Social Media für Blogger

Wenn es etwas gibt, das neben dem eigentlichen Blog essentiell für Blogger und Bloggerinnen sein kann, sind es die verschiedenen Social Media Kanäle. Nicht nur, um die Beiträge zu verbreiten und sein Leben zu dokumentieren, sondern auch, um die eigene Kreativität noch mehr ausleben zu können. Seit jeher bin ich fasziniert von sozialen Netzwerken, weswegen ich mich schon lange intensiv damit beschäftige – seit es zu meinem Job gehört, auch besonders außerhalb der Blogosphäre. Aus diesem Grund gibt es jetzt ein paar DOs & DONTs zum Thema Social Media für Blogger.

social media fuer blogger

What you should do

Interaktion & Aktivität
Für mich persönlich ist Interaktion das Um & Auf bei sozialen Netzwerken – ich achte darauf, den Kontakt zu Fans & Followern zu pflegen – nicht nur, aber vor allem auch dann, wenn Fragen gestellt oder Lob & Kritik geäußert werden. Immerhin möchte auch ich als Follower oder Fan gesehen werden und auf Kommentare (wenn nötig) eine Antwort bekommen. Deswegen nehme ich mir (fast) jeden Abend eine halbe Stunde Zeit, meinen Feed und verschiedene interessante Hashtags durchzusehen und mit den Menschen zu interagieren und dabei auch neue Instagram-Accounts zu entdecken.

Timing
Genau wie es beim Blog selbst bessere und schlechtere Tage gibt, um einen Beitrag zu veröffentlichen, gibt es auch für Facebook & Co vorteilhafte(re) Postingzeiten. Generell hat sich für mich gezeigt, dass Beiträge morgens zwischen 08:00 und 10:00 Uhr und abends zwischen 19:00 und 21:00 mehr gesehen werden, als zu einer anderen Zeit. Das gilt aber natürlich nicht für jeden Tag: Gerade Samstag und Freitag Abend vertreiben sich eher weniger Menschen die Zeit im Internet und auch dann, wenn das Wetter nur so danach schreit außer Haus zu gehen, sind die Social Media Kanäle logischerweise weniger gut besucht. Seht euch zwischendurch mal eure Statistiken auf Facebook genauer an oder testet euch bei Instagram und Pinterest einfach mal für ein paar Tage oder Wochen durch.

Die Menge macht’s
Während es auf Facebook auch mal ok ist, mehr als 3-4 Beiträge am Tag zu veröffentlichen (wobei auch das eher eine Ausnahme bei Bloggern ist, im Gegensatz zu Magazinen und Printmedien, die tagesaktuell berichten wollen & müssen), sind für Instagram meiner Meinung nach 3 Postings das absolute Maximum – und dann bestenfalls morgens, mittags & abends. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regeln, dennoch habe ich selbst als Follower schon bemerkt, dass ich von zu viel Content schnell auch mal genervt sein kann. Deswegen ist es auch ok, wenn mal einen Tag nichts kommt.

Roter Faden
Es ist kein Geheimnis mehr, dass ein „stimmiger“ Feed besser ankommt, als ein chaotisch durchgewürfelter. Derzeit zeigt sich auch immer noch ein gewisser Trend zu den cleaneren und hellen Accounts. Dennoch finde ich persönlich es wichtig, sich nicht komplett für einen Instagram-Account zu verstellen – ich zum Beispiel bin selbst nicht gerade ein riesiger Fan von „weißen“ und hellen Feeds, deswegen sieht mein Instagram-Profil auch nicht so aus. Es ist mir aber trotzdem wichtig, dass alle Bilder einen gewissen „roten Faden“ haben und der Feed & Stil „passt“ und das erreicht ihr schon mit ein paar einfachen Schritten: Entscheidet euch wenn möglich für einen Filter (Stichwort VSCO), achtet auf eine angenehme Mischung was den Inhalt angeht (egal wie toll sie ist, ich würde nie direkt nacheinander Bilder einer Pizza posten) und bearbeitet eure Bilder generell immer auch ähnlich vom Kontrast, der Helligkeit und der Temperatur her. Übrigens: Auch wenn es nicht so wichtig ist, wie beispielsweise auf Instagram: Auch auf Facebook macht ein roter Faden Sinn. Hier betrifft das jedoch eher die Tonalität, den Auftritt selbst und eher allgemein den Content.

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What you shouldn’t do

Follow for Follow/Fans kaufen
Es ist ein leidiges Thema, aber immer noch ein aktuelles. Ich kenne gefühlt zigtausend Instagramprofile und Facebookseiten, bei denen klar ersichtlich ist, dass Follower & Likes entweder gekauft oder durch ein sogenanntes #follow4follow „erarbeitet“ wurden. Zum einen ist es meistens ziemlich offensichtlich und zum anderen führt es bei mir auch automatisch dazu, dass ich die Arbeit dieser Person nicht mehr ganz so ernst nehmen kann. Follower sind nicht alles im Leben.

