Lissabon – Travel Diary & Inspiration

Die erste richtige Reise in diesem Jahr war mehr oder weniger ein spontaner Entschluss – auch wenn Mister T und ich nicht von einem Tag auf den anderen ins Flugzeug gestiegen sind. Ende Januar war das Gefühl des Fernweh’s wieder so ausgeprägt, beinahe erdrückend, dass wir uns dafür entschieden haben, möglichst bald das Land für ein paar Tage zu verlassen. Gefühlt war es eine Sache von wenigen Stunden, in denen wir das Ziel festgelegt und anschließend den Flug nach Lissabon gebucht haben. Portugal hat mich zuvor nie großartig interessiert – shame on me – aber in den letzten Monaten habe ich mich immer wieder selbst erwischt, wie ich Bilder davon auf Pinterest gesucht, Blogbeiträge zum Thema durchforstet und Wohnungen auf airbnb gesucht und gespeichert habe. Und ich kann auch nach meinem Besuch in Lissabon sagen: Ich würde definitiv wieder hingehen, jedoch kombiniert mit einer Weiterreise entlang der Küste, bestenfalls ein Roadtrip im Sommer.

 

Lissabon ist bekannt für seine malerischen, kleinen Gassen und die durchaus hügelige Landschaft und den darausfolgenden Ausblick. Nach einer kurzen Recherche hat man schnell allerhand Informationen zu der Küstenstadt gefunden, im Nachhinein betrachtet hätte ich aber dennoch gewisse Dinge auch vorher gerne gewusst bzw. einfach mehr Details darüber erfahren. Und deswegen gibt es das alles jetzt nochmal von mir, aus meiner Sicht und wie ich die 5 Tage in der portugiesischen Hauptstadt erlebt habe – inklusive Travel Inspiration Video, ohne viel Worte, dafür in Bildsprache.

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Wir haben unseren Flug nicht ganz 2 Monate vor der tatsächlichen Reise im März gebucht, gefunden haben wir den Günstigsten über Skyscanner – mein absoluter Favorit was die Flugsuche angeht. Wir haben pro Person etwa €250,- für Zürich – Lissabon – Zürich bezahlt und sind mit der portugiesischen Fluglinie TAP geflogen (wobei der Hinflug von Swiss Air durchgeführt wurde, definitiv eine Win-Situation). Der Flug dauerte etwa 2:30 h (bei der Hinreise ist hier die Zeitverschiebung von einer Stunde ein kleiner Vorteil). Am Flughafen in Lissabon angekommen, sind wir erstmal zur Abflugshalle im oberen Stock und haben uns dort beim Ausgang ein Taxi genommen – das war ein Tipp unserer Vermieters über airbnb, da es scheinbar viele Taxifahrer bei der Ankunftshalle gibt, die Touristen gerne etwas über’s Ohr hauen und einen längeren Umweg fahren. Die Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft in Alfama hat etwa 10-15 Minuten gedauert und € 10,- mit Gepäck gekostet. Ihr habt aber auch die Möglichkeit, die rote Metro in die Stadt zu nehmen, ein Einzelticket (das nicht für eine Fahrt, sondern für eine Stunde gültig ist) kostet etwa € 2,- – inklusive der grünen Fahrkarte, die ihr eigentlich immer wieder aufladen könnt (und sonst neu ein paar Cent extra kostet). Lissabon hat ein überschaubares Ubahn-Netzwerk von vier Ubahnen, die in Farben unterteilt sind. Wenn ihr euch aber nur in der Innenstadt bewegt ist es meiner Meinung nach total sinnlos ein mehrtägiges Ticket zu kaufen, weil alles einfach super zu Fuß erreichbar ist. Und, wenn wir ehrlich sind: Lissabon ist bei dem richtigen Wetter einfach viel zu schön, um über eine Tram oder Ubahn erkundet zu werden. Dadurch, dass wir die Stadt hauptsächlich zu Fuß erkundet haben, haben wir nämlich so einige Ecken entdeckt, die uns sonst entgangen wären.

