Wir sind die Generation Y

Wenn ich mit meiner Familie und meiner Verwandtschaft zusammen sitze, kommen wir früher oder später immer auf die Zukunft zu sprechen. Meine, unsere, die meiner Geschwister und Freunde. Es werden mögliche Szenarien diskutiert, Gedanken geteilt, Meinungen geäußert und vor allem Unterschiede beschrieben. Unterschiede zwischen den Generationen – zwischen meinen Eltern und mir, der Generation Y. Noch nie konnte ich mir vorstellen, mein Leben lang dasselbe zu machen – ich habe mich nie in einem 9 to 5 Job gesehen, noch nie daran gedacht, irgendwann an Grenzen zu stoßen. Und ich bin nicht allein. „Wir geben uns nicht mit dem Minimum zufrieden, wir wollen morgens aufstehen und uns auf die bevorstehende Arbeit freuen – nicht immer, aber fast jeden Tag. Und wenn es irgendwann nicht mehr so ist, wollen wir das ändern.“ – so erkläre ich meiner Mama unter anderem meine Generation. Wir wollen zufrieden sein – in allen Lebenslagen. Vielleicht ein Ding der Unmöglichkeit, aber wir arbeiten dafür, saugen alles in uns auf und versuchen zu bestehen: Wir lernen unseren Traum zu leben. Und dennoch möchten wir uns nicht in Arbeit & Stress verlieren. Es wird immer hinterfragt – Generation (WH)Y – und nachgehakt. Andere Generationen bezeichnen uns gern als träumerisch oder gar größenwahnsinnig – und dabei wollen wir einfach selbst bestimmen. Über unser Leben, unsere Zeit, unsere Arbeit – wir wollen nicht müssen, sondern schlicht und einfach wollen. Und dafür arbeiten wir – statistisch gesehen, ist die Generation Y bisher die am besten Augebildete unserer Zeit: Wir arbeiten & studieren im Ausland, bereisen unerschrocken jedes kleinste Eck dieser Welt und finden uns dabei selbst. Es wird alles ausprobiert und getestet, wir bleiben nicht stehen: was nicht verwunderlich ist, sind wir doch alle in einer Zeit aufgewachsen, in der Krise und Unbeständigkeit allgegenwärtig sind. Das Internet ist für uns kein #Neuland – wir haben gelernt Kreativität einzusetzen und uns gegenseitig zu Höchstleistungen zu treiben. Klingt zu schön um wahr zu sein? Vielleicht. Aber wieso sich mit weniger zufrieden geben?

 

Wir sind dankbar – Ich bin dankbar. Mir ist bewusst, dass ich ohne die Unterstützung meiner Eltern nicht die Möglichkeit hätte, Teil dieser Generation zu sein und dass sie nicht meine Möglichkeiten hatten. Ein Grund mehr, dem Unmöglichen zu folgen – um früher oder später zurückzugeben, unsere Dankbarkeit zu zeigen. Und das hat für mich nichts mit Arroganz oder Überheblichkeit zu tun.

 

Autum & Christmas – und das in einer Woche!

WOCHENENDE!

 

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5 Comments

  • LATERNENLICHT*
    3 Jahren ago

    Ein wirklich toller Beitrag. Mir gehts eigentlich genauso. Erst einmal einen normalen Beruf gelernt der mich nicht glücklich machte und jetzt werf ich alles über Board um etwas zu machen, das mir Freude und Spaß bereitet. Unsere Generation scheint sich jedoch auch immer weniger entscheiden zu können, was es machen möchte, vermutlich weil wir uns nicht auf einen Beruf festlegen können, der uns bis ans Ende unserer Tage begleitet.

    Insofern wirklich toll beschrieben – und treffend :)

    Liebe Grüße
    Tina

    • 3 Jahren ago

      Danke :) Ja, ab und an gibt es auch schlichtweg zu viel Möglichkeiten, da kann es dann auch etwas dauern, bis man das Richtige für sich gefunden hat! :)

  • Steffi
    3 Jahren ago

    Toller Post. Manchmal allerdings stelle ich fest, dass je mehr Möglichkeiten sich mir bieten, ich immer weniger wahrnehmen und haben will. Ich muss nicht den Möglichkeiten nachhechten die ich sehe, bin einfach nur glücklich, wie es ist. Und das haben viele in meinen Augen leider auch verloren, die Fähigkeit, glücklich zu sein – und zu bleiben. Weil ja doch noch eine Möglichkeit sein könnte, die man vielleicht nicht ausgeschöpft hat, wie man sie eventuell auschöpfen hätte können. Aber das ist ja auch alles eine Frage der Prioritäten.
    Und jetzt hätt‘ ich gern die Pizza!

    Liebst,
    the Curious Girl

  • Miss Berry ♥
    3 Jahren ago

    EIn wirklich toller Post! Ich seh das ganz genauso. Ich lerne zwar gerade ein Beruf , mit den ich wikrlich glücklich bin. Aber wenn irgendwann mal die Zeit kommt, wo mich das einfach nicht mehr glücklich macht, werde ich das ändern. Ich finde es ehrlich gesagt auch unvorstellbar, immer das Gleiche zu machen. Man hat soviele Möglichkeiten, was man mit seinem Leben anfangen kann, aber ich finde auch, dass gerade dass einen vielleicht manchmal überfordert. Wenn es zu viel Auswahl gibt, fällt es umso schwerer sich für das Richtige zu entscheiden!

    Liebste Grüße ♥

  • neele ♥
    3 Jahren ago

    Kann es sein, dass du die „Psychologies“ gelesen hast? Da ist nämlich ein Artikel drin, der deinem Post extrem ähnlich ist :D

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