Anzeige: Second Hand Second Chance mit carla Vorarlberg

26. Juni 2018

Ich war 15 Jahre alt, als ich im Rahmen einer Schulexkursion zum ersten Mal vor der großen Halle der carla Tex in Hohenems stand und zusammen mit meinen fast 30 Mitschülern die Organisation und den Ablauf von carla Vorarlberg erklärt bekommen habe. Schon immer war mir Caritas bzw. carla Vorarlberg* ein Begriff – insbesondere die Container, die sich an dutzenden Standorten in Vorarlberg finden lassen und natürlich die sozialen Projekte der Caritas Vorarlberg*. Nichtsdestotrotz: Ich war pubertierend-egoistische 15 Jahre alt und in diesem Moment war mir alles andere wichtiger als die Führung durch diese Hallen.

Glücklicherweise bin ich nicht nur älter, sondern definitiv auch klüger geworden und umso spannender fand ich es, als carla Vorarlberg* mir vor Kurzem erneut die Möglichkeit gegeben hat, hinter die Kulissen zu blicken und mehr über das Projekt der Caritas zu erfahren.

carla caritas vorarlberg

Was passiert bei carla Vorarlberg?

Bei carla finden am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen ein befristetes Dienstverhältnis und werden dabei bestmöglich auf den (Wieder)Einstieg am Arbeitsmarkt vorbereitet und (um)geschult. Es gibt dutzende Stellen, die dadurch besetzt werden und so die carla Einkaufsparks und Stores erst möglich machen. Und die Arbeit ist auch nicht ohne: Allein in Vorarlberg werden jährlich rund 3000 Tonnen Kleider gespendet, die aussortiert, gesichtet, auf- oder weiterverarbeitet werden. Im Vergleich: Ein Blauwal – das schwerste Tier der Welt – wiegt rund 190 Tonnen. Dazu kommen dann auch noch die gespendeten Möbel und Elektrogeräte; die Vorarlberger sind im europäischen Durchschnitt übrigens Spitzenreiter im Sammeln von Gebrauchtkleidern (keine Überraschung, wenn ihr mich fragt)!

Sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich jedem von uns sagt carla* etwas, aber nur die Wenigsten wissen vermutlich, was es mit diesem Projekt und vor allem den Shops wirklich auf sich hat. Tatsache ist nämlich, dass jeder – egal wie groß die Geldbörse ist – bei carla einkaufen kann und es meiner Meinung nach auch definitiv tun sollte. Ich nehme mich auch gar nicht von der großen Menge aus: Auch ich war mehr als überrascht, als ich zum ersten Mal einen Fuss in den carla Einkaufspark Altach und den carla Store in Bludenz gesetzt habe. Das Leitbild „Second Hand Second Chance“ wird hier durch die Mitarbeiter und die Gestaltung der Räume gelebt und zelebriert.

Ich würde ja jetzt gern behaupten, dass es sich zufällig gut getroffen hat, dass bei carla Vorarlberg* im Mai die Shabby Chic Tage waren und ich noch immer nicht alle Möbel für meine neue Wohnung habe, aber im Endeffekt, hätte ich so oder so etwas mitgenommen (am liebsten eigentlich alles!), weil ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr rausgekommen bin. Ob Kommoden, Tische oder Betten – die Auswahl ist riesig und das Beste daran: Es handelt sich ausnahmslos um Einzelstücke, da die hauseigene Werkstatt im Einkaufspark in Altach alle Möbelstücke selbst aufbereitet und verschönert. Gut zu wissen: Ihr könnt in Vorarlberg jederzeit an die Werkstatt herantreten und euch ein Angebot machen lassen, wenn das frisch erstandene Second Hand Möbelstück einen neuen Touch erhalten soll. Ich hab mich zum Beispiel in ein dunkles Nachtkästchen verliebt, dass aber mit dem dunklen Holz absolut nicht in mein Schlafzimmer gepasst hätte und auch hier sind dann die Profis ran. Das Endergebnis findet ihr übrigens am Ende des Beitrags (Spoiler: Ich liebe es!).

Der große „Aww-Moment“ kam dann aber nochmal, als ich die heiligen Hallen im carla* Store in Bludenz betreten habe. Und ich sage mit Absicht Hallen, weil es sich dabei um die Produktionshallen der ehemaligen Textilfabrik Klarenbrunn handelt und heilig, weil egal ob du Möbel, Deko, Geschirr, Kleidung, Bücher, elektronische Geräte oder einfach Kaffee & Kuchen suchst, du hier an der richtigen Stelle bist. Der Store ist ein Manifest der ReUse- & Upcyclingkultur – nicht nur aufgrund der verkauften Produkte, sondern auch im Bezug auf die Hallen selbst: Die Regale und Kleiderstangen bestehen aus den ehemaligen Fenstern und Garderoben der Textilfabrik, die Umkleiden waren früher die Raucherkabinen der Fabriksmitarbeiter, der Boden wurde genauso übernommen und im Café finden sich noch weitere Möbel aus der geraumen Vorzeit. Dazu kommt, dass du mit einem Einkauf bei carla* nicht nur auf ökologischer und ökonomischer Ebene etwas Gutes tust, sondern auch auf der sozialen: Mit den Verkaufserlösen werden die sozialen Unternehmen carla* nämlich finanziert. Von den Lohnkosten, LKW, Verkaufsräume, bis hin zu den Reparaturcafes.

„Second Hand Second Chance
mit carla* Vorarlberg

*Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit carla Vorarlberg entstanden

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