eine jüngere Zielgruppe angesprochen und zum anderen muss man auch der Typ sein, der gerne sein Leben nicht nur in Bildern, sondern auch in Videos dokumentiert. Was ich persönlich jedem rate, ist, mindestens eine Facebook-Seite zu haben (und zu füllen) und je nachdem auch ein Profil auf Instagram und/oder Twitter – selbst wenn es nur darum geht, gefunden zu werden und die Suchenden damit auf den Blog weiterzuleiten.

Hashtags
Ja, es kommt auch vor, dass ich Hashtags auf Facebook benutze – aber eigentlich nur dann, wenn es vom Kontext und Stil her passt. Auch wenn der Grundgedanke der Hashtags auf Facebook eigentlich Sinn macht, wurden sie vom Publikum einfach nicht angenommen und somit ist eigentlich auch die Nutzung hier eher unnötig. Auf Instagram dagegen gleichen Hashtags einem riesigen Schatz und das ist unter anderem auch der Grund, weswegen ich diese Plattform so liebe – ihr könnt Content aus der ganzen Welt entdecken und auch euren verbreiten. Und ja, es sollen und dürfen hier jede Menge Hashtags genutzt werden, aber man sollte sich dennoch auch darüber im Klaren sein, dass ein Posting, dass nur aus dutzenden Hashtags besteht, nicht schön anzusehen oder gar „authentisch“ ist. Was ich deswegen hier gerne mache: In der Beschreibung verwende ich maximal 5-10 Hashtags, die auf den Beitrag zugeschnitten sind. Und im 2. Kommentar poste ich dann nochmal 5-10 allgemeinere, damit der Content auch besser gefunden wird – meine Liebsten sind hier zB #austrianblogger, #igersvienna oder auch #liveauthentic.

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Geld verdienen mit dem Blog

„Versuch es dir ähnlich wie bei einem Magazin vorzustellen – nur, dass ich mein eigenes Medium bin. Ich bin an keine Blattlinie gebunden, kann eigentlich immer über Themen schreiben, die mich interessieren und bewegen und bin am Ende nur mir selbst Rechenschaft schuldig“, versuche ich es zu erklären, so dass es auch wirklich Sinn macht. „Das bedeutet aber auch, dass ich nicht nur schreibe (was ich am liebsten würde), ich fotografiere, editiere, promote, verhandle und irgendwann zwischendurch sollte dann auch die Buchhaltung gemacht werden.“

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Best of 2015

Jedes Jahr dieselbe Leier: Wenn die übergroße Deadline aus der Ferne plötzlich in greifbare Nähe tritt, ist es, als ob ein dunkler Schatten sich über den Alltag ausbreitet. Das schleichende Gefühl, dass dir die Zeit davon rennt ist auf einmal omnipräsent – selbst wenn in Wahrheit alles seinen geregelten Gang geht, das Jahresende läutet stets die stressigste Zeit des Jahres ein. Zumindest fühlt es sich so an. Und dieses Ende geht generell auch immer Hand in Hand mit meiner ganz persönlichen Rekapitulation: Was habe ich geschafft? Woran bin ich gescheitert? Mit welchem Gefühl beende ich den letzten Monat von 2015 und was möchte ich anders machen? Eine Tatsache, die zugleich anstrengend, aber auch befreiend und notwendig ist. Ich kreiere meine persönliche Bestenliste und versuche gleichzeitig aus Fehlern und unangenehmen Situationen zu lernen. Zumindest versuche ich es. Jedes Jahr auf’s Neue – hin und wieder auch mit Erfolg.

Und auch ihr habt dieses Jahr eure Bestenliste auf Over the top gekürt, und das Schönste daran: Es sind die Beiträge bei euch am beliebtesten gewesen, die auch mir ein richtig gutes Gefühl gegeben haben und die Kategorie Kolumne steht bei euch ganz oben. Ich geb’s zu, als ich das gesehen habe, hat es mir unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

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Ja, ich bin immer noch faul – dieses Jahr lässt sich nicht gerade als sportlich abstempeln, aber ich war wie ihr wisst noch nie der übereifrige Sportler und deswegen ist es auch nie Priorität. Dennoch hab ich sie: Meine ganz persönlichen Fitness-Tipp für Faule. Also, für mich. Und generell versuche ich mich immer daran zu halten. Na gut, das mit der Treppe lasse ich hin und wieder aus.

