Geld verdienen mit dem Blog

„Versuch es dir ähnlich wie bei einem Magazin vorzustellen – nur, dass ich mein eigenes Medium bin. Ich bin an keine Blattlinie gebunden, kann eigentlich immer über Themen schreiben, die mich interessieren und bewegen und bin am Ende nur mir selbst Rechenschaft schuldig“, versuche ich es zu erklären, so dass es auch wirklich Sinn macht. „Das bedeutet aber auch, dass ich nicht nur schreibe (was ich am liebsten würde), ich fotografiere, editiere, promote, verhandle und irgendwann zwischendurch sollte dann auch die Buchhaltung gemacht werden.“

Es ist vermutlich eine der am häufigsten gestellten Fragen in Bezug auf meinen Blog (meist in Kombination mit etwas verwunderten und neugierigen Gesichtern) und auch auf das Bloggen an sich: „Verdienst du mit deinem Blog etwas? Wirklich? Wie geht das?“ Als ich vor Jahren (inzwischen können wir von Jahren sprechen, auch wenn mein Blog anfangs überhaupt absolut gar nichts mit dem zutun hatte, was es jetzt ist) vor meinem Laptop saß und die ersten Worte des allerersten Beitrags von Over the top tippte, hatte ich noch keine Ahnung von dieser großen weiten Blogosphäre, die sich bereits damals über das World Wide Web erstreckte. Ich wusste nicht, dass es ein Hobby ist, dass zum Beruf gemacht werden kann und noch weniger hatte ich nur ansatzweise eine Ahnung davon, mit welcher Arbeit und Freude es verbunden ist. Viele sehen jedoch nur Letzteres und vergessen, dass mit Einnahmen durch den Blog im Grunde genommen ein Unternehmen gegründet wird. Du willst professionell bloggen, dein Blog zum Business machen und damit Geld verdienen? Gratuliere, du willst selbstständig werden.

geldverdienenblog

Aber wie verdient man mit einem Blog denn jetzt Geld?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einem Blog Geld zu verdienen. Die zwei großen Säulen, die rein über den Blog laufen, sind meiner Meinung nach Advertorials und Affiliate. Bei Advertorials bzw. gesponserten Beiträgen handelt es sich um jene Beiträge, die als Werbung für ein Unternehmen dienen. Meist bedeutet das, dass es sich hierbei wirklich um einen Blogbeitrag handelt, der gewissermaßen aus einer Kooperation heraus entstanden ist. Ich persönlich achte darauf, dass ich auch diesen Beiträgen meinen persönlichen Stempel aufdrücke und die Geschichte immer im Vordergrund steht – Advertorials sollen nicht auffällig herausstechen, sondern genauso ein Gefühl transportieren, wie beispielsweise auch meine Kolumnen. Neben Advertorials gibt es auch noch die Möglichkeit einer Link- bzw. Produktplatzierung in Beiträgen, ein Produkt bzw. Link ist dann Teil eines redaktionellen Beitrags (zum Beispiel in einer Kollage von Lieblingsprodukten). Wichtig ist vor allem: Kooperationen müssen gesetzlich (und meiner Meinung nach auch aus Respekt gegenüber der Leserschaft) immer als solche gekennzeichnet werden. Außerdem wichtig für Leser: Ein bezahlter Beitrag geht nicht Hand in Hand mit gekaufter Meinung, zumindest bei mir nicht und auch nicht bei den Blogs, die ich regelmäßig verfolge.

Eine weitere Variante, wie mit dem Blog Geld verdient werden kann, sind Affiliateprogramme. Ein Affiliatelink ist ein eigens generierter Link, bei dem es für den Blogger eine Provision gibt, wenn ein Leser darüber einkauft. Das führt vor allem dann eigentlich zu einer Win-Win-Situation, insofern jemand sowieso vorhat, ein Produkt (auf Empfehlung) zu kaufen. Macht man das über einen Affiliate-Link, bleibt der Preis natürlich gleich – der Blogger erhält aber eine kleine Provision für den Kauf (die Prozentzahl bewegt sich meist im einstelligen Bereich). Win-Win also.

Generell können natürlich verschiedene Kooperationsmöglichkeiten entstehen – Advertorials können mit Videos unterstützt werden, statt einem Blogbeitrag gibt es auch die Option einer Zusammenarbeit über eine Social Media Kampagne und es gibt auch Blogger, die für Unternehmen als Testimonial bzw. Markenbotschafter auftreten. Was für mich das Bloggen als Business vor allem so spannend macht, sind die weiteren Türen, die sich dadurch öffnen.

Dein Blog ist deine Visitenkarte im Internet – und damit auch ein Sprungbrett für die Zukunft. Ein Blog kann (je nach Branche) förderlich für deine Bewerbung sein. Er kann Firmen auf deine Schreib-, Fotografie- oder Social Media-Skills aufmerksam werden lassen oder dich mit Leuten zusammen bringen, die dein Leben für immer verändern – ich hab tatsächlich schon alles am eigenen Leib erfahren.

Ein Blog ist – insofern du ihn mit Leidenschaft, Liebe und einer Prise Professionalität betreibst – Arbeit. Aber es ist auch Arbeit, die sich lohnt.

tippsanfangenblog2

Wenn du während dem Lesen dieses Beitrags begeistert und wissend genickt hast oder generell mehr zu diesem Thema und dem Bloggen wissen willst, melde dich zu meinem Newsletter an – dort erfährst du als Erstes News zu meinen neuen Projekten, Tipps, Tricks & mehr! Let’s do this together!

Was dir sonst noch gefallen könnte..

18 comments

  1. Super informativer Beitrag :) Ich finde es bei Advertorials auch super wichtig, dass sie nicht herausstechen sondern zum Allgemeinen Content des Blogges passen und primär eine Geschichte vermitteln und nicht nur Werbung darstellen.

    Zum Newsletter hab ich mich auch schon angemeldet, bin schon gespannt was da noch so alles kommen wird :))

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  2. interessanter Beitrag =)
    ich verdiene mit meinem Blog zwar (noch) kein Geld, habe aber hin und wieder tolle Kooperationen – was ja auch nicht schlecht ist =) (z.B. Schmuck, Buch…)
    lg =)

  3. Das hast du sehr gut erklärt & wieder einmal toll geschrieben! Ich wusste anfangs auch überhaupt nicht, dass man mit dem Bloggen/YouTuben Geld verdienen kann & bin momentan so happy, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben! :)

  4. Hi Chris,
    richtig, Du hast die beiden wichtigsten Einnahmequellen eines Bloggers damit erfasst :-). Während Affiliate-Marketing mit schnell und einfacher Umsetzung punktet, ist die Ergründung von Kooperationen und somit Zusammenarbeit der Schlüssel zu den großen Toren im Internet. Danke für Deinen Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.