INDEPENDENCE DAY 2 – Wiederkehr

1996 retteten Will Smith, Jeff Goldblum und Bill Pullman die Erde vor Außerirdischen und schuffen einen Kultfilm der 90er Jahre und Extraklasse – besonders die Special Effects der damaligen Zeit haben begeistert und noch heute gehört der Film zu den Besten seiner Zeit. 20 Jahre später kehrt Roland Emmerich mit Independence Day: Wiederkehr zurück auf die Leinwand und führt damit ungewünscht eine Ära fort – wobei noch nicht ganz sicher ist, ob die Menschheit diese Fortsetzung überhaupt mit offenen Armen empfangen wird. Damals stimmte alles: Die Story, die Schauspieler und die Effekte. Und heute?

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„Wir wussten immer, dass sie zurückkehren werden!“ – Ziemlich genau 20 Jahre nach den verhehrenden Ereignissen des 4. Juli muss die nun geeinigte Erde sich wieder einem riesigen und scheinbar unbesiegbaren Feind stellen. Trotz der Tatsache, dass die Menschheit zwei Jahrzehnte lang Zeit hatte, die eigene Technologie auf den neuesten Alien-Stand zu bringen und sich auf einen erneuten Angriff vorzubereiten, scheinen sie dem Feind wieder unterlegen zu sein. Der Notruf, der damals kurz vor dem Untergang der Aliens losgeschickt wurde, hat einen Empfänger erreicht, der nun mit der geballten Kraft zurückschlagen will. Wieder ist der Einfallsreichtum von einigen mutigen Männern und Frauen gefragt – doch dieses Mal bekommen sie unverhofft Hilfe von außerhalb.

 

Ich bin bereits skeptisch an die Sache rangegangen – grundsätzlich haben Fortsetzungen immer einen bitteren Beigeschmack, ob gewollt oder nicht. Ans Original heranzukommen ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit und auch Independence Day: Wiederkehr bekommt das zu spüren. Natürlich hüpft das Herz eines jeden 90er-Kindes, wenn Jeff Goldblum und Bill Pullman in ihren altbekannten Rollen wieder auf der Leinwand zu sehen sind und man die erwachsenen Versionen der beiden Kinder aus dem ersten Teil wiederentdeckt. Aber ansonsten muss man hier auch zugeben, dass die Geschichte absolut nichts Neues ist, teilweise scheint es sogar so, als ob das Augenmerk auf die Apokalypse der Welt gelegt wurde, statt auf die Storyline und die Charaktere. Nichtsdestotrotz bin ich mit einem sehr guten Gefühl aus dem Kinosaal gegangen – einfach, weil der Film eine Art Tribut zollt und man sich freut, altbekannte Gesichter wiederzusehen. Und wie man es generell von Emmerich gewohnt ist, zerlegt er ohne mit der Wimper zu zucken die gesamte Erde und all ihre bekannten Wahrzeichen in Königsmanier. Allein deswegen ist ein Kinobesuch Pflicht! Wer sich aber geistreiche Dialoge, logische Erklärungen und vielschichtige Charaktere erwartet, sollte vielleicht darauf verzichten.

 

Bild- und Videomaterial: © 2016 Twentieth Century Fox

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