Oh wenn ma’s ma sus ned ahört, dass i eigentlich us Vorarlberg kum und oh so red: I lieb da Vorarlberger Dialekt und mi Herz hupft oh immer, wenn i mitten in Wien stand und plötzlich wird mitm Luft a Gspröch umatreit vu Gsiberger, die grad in da Nöhe sind. Und nachdem das erste Video zu How to Speak Gsi online gegangen ist, weiß ich jetzt, dass auch ihr Fan vom Vorarlberger Dialekt seid – und es ist noch mehr geplant, keine Sorge.

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Und wie ihr wisst, gehört meine Heimat eher zur ländlichen Region – genauer gesagt wohne ich sogar in einem kleinen Dorf, wo nicht mal alle Vorarlberger wissen, wie sie dort genau landen. Man kann mich also tatsächlich als Landei bezeichnen und der Umzug in die große Hauptstadt Wien war deswegen etwas ganz Großes für mich – und die Stadt ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen.

Bedeutet auch, dass ich doch des Öfteren zwischen West & Ost pendel und viele von euch haben mich immer wieder mal gefragt: Wie kannst du dir den Flug leisten? Du bist doch Studentin, oder nicht? Wie, wo, was habe ich deswegen zusammengefasst und den einen oder anderen Tipp für den Weg von Wien nach Vorarlberg (und retour) gegeben.

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Und erst vor wenigen Wochen ist mir dann auch klar geworden: Ich bin alt geworden und versuche mit dem ganzen Drumherum klar zu kommen, ohne den Kopf und das Kind in mir zu verlieren und doch mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen – klassische Quarterlife Crisis? Denkste.

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7 Tipps für Blog-Anfänger

Ich war aufgeregt, nervös und nicht mehr zu bremsen. Also tat ich etwas Unerwartetes und vor allem Ungeplantes: Ich eröffnete einen Blog.

Im Endeffekt dauert es keine 5 Minuten einen Blog zu eröffnen. Ein paar Klicks, eine Email-Adresse und wenige Augenblicke später kannst du deinen ersten Beitrag schreiben. Genauso war es bei mir – erst im Nachhinein habe ich mir wirklich Gedanken zu Layout, Design & Fotos gemacht. Und das war genau richtig – zumindest für mich. Immer öfter bekomme ich Emails und Nachrichten, lese Kommentare dazu und höre mir die unnötigen Sorgen diesbezüglich an: „Für gute Fotos brauche ich eine Spiegelreflexkamera!“, „Wo finde ich das perfekte Design?“, „Was kostet eine Domain?“, und und und. Die Hemmschwelle einen eigenen Blog zu kreieren scheint mir von Tag zu Tag größer und meine Antwort wird dennoch am Ende immer dieselbe sein: Mach es einfach. Jetzt sofort. Leg los und hör auf, dir Gedanken über solche Dinge zu machen. Denk einfach nicht darüber nach. Und wenn die erste Hürde genommen wurde (die Email und die paar Klicks), dann folgen noch 7 weitere Tipps für Blog-Anfänger.

 

Mach es aus Leidenschaft.
„Du bekommst Geschenke dafür? Zu diesem Event wurdest du eingeladen? Diese Reise ist gesponsort?“ – Leider gibt es (zu) viele, die aus den falschen Gründen einen Blog starten und glücklicherweise geben diese auch genau so schnell wieder auf. Ein Blog bedeutet Arbeit – zusätzlich zu deinem Job, deinem Studium und deinem Social Life steckst du ab jetzt auch mehrere Stunden in dein neues Medium. Warum? Weil du es gern tust. Das geschriebene Wort, die Fotografie oder das Teilen deines Outfits ist dein Hobby – eine Leidenschaft, die du gerne mit der Welt teilen möchtest. Und das ist genau das Entscheidene, um einen Blog zu starten und erfolgreich zu führen: Die Leidenschaft.

 

Hör auf dir Sorgen zu machen!
Du folgst schon länger den großen Blogs dieser Welt, bei denen jedes Bild, jeder Instagrampost, jeder Text im Beitrag einfach perfekt erscheint. Das Konzept ist stimmig, die Farben passen und den Header gibt es kein zweites Mal im WWW. Und du willst das auch – verständlich. Aber umso länger du dir den Kopf zerbrichst, wie du deinen Auftritt planst, umso mehr verlierst du dich darin. Und dazu kommt, dass du auch Gefahr laufen kannst, am Ende zu sehr von deiner Muse inspiriert zu werden. Inspiration ist großartig, aber die Grenze zur Copycat kann dabei sehr leicht überschritten werden.

