Logan – The Wolverine

17 Jahre lang hat Hugh Jackman seine Krallen als Wolverine in den X-MEN Filmen ausgefahren – mit „Logan – The Wolverine“ und damit dem dritten Teil der Origins-Reihe wurde endgültig Abschied von der Figur genommen.

Wenn es nach mir gehen würde – und ich weiß, da werden mir viele widersprechen -, würde eine Film- oder auch Buchreihe nie zu Ende gehen. Und dabei bräuchte ich vielleicht nicht einmal herausragende neue Geschichten, es darf einfach nur nicht zu abgenutzt rüber kommen und das Fangirl in mir ist glücklich. Denn, wenn ich ein Fangirl bin und einem Fandom beitrete, dann muss und will ich jeden einzelnen Zentimeter davon erkunden. Hier gibt es nur sehr wenige Ausnahmen, selbst wenn eine Geschichte stark kritisiert wird, freue ich mich einfach generell darüber, dass es sie gibt. Die Origins-Reihe um Wolverine war zum Beispiel so etwas. Irgendwie, fand ich die Filme davon eher immer so lala, konnte nicht richtig warm damit werden und war auch generell der Meinung, dass sie der Figur und Hugh Jackman nicht gerecht werden können. Bis jetzt.

Im Jahr 2029 sind Mutanten so gut wie ausgestorben. Nahe der mexikanischen Grenze beschützt und versteckt ein gealterter und abgekämpfter Logan alias Wolverine den gebrochenen Professor X. Eines Tages endet das selbstgewählte Exil aber abrupt, als eine unbekannte Frau Logan darum bittet, sich um das Kind zu kümmern, das sie bei sich hat. Ein junges Mädchen, dass ihm ähnlicher ist, als ihm lieb ist. Es dauert nicht lange, bis seine dunkle Vergangenheit ihn droht einzuholen und er ein letztes Mal den Weg als Krieger gehen muss.

Im ersten Moment war ich etwas geschockt. Man vergisst schnell, dass Schauspieler und auch Charaktere mitaltern und nicht auf magische Art und Weise auch nach über 15 Jahren noch dieselben sind. Dazu kommt, dass dem letzten Teil von Wolverine durch den Erfolg von Deadpool Einiges an Narrenfreiheit gewährt wurde und diese Entscheidung des Studios bekommen wir richtig düster und blutig serviert. Gleich zu Beginn wird man mit dem „neuen“ Anti-Superhelden Logan konfrontiert, der sich keine zwei Minuten nach Start als blutverschmierter Alkoholiker herausstellt, der sein Leben nur noch abzusitzen scheint. Generell hat der ganze Film eine neue Sprache, ein anderes Konzept erhalten und hebt sich deutlich von den anderen X-MEN Filmen ab – auch in Sachen Handlung. Das ist für mich auch der einzige Knackpunkt: „Logan – The Wolverine“ war zwar grundsätzlich nicht langatmig, aber am Ende hat mir etwas gefehlt, wenn auch schwer zu sagen ist, was das genau war.

Alles in allem war der Film – einzeln betrachtet – grandios. Innerhalb des X-MEN-Franchise wird er sich aber vielleicht etwas schwer tun und einige eingefleischte Fans vor den Kopf stoßen. Auf alle Fälle gilt: Achtung, nichts für schwache Mägen.

Bildmaterial und Trailer: © 2017 Twentieth Century Fox

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