Der Sherlock

Es gibt vermutlich kein frustrierenderes Fandom als das von Sherlock. Inzwischen gibt es von der BBC-Serie zwar bereits 4 Staffeln, die bestehen jedoch nur aus je 3 Folgen und das Frustrierendste von all dem: Zwischen den Ausstrahlungen der einzelnen Staffeln liegen immer etwa 2 Jahre. 2 ganze Jahre. Das sind 730 Tage, in der man die Serie gefühlt 50x re-watchen könnte und dann aber immer noch auf neue Folgen warten müsste. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: Frustrationslevel hoch 1000. Nichtsdestotrotz: Es ist das Warten wert. Jede einzelne Minute, jeder Dialog, jeder scheinbar unlösbare Fall. Benedict Cumberbatch ist einfach immer ganz großes Kino, vor allem in seiner vielschichtigen und undurchschaubaren Rolle als Sherlock Holmes im London der Gegenwart.

„Shut up everybody, shut up! Don’t move, don’t speak, don’t breathe, I’m trying to think. Anderson, face the other way, you’re putting me off.“ – Sherlock

Deswegen ist es vielleicht auch kein Wunder, das der gefühlt ewig andauernde Auftakt der 4. Staffel gebührend gefeiert werden musste! Aus diesem Grund haben Mara und ich ganz einfach beschlossen, uns einen ganzen Tag nur mit Sherlock und allem was dazu gehört zu befassen: Von kulinarischen, britischen Feinheiten, die Moriarty Mara in Form von Tikka Masala und Zitronenmohnkuchen in der Küche gezaubert hat, über das britische Nationalgetränk, welches mir bis dato lustigerweise unbekannt war, bis hin zu allen Folgen der heiß erwarteten neuen Staffel von Sherlock. Letzteres hat uns – Mara und mich – übrigens recht unschlüssig zurückgelassen. Zum einen war es großartig. Großartig, die Charaktere wieder auf der Leinwand zu sehen. Großartig, besonders in der 2. Folge die alte Magie wieder spüren zu können und in der 3. Folge auch wieder auf alte Gesichter zu treffen. Zum anderen war es schlichtweg einfach nicht mehr ganz dasselbe. Die Geschichte und Figuren haben eindeutig an Leichtigkeit verloren und besonders die finale Episode war – um es mit dem perfekten Wort einer Leserin zu beschreiben – mindfuck.

Umso genialer – und ja, definitiv fehlerlos – war der Ausflug in die britische Küche! Das Lob für Hauptgang und Dessert gebührt hier ganz klar meiner liebsten Foodbloggerin Mara und ich lege euch hiermit dringend ans Herz die beiden Sachen selbst nachzukochen. Was ihr aber noch viel eher machen solltet und was ich auch viel öfters machen sollte: Drinks kreieren! Ich geb es zu: Als wir unseren British Day planten, hatte ich noch keine Idee, was denn (abgesehen von Tee oder auch Bier) passend wäre, als flüssige Begleitung. Nach einer kurzen Recherche habe ich dann auch schon Pimm’s entdeckt. Scheinbar DAS Nationalgetränk der Briten – vom Geschmack eher bitter, ähnlich wie Aperol oder auch Ramazzotti und in allerhand Ausführungen vorhanden. Ich entschied mich in erster Linie für den Klassiker: Einfach mit Zitronenlimonade mischen und frischen Zitronen- und Gurkenscheiben aufpeppen. Vor Ort war das dann aber nicht genug, also Maras Kühlschrank inspiziert, der Kreativität freien Lauf gelassen und dabei ist das rausgekommen. Ich nennen ihn – wie könnte es anders sein – den Sherlock. Cheers!

Der Sherlock
  • 1/4 l Pimm's
  • 2/4 l Zitronenlimonade
  • 1/4 l Tonic Water
  • einen Spritzer Holundersirup
  • 2 Zitronen
  • 1/2 Gurke
  • etwas Minze
  • Eiswürfel
  • Die Zitronen und die Gurke in Scheiben schneiden. Einen Krug mit Eiswürfeln, den Zitronen und Gurken auffüllen. Zuerst den Holundersirup hinzugeben - anschließend den Pimm's, die Limonade und das Tonic Water. Einzelne Minzeblätter dazugeben und alles gut durchmischen. Am Ende mit der Minze, den Zitronen und Gurken dekorieren und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.

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    2 comments

    1. haha… kenne ich ;)
      der Drink klingt gut – kommt gleich auf die Liste für nächstes Wochenende – das am jetzigen Punkt viel zu lange weg ist…

      glg und guten Start in die Woche!
      Marion

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