Gleicher Content, anderer Kanal
Ich habe das Thema schon einmal kurz angeschnitten: Nicht jeder Content funktioniert auf jedem Kanal. Ja, Instagram ist eine schöne, eher oberflächliche Welt. Facebook muss nicht ganz perfekt und darf oft auch witziger & sarkastischer sein. Snapchat zeigt die Welt hinter den anderen sozialen Netzwerken und eigentlich alles aus dem Alltag, was sonst nirgendwo passt. Pinterest ist der Kanal für Ideen, DIY, Rezepte und Inspirationen. Jedes bekannte Netzwerk unterscheidet sich irgendwie vom anderen und bedient eine andere Zielgruppe – also macht es auch Sinn, den Content zu selektieren.

Jeden Kanal bedienen
Das heißt aber wiederum auch, dass nicht jeder Kanal von euch bedient werden muss. Gerade Snapchat zeigt sehr gut auf, dass es manchmal auch sinnvoller ist, auf ein Soziales Netzwerk zu verzichten. Zum einen wird hier vor allem eine jüngere Zielgruppe angesprochen und zum anderen muss man auch der Typ sein, der gerne sein Leben nicht nur in Bildern, sondern auch in Videos dokumentiert. Was ich persönlich jedem rate, ist, mindestens eine Facebook-Seite zu haben (und zu füllen) und je nachdem auch ein Profil auf Instagram und/oder Twitter – selbst wenn es nur darum geht, gefunden zu werden und die Suchenden damit auf den Blog weiterzuleiten.

Hashtags
Ja, es kommt auch vor, dass ich Hashtags auf Facebook benutze – aber eigentlich nur dann, wenn es vom Kontext und Stil her passt. Auch wenn der Grundgedanke der Hashtags auf Facebook eigentlich Sinn macht, wurden sie vom Publikum einfach nicht angenommen und somit ist eigentlich auch die Nutzung hier eher unnötig. Auf Instagram dagegen gleichen Hashtags einem riesigen Schatz und das ist unter anderem auch der Grund, weswegen ich diese Plattform so liebe – ihr könnt Content aus der ganzen Welt entdecken und auch euren verbreiten. Und ja, es sollen und dürfen hier jede Menge Hashtags genutzt werden, aber man sollte sich dennoch auch darüber im Klaren sein, dass ein Posting, dass nur aus dutzenden Hashtags besteht, nicht schön anzusehen oder gar „authentisch“ ist. Was ich deswegen hier gerne mache: In der Beschreibung verwende ich maximal 5-10 Hashtags, die auf den Beitrag zugeschnitten sind. Und im 2. Kommentar poste ich dann nochmal 5-10 allgemeinere, damit der Content auch besser gefunden wird – meine Liebsten sind hier zB #austrianblogger, #igersvienna oder auch #liveauthentic.

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11 comments

  1. Hallo!
    Toller Beitrag. Hab Instagram erst vor wenigen Wochen für mich entdeckt. Was macht es denn für einen Unterschied, wenn ich die Hashtags nicht alle im Beitrag poste sondern einen Teil in den Kommentaren? Die Leute sehen dann ja trotzdem, dass man viele Hashtags benutzt hat :D

    Liebe Grüße,
    Julie

    1. Hallo!
      Danke :) Das ist natürlich persönlicher „Geschmack“ aber, wenn ein Kommentar von jmd dann kommt, „verschwindet“ dieses Hashtag-Kommentar unter „mehr Kommentare anzeigen“ und ist beim Scrollen nicht sichtbar. Und ich persönlich mag es eben, wenn die Caption selbst nicht zu überladen ist :)

  2. Hallo meine Liebe,

    ich finde diesen Beitrag sehr hilfreich, vorallem für angehende Blogger wie mich.
    Ich find das auch super, dass du bei Instagram deinem Stil treu bleibst, denn ich muss ehrlich sagen, dass mich diese hellen & cleanen Instagramaccounts eher abschrecken als anziehen haha

    love
    xx Jess

    http://www.goldenvibes.de

  3. Der Beitrag gefällt mir richtig gut, weil ziemlich deutlich wird, wie wichtig Social Media Kanäle für Blogger sind. Ich treibe mich auch am allerliebsten auf Instagram herum – ich liebe die Plattform einfach! :) Eine Facebook-Seite für meinen Blog steht noch aus, die soll aber im Mai auch endlich enstehen.
    Liebste Grüße
    Andrea von http://www.chapeau-blog.de

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