 

Wie bereits erwähnt, haben wir unsere Unterkunft über airbnb gefunden. Es war eine nette Wohnung mitten in Alfama, wir haben etwa 2 Wochen vor der Abreise gebucht – leider etwas zu spät und alle wunderschönen (und leistbaren), von mir zuvor gespeicherten Unterkünfte waren zu der Zeit bereits vergeben. Da es unser erstes Mal mit airbnb war, haben wir uns deswegen vor allem auf die Bewertung und die Lage verlassen. Aber wie es das Schicksal so wollte, kann man sich darauf nicht immer verlassen und wir hatten im Endeffekt leider etwas Pech mit unserer Wohnung – aber dazu ein ander Mal mehr. Alles in allem ist Alfama – sozusagen die Altstadt von Lissabon – wunderschön und auch zentral, dennoch würde ich das nächste Mal eher in Bairro Alto wohnen wollen, der belebten Oberstadt mit den zahlreichen Restaurants, Cafés, der Einkaufsstraße und mehr. Natürlich gibt es auch wunderschöne Hotels in Lissabon, trotzdem würde ich empfehlen, auf Verpflegung im Hotel zu verzichten – die Stadt bietet kulinarisch gesehen so einiges und auch preislich gesehen kann man sich hier alles andere als beschweren.

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An unserem ersten Tag haben wir uns mehr oder weniger auf gut Glück durch Alfama bewegt und sind dabei auch auf den großen Flohmarkt Feidra de Ladra gestoßen, der jeden Dienstag und Samstag stattfindet und ein Paradies für Trödel ist. Bei dem richtigen Wetter ist es auch ein wahrer Genuß sich zwischendurch draußen vor ein kleines Café zu setzen und sich am Treiben des Markts zu erfreuen. Anschließend sind wir wieder genau in die andere Richtung spaziert, haben die berühmte Tram 28 gekreuzt und waren jedes Mal auf’s Neue fasziniert von den Fahrkünsten der vielen Auto- und Tuk Tuk-Fahrer. Dabei sind wir zufällig auch auf eine der vielen Aussichtsplattformen in der Stadt gestoßen, die einen wunderschönen Blick über die Stadt ermöglichen. Hier haben wir auch zum ersten Mal das Schloss entdeckt, zudem wir uns als nächstes aufgemacht haben. Vor Ort haben wir uns aber dagegen entschieden, das Castelo de São Jorge von innen zu besichtigen – wir wurden das erste Mal mit den Massen an Touristen konfroniert und alles in allem fanden wir die Sehenswürdigkeit nicht ganz so prickelnd. Stattdessen sind wir weiter durch die Gassen geschlendert, und dabei sind übrigens auch diese Fotos entstanden. Generell haben wir an diesem einen Tag den Großteil der Stadt begutachtet und die Sehenswürdigkeiten entdeckt: Lissabon ist keine allzu riesige City, aber genau das macht meiner Meinung nach auch den Charme aus. Den weitesten Weg an diesem Tag haben wir zur Statue Cristo del Rei zurückgelegt. Hierzu nutzt ihr für ein paar Euro einfach die viertelstündliche Fähre von Cais do Sodré nach Cacilhas und von dort geht es mit dem Bus 101 hinauf zur Statue (Endstation). Übrigens: In der Nähe von Cais do Sodré befindet sich auch die bekannte Markthalle von Lissabon, die perfekt für einen Happen zwischendurch ist (oder 2 oder 3).

