Grand Vins Mercure in München

Zitternd vor Kälte schließe ich meinen Mantel fester um mich, ziehe die Schultern hoch und verstecke mein Gesicht noch mehr hinter dem riesigen Schal, den ich um meinen Hals geschlungen habe. München zeigt sich wetterbedingt nicht gerade von seiner besten Seite, als ich am späteren Samstagnachmittag in der Millionenstadt ankomme. Und dennoch bin ich voller Eifer, die trockenen Hallen des Bahnhofs schnellstmöglich zu verlassen. Es ist tatsächlich das erste Mal für mich in München, zumindest mittendrin – bisher habe ich es auf meinem Weg meist nur „gestreift“. Und wie ihr wisst, bin ich stets neugierig und dann selten zu bremsen.


Glücklicherweise ist mein Ziel nur wenige Gehminuten entfernt. Eilig mache ich mich auf den Weg zum Mercure Hotel München City Center, das zu einem geselligen Abend eingeladen hat, wo zusammen mit dem Deutschen Weininstitut und den Grands Vins Mercure die besten regionalen Weine aus Deutschland und Österreich verkostet werden sollen.

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Es mag das stürmische und nass-kalte Wetter gewesen sein, das stilvolle und warme Ambiente oder auch der süße Willkommens-Gruß, der im Zimmer bereits auf mich wartete – aber ich habe mich sofort wohlgefühlt, als ich das Hotel und anschließend auch mein Zimmer betrat. So sehr, dass ich die eigentlichen Pläne, vor dem Dinner noch die Stadt zu erkunden, komplett über Bord geworfen habe und mich stattdessen auf dem riesigen und sehr einladenden Bett meiner Arbeit gewidmet habe (und möglicherweise auch einem kleinen Schläfchen).


Wenige Stunden später stehe ich bereits mitten im neuen Restaurantbereich des Mercure – Relax lautet der Gedanke hinter dem neuen Konzept und treffender könnte es nicht sein: Ein offener Raum, eine gemütliche Atmosphäre und aufeinander abgestimmtes Mobiliar laden zum Verweilen ein – selbst wenn man kein Essen geplant hat. Alles in allem hält dieses besondere Gefühl vom Nachmittag weiterhin an, es gibt einem ein kleines Stück Zuhause zurück, selbst wenn man mitten in einer fremden Stadt, in einem fremden Haus ist und ich komme nicht umhin mir insgeheim zu wünschen, dass ich meinen Aufenthalt verlängern könnte.

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Und, ich kann es gar nicht anders in Worte fassen, der Abend im Mercure war perfekt. Ich geb es zu, ich bin keine besondere Weinkennerin, ganz banal ausgedrückt bin ich der Typ „wichtig ist einfach der Geschmack“. Aber es war wirklich interessant, sich einmal mehr damit zu beschäftigen und in die Marterie komplett einzutauchen. Ein besonderer Dank gilt hier auch der zufälligen, aber vermutlich besten Gesellschaft für diesen Abend – waren es doch diese Einblicke des leidenschaftlichen Experten in die verführerische Welt des Weins, die einen neuen Blickwinkel ermöglicht und die eine kleine Faszination in mir ausgelöst haben. Und wie ihr ja bekanntlich wisst, ich bin neugierig und wenn ein Feuer einmal entzündet ist – ist die Flamme auch noch so klein – bin ich meist kaum zu bremsen.

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6 comments

  1. Wahnsinn – ich bin grad so begeistert, wie unglaublich gefühlvoll man einen Hotel (bzw Wein-)Test verfassen kann.. ich hab mir alles so richtig vorstellen können, als wär ich auch dort gewesen :)

    Alles Liebe, Katii

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