 

Blogger oder WordPress?
Hier mögen sich die Geister scheiden, aber ich sage: Blogger. Zum Einstieg, der meist ohne großartige Erfahrung erfolgt, würde ich immer wieder die Plattform Blogger wählen. Es ist nicht nur kostenlos, sondern bietet auch jede Menge Möglichkeiten und inzwischen gibt es auch eine Vielzahl an fertigen Themes für Blogger. Ich persönlich habe WordPress.com nie getestet, aber auch selten richtig Gutes davon gehört – vor allem der Umzug zu WordPress.org soll scheinbar ein Graus sein. Für einen Umzug von Blogger zu WordPress gibt es zahlreiche Tutorials zu finden und im Nachhinein kann ich sagen: Eigentlich ist es ein Klacks.

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Copy Paste Love.
Hilfreich während meiner Zeit bei Blogger.com war mir übrigens die Seite Copy Paste Love – im Grunde genommen habe ich alles, was ich selbst irgendwie im HTML gebastelt und verändert habe von dort und ich kann diese Seite wirklich jedem weiterempfehlen. Neben Design-Sachen gibt es auch viele 101 Tipps allgemein zum Thema Bloggen, Fotografie und mehr! Generell kann ich euch auch ans Herz legen, bei Problemen nicht gleich nervös zu werden – Google hat mir bis jetzt immer geholfen, auch wenn es etwas länger dauert als bei einem Profi. Genial und hilfreich sind auch diverse Gruppen auf Facebook – einfach mal die Suchfunktion nutzen und nicht vergessen: Durchatmen, jedes Problem lässt sich irgendwie lösen.

 

Schritt für Schritt ins Glück.
Mehr oder weniger eine Zusammenfassung darüber, was ich schon die letzten Punkte versuche näher zu bringen: Dein Blog muss nicht von Anfang an Perfektion schreien. Mein Blog heute hat im Grunde genommen gar nichts mehr mit dem von 2012 oder auch 2013 zu tun – so wie ich mich weiterentwickelt habe, hat es auch Over the top getan. Vielleicht stolperst du beim nächtlichen Online-Shopping-Wahn auf das Design, das du immer gesucht hast oder während du abends auf der Couch gammelst, überkommt dich die Idee für deine nächsten Outfit-Fotos. Gut Ding braucht Weile! Das gilt auch für Follower auf Social Media Kanälen: Bitte lasst die Finger von gekauften Likes, #follow4follow & #like4like und nutzt euer Geld nicht für Facebook-Promotion, wenn ihr euch mit der Materie nie richtig beschäftigt habt – es ist rausgeschmissenes Geld und im Grunde genommen auch peinlich, wenn bei tausenden Followern einfach die passende Interaktion fehlt.

 

Zahlen bitte!
Grundsätzlich müsst ihr wissen: Instagram Follower sind nicht unweigerlich Blog-Leser, Facebook Fans folgen dir nicht auch auf Youtube und wenn du dich zu sehr auf solche Zahlen fixierst, wirst du irgendwann unglücklich werden. Das gilt auch für Statistiken! Früher habe ich fast täglich meine Statistiken auf Google Analytics gecheckt (die von Blogger könnt ihr leider nicht für voll nehmen) und wenn eine gewisse Zahl nicht erreicht wurde, weil ich aus Zeitgründen länger nichts gepostet habe, wurde ich beinahe verrückt und hab versucht irgendwie noch einen Blogbeitrag rauszuquetschen. Ihr könnt euch vorstellen, wie gut diese Beiträge dann waren. Inzwischen schau ich mir meine Zahlen eigentlich nur dann an, wenn sie gefragt sind bzw. alle paar Wochen einmal – denn was (wie bereits erwähnt) zählt, sind nicht wie viele Menschen deine Worte lesen, sondern mit welcher Begeisterung du sie geschrieben hast.

 

Stay true to yourself!
Etwas, dass nicht oft genug wiederholt werden kann: Bleib wie du bist, verstell dich nicht des möglichen Profits wegen und schlüpf nicht in Schuhe, die drücken und zwicken. Mach das, was dir gefällt und sei nicht die 239. Kopie von Chiara, Kristina oder auch Zoe(lla). Die Menschen, die deine Beiträge lesen und dir folgen, machen es aus einem einfachen Grund: Sie lieben und lesen gerne, was DU machst.

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