Gorgeous new glasses

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Ich sprach bereits von Liebe auf den ersten Blick, wenn es um das für mich wichtigste Accessoire geht. Nachdem ich meine Suche aber dann vorerst wieder kurzfristig abgebrochen habe, war es gar nicht mehr so leicht, die von mir gefeierten Modelle wiederzufinden. Um ehrlich zu sein, war es schier unmöglich. Also begann die Suche von Vorne – anfangs wie immer erfolglos. Optiker für Optiker habe ich abgesucht – von einer Brillen Bestellung online wollte ich absehen, nur im äußersten Notfall darauf zurückgreifen müssen. Nach 2 Monaten wollte ich beinahe schon aufgeben.

Es ist Ende Juli und meine Mama feiert am kommenden Wochenende ihren Geburtstag in Vorarlberg. Ein Grund mehr, mich mit meinem Dad auf den Weg ins Ländle zu machen, auch wenn es nur für 72 Stunden ist. Bevor der Weg von etwa 600 km in Angriff genommen wird, stehen ein paar Zwischenstopps an – unter anderem in Graz. Ich schlendere durch die Shops und versuche bei gewissen Dingen, die meinen derzeitigen Kontostand tiefer in die roten Zahlen drängt, zu widerstehen. Also bewege ich mich – wie so oft in den letzten Wochen – Richtung Optiker, der plötzlich in mein Blickfeld gerät. Ohne Hoffnung oder ohne große Erwartungen schlendere ich zwischen den neuesten Trends der optischen Brillenwelt umher. „Kann ich ihnen helfen?“, der Verkäufer blickt mich mit großen Augen an. „Nein danke, ich seh mich nur um“ – eine Standardantwort. Mit einem Lächeln wendet sich der nette Herr ab und mein Blick fällt wieder auf die Brillengestelle. Eine nach der andern fällt innerlich bei mir durch: Zu groß, zu dunkel, zu klein, zu farbig. Ein Seufzen entweicht mir, wie so oft. „Sicher, dass ich nicht behilflich sein kann?“ Wieder der Verkäufer. Ich bin ehrlich: innerlich rolle ich mit den Augen und bin ein bisschen genervt. Gerade als ich mich dann bedanken und verabschieden will, kommt es mir in den Sinn: Wie ich mir selbst noch vor wenigen Wochen vor Augen geführt habe, wie selten es noch dazu kommt, dass man über seinen eigenen Schatten springt und etwas macht, dass so gar nicht zum eigenen Wesen passt. Also überlege ich es mir anders, von der einen Sekunde auf die andere: „Eigentlich, ja, Sie können mir helfen! Ich suche..“

Und siehe da, keine Stunde später gehe ich mit einem fetten Grinsen und einer glühenden Kreditkarte aus dem Shop raus – und ich fühle mich eindeutig wieder besser, so mit Brille und scharfer Sicht. Tatsache ist sogar, dass ich inzwischen wieder zur Fast-Vollzeit-Brillenschlange mutiert bin, statt wie bisher Teilzeit, wenn unbedingt nötig. Und was meint ihr?

tragebild marc opolo brille

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2 Comments

  • Bettina
    2 Jahren ago

    Die Brille find ich ganz wunderbar und würde sie auch sofort nehmen!

  • 2 Jahren ago

    Ich kenn das, ich antworte auch automatisch mit „nein danke“, obwohl in bestimmten Geschäften wie eben beim Optiker fachmännische Hilfe echt top ist :D
    Das Modell steht dir auch supergut :)

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