Kreatives Schreiben lernen und trainieren

Egal ob Roman, Kurzgeschichte, Blogbeitrag oder Content Marketing: Schönes Texten will gelernt sein. Für mich ist es immer das schönste Kompliment, wenn ich von Lesern höre, dass sie sich in meinen Worten wiedererkennen, das Gefühl spüren, welches ich vermitteln will und es für sie nicht nur leere Zeilen sind, die meine Gedanken sang- und klanglos zusammenfassen. Ich bin selbst ein sehr kritischer Leser, aber noch viel penibler bin ich als Schreiberling: Dabei geht es in erster Linie nicht mal darum, dass Rechtschreibung, Grammatik & Interpunktion stimmen müssen (auch wenn diese Bereiche natürlich nicht vernachlässigt werden sollten). Viel mehr möchte ich eine angenehme Freude beim Lesen empfinden, nicht darüberstolpern oder mich durchquälen müssen – es soll einfach passen. Natürlich hat hier jeder seine eigenen Vorlieben und bevorzugt einen bestimmten Schreibstil, aber dennoch kann zumindest ein gewisser Standard erreicht und – vor allem! – gelernt werden!

Kreatives Schreiben lernen und trainieren – 5 Tipps, um deinen Schreibstil zu verbessern

  • Leg einfach mal los!
    Machen und nicht darüber nachdenken ist für mich die Zauberformel: Selbst wenn mich gerade nicht die Muse küsst oder ich mir wegen einem Thema oder Beitrag unsicher bin, ich schreibe einfach mal darauf los. Und wenn ich den ersten Satz irgendwie nicht finden kann, dann starte ich eben in der Mitte. Die Hauptsache ist, du schreibst! Schreib am Laptop, auf Papier, in ein Notizbuch, am Handy – wo auch immer du willst, aber schreib einfach.
  • Inspiration im Netz
    Der größte Feind eines Autors, Texters & Bloggers ist vermutlich die Schreibblockade – mehr als nur einmal hat es mich bereits erwischt und des Öfteren konnte ich einfach gar nichts machen, außer sie abzusitzen (auch wenn viele genau davon abraten). Wenn es bei mir wieder einmal so weit ist oder ich einfach das Gefühl habe, dass irgendwas nicht passt, dann durchstöbere ich zuerst immer das Netz nach Inspirationen. Sei es Pinterest, Tumblr oder andere Blogs: Ich gehe einen Schritt zurück und versuche durch andere Wege wieder einen Blick auf das große Ganze zu erhalten.

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  • Die persönliche Routine finden
    Das soll nicht bedeuten, dass du immer zur selben Zeit, am gleichen Tag, über das gleiche Thema schreiben sollst, sondern viel mehr musst du herausfinden, welches Szenario für dich am besten funktioniert: Gibt es einen bestimmten Platz daheim, wo die Kreativität immer fließt und du dich wohlfühlst? Hast du eine bevorzugte Tageszeit? Liebst du es, an deiner alten Schreibmaschine zu tippen? Brauchst du eine Sketch Note, um den roten Faden in deinem Text zu bewahren? Ich schreibe ganz oft meine Beiträge für Over the top zuerst per Hand auf, bevor ich sie tippe (und dann meist gleich auch editiere). Außerdem recherchiere ich eigentlich immer vorher zu einer Story, bevor ich sie angehe – wenn man es so ausdrücken möchte, bringt mich das in die richtige Stimmung. Mit Musik schreibe ich dafür weniger gerne, ich brauche aber trotzdem eine Geräuschquelle im Hintergrund und das ist bei mir meistens der Fernseher. Was ist deine Routine?
  • Learning by Doing
    Den eigenen Schreibstil zu trainieren oder zu verbessern ist nicht etwas, dass von heute auf morgen passiert. Ich war beispielsweise schon immer eine Leseratte, habe schon immer sehr viel geschrieben, mich mit verschiedenen Genres ausprobiert und auch meine Ausbildung hat irgendwie ihren Teil dazu beigetragen – im Endeffekt ist es eine Mischung aus allem und vor allem bin ich noch lange nicht fertig damit. Es macht also definitiv Sinn, neben dem Schreiben auch sehr viel zu Lesen und sich andere Texte anzusehen. Aber Achtung: Es kann sehr schnell passieren, dass du eine Art kopierten Schreibstil entwickelst, weil du einen bestimmten Autor oder Blogger und dessen Texte einfach großartig findest. Wenn du das entdeckst hilft es oft, Abstand zu nehmen, sich andere Werke anzusehen, neue Blogs zu entdecken und vielleicht auch „nüchterne“ Texte (z.B. Zeitungsartikel) zu lesen.
  • Fanfictions ftw!
    Das ist ein Tipp, der vor allem für Geschichten-Schreiber interessant ist! Es gibt diese riesige Welt der Fanfictions zu – meines Wissens – eigentlich jedem Genre und jedem Fandom. Wie ihr wisst hat meine „Schreiber-Karriere“ mit Fanfictions zu Harry Potter begonnen – zum ersten Mal habe ich Feedback zu meinen Ideen, meinem Stil und meiner „eigenen“ Geschichte erhalten und oben drauf war das Ganze auch noch angenehm anonym und ich konnte mich in Ruhe entwickeln und mit konstruktiver Kritik und dem Feedback der User an mir arbeiten. Die größten Plattformen sind heute Fanfiction.net und Wattpad.com!

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4 Comments

  • 1 Jahr ago

    Danke für die tollen Tipps, ich bin auf jeden Fall bei deinem E-Mail Kurs dabei :-) Beim Schreiben brauche ich absolute Ruhe und es ist wie du sagst, wenn ich nicht weiß, wie ich anfangen soll, dann fang ich einfach mal mittendrin an und irgendwann ergibt sich dann ganz von selbst ein roter Faden, vom Anfang bis zum Ende.
    Liebe Grüße, Christine

  • 1 Jahr ago

    Wundervoller Post! Ich finde Fan-fiction auch unheimlich hilfreich – bin irgendwie auch dadurch zum Schreiben gekommen. Außerdem finde ich das viel lesen extrem viel ändert – egal ob Zeitschriften, Blogs oder Bücher!

    (Und ganz ganz tolles neues Bloglayout by the way)

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

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