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Am Tag darauf haben wir uns aufgrund des bewölkten Himmels entschieden, einkaufen zu gehen und dafür haben wir uns das größte Einkaufszentrum Centro Colombo in Portugal ausgesucht – und das ist wirklich verdammt groß. Es liegt direkt neben dem Stadion von Benfica Lissabon und man sollte sich dafür wirklich den ganzen Tag einplanen: Von der Oberstadt geht es mit der Metro direkt vor die Tür des Einkaufszentrums (eine Fahrt dauert etwa 20 Minuten) und dann heißt es rund 400 Geschäfte abklappern und die Karte zum Glühen bringen. Es gibt gefühlt einfach alles (auch ein Kino und ein Bowlingcenter und scheinbar sogar eine Achterbahn). Besonders gibt es auch viel zu essen – der Food Court hat uns besonders fasziniert, genauso wie der riesige Supermarkt Continente, der im wahrsten Sinne des Wortes einen ganzen Kontinent ausreichend verpflegen könnte.

 

Ein weiterer Tagesausflug, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte, ist der nach Sintra. Auch das ist eher unkompliziert: Vom Bahnhof Rossio, der mitten in der Stadt liegt, fährt der Zug direkt in dieses magische, wenn auch von Touristen überlaufene, Örtchen. Da es eben kein Geheimnis mehr ist, gibt es vor Ort auch einen fast berühmten Bus, der verschiedene Sehenswürdigkeiten abklappert und deswegen auch als Touristenbus bekannt ist. Wir hatten jedoch ein Ziel vor Augen, das von diesem nicht angefahren wurde: Quinta da Regaleira. Aber auch für diesen wunderschönen Ort gibt es einen (kleineren & günstigeren) Bus, der direkt vor die Tür fährt – alles in allem ist es wirklich kein Kunststück, sich hier zurechtzufinden.

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Der letzte Tag unserer Lissabon Reise führte uns zum ehemaligen Expogelände, dem Park der Nationen mit dem riesigen Aquarium Oceanario. Auch wenn der Eintritt hier nicht ganz so günstig ist, wie bei den anderen Sehenswürdigkeiten: Es lohnt sich! Wenn möglich würde ich aber empfehlen, das Aquarium unter der Woche und gleich zu Beginn der Öffnungszeiten zu besuchen, somit entgeht man zumindest ein klein wenig den Massen an Touristen und kann sich von der Welt unter dem Meer in Ruhe in den Bann ziehen lassen. Übrigens: Der Park der Nationen liegt nur 2,3 Ubahn-Stationen vom Flughafen entfernt, deswegen haben wir uns den Besuch für den letzten Tag aufgespart, haben morgens ohne Stress und Hektik unseren Koffer am Flughafen abgegeben und sind nach unserem Besuch im Aquarium gemütlich mit der roten Metro zurück zum Flughafen gefahren!

 

Kulinarisch gesehen war die Woche eine Mischung aus himmlisch & ganz ok, generell konnten wir leider viele Restaurants, die auf unserer Liste standen, nicht besuchen – weil es sich einfach nicht ergeben hat oder wir von den ganzen Pastel de Natas abends immer noch zu gesättigt waren, um nochmal etwas zu essen. Ein Reinfall war unserer Meinung nach der „Geheimtipp“ Chapitô à Mesa – viel zu teuer im Verhältnis für doch eher kleinere Speisen und auch nicht wirklich ein Festmahl. Großartig fanden wir beide den Italiener in Alfama Restaurante Esperança Sé und mir persönlich hat auch noch das kleine portugiesische Lokal Caso SÉrio besonders zugesagt. Und die besten Pastel de Nata haben wir einstimmig bei Manteigaria Fábrica de Pastéis de Nata gegessen – auch wenn hier eine Schlange sichtbar ist, unbedingt anstehen! Es geht relativ zackig, wenn ihr eure Sachen nur zum Mitnehmen haben möchtet. Ansonsten macht es grundsätzlich Sinn in den Restaurants vorher einen Platz zu reservieren, das gilt besonders für die nicht mehr ganz so geheimen Geheimtipps der Stadt.

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3 comments

  1. Danke für den tollen Bericht und die noch schöneren Fotos! Lissabon steht schon länger auf meiner Reiseliste, bisher hat es sich aber noch nicht ergeben. Dein Beitrag hat definitiv dafür gesorgt, Lissabon noch weiter nach oben rücken zu lassen :-)

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