7 Fitness-Tipps für Faule

Ich bin kein absoluter Sportfreak und/oder Gesundheitsfanatiker, da bin ich ganz ehrlich. Ich gehöre zugegebenermaßen sogar zu der Variante Mensch, der super stolz auf sich selbst ist, wenn er statt einer Tafel einem Stück Schokolade zum Obst greift und dann am Besten noch googelt, wie toll und gesund besagtes Obst ist. Ja, ich gehe regelmäßig ins Fitness-Center in Wien, aber diese Regelmäßigkeit muss bei mir nicht bedeuten, dass ich 3-4 mal in der Woche die Körperstadt besuche. Zu ganz besonderen Zeiten bedeutet das sogar, dass ich das Fitness-Center einmal alle 2 Wochen in der Woche von innen sehe. Und mit Home-Workout-Plänen oder Videos, wie zum Beispiel von Kayla Itsines, kann ich übrigens gar nichts anfangen. Ihr seht, im Grunde genommen bin ich faul. Ein richtiger fauler Hund sogar. Und auch wenn ich es phasenweise immer wieder schaffe, meinen inneren Schweinehund zu besiegen, so bin ich in erster Linie doch mehr angetan von meiner gemütlichen Couch als dem schweißtreibenden Stepper. Weil ich aber auch in der Schweinehund-Phase dem Sport und gesunden Lebensstil nicht komplett abschwören möchte, habe ich für mich persönlich 7 Fitness-Tipps herausgefiltert, an die ich mich IMMER halte. Fitness-Tipps für Faule sozusagen.

 

1. Wasser trinken

Wasser trinken ist das Um und Auf – und ihr hört es vermutlich nicht zum ersten Mal. Auch ich weiß das schon sehr lange, aber bis vor 3 Jahren war mir das ziemlich schnuppe. Und vor allem hielt ich es für Humbug. Wieso sollte es einen Unterschied machen, ob ich jetzt meinen geliebten Eistee Pfirsich oder Wasser trinke? Ich habe sowieso eine etwas unreine Haut, das wird mit Wasser sicher nicht besser. Denkste. Neben Sauerstoff ist Wasser der zweitwichtigste Stoff, den der Mensch zum Leben braucht: So einfach ist es. Heute trinke ich täglich 2-3 Liter Wasser am Tag. Limonade, süße Fruchtsäfte und auch Alkohol ist bei mir eine Seltenheit (wobei, beim Alkohol mach auch ich gerne eine Ausnahme). Anfangs war die Umstellung etwas schwer, heute bekomme ich kaum mehr richtigen Gusto auf Cola & Co. Und wenn doch, na dann kaufe ich mir eine kalte Dose Pepsi und lösche die Lust damit. Wie viel man täglich am besten trinken sollte, darüber liest man überall etwas anderes & es kommt auch immer auf den Körper/Lebensstil/etc. an – die einfachste Methode ist vermutlich auf die Farbe des Urins zu achten. Je heller, desto besser.

 

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2. Treppen steigen

Oh, wie ich es hasse. Treppen sind der natürliche Feind jedes faulen Menschen & dennoch gehören sie zu den einfachsten Mitteln, Sport in den Alltag einzubauen. Und dabei trainiert es nicht nur die richtigen Stellen, sondern ist auch noch gut für Herz & Kreislauf. Was aber, wenn man wie ich zum (immer noch) konditionslosen Teil der Menschheit gehört? Kompromisse finden. Die Ubahn-Station Schweglerstraße in Wien ist mit normalen Treppen und  auch mit Rolltreppen ausgestattet, darunter auch drei zur Zeit der Errichtung längsten Rolltreppen Österreichs, die einen Höhenunterschied von 20 Metern überwinden. Ich geb’s zu, ich könnte jedes Mal weinen, wenn ich sehe, dass die Rolltreppen außer Betrieb sind. Aber trotzdem: Auch wenn ich normal die Rolltreppe nutze, laufe ich. Statt mich brav rechts hinzustellen, schleiche ich links möglichst zügig an den Leuten vorbei, bis ich oben etwas außer Puste ankomme. Noch so ein tükischer Ort voller Treppen: Das Germanistik- & auch das Komparatistik-Institut der Uni Wien. Und wenn die Kondition zu früh futsch ist: Ich hab hier schon des Öfteren so getan, als ob ich ganz dringend was im Handy gesucht hab, weil mir im 93. Zwischenstock von 4 oder 5 normalen Stöcken (oder sind es nur 3?) die Puste ausging und hinter mir übermotivierte Studenten folgten.

3. Knack-Po Allüren

Nicht nur mit Treppen steigen und den berühmt-berüchtigten Squats (oder ganz einfach: Kniebeugen)  kann der Po trainiert werden – eine meiner liebsten Übungen für Zwischendurch ist „Briefkasten zu, Briefkasten offen“ (wie es Alan von Two and a half Men bereits so schön der Verlobten Chelsea erklärt hat). Egal ob in der Ubahn, während dem Kochen, in der Warteschlange bei Starbucks oder auch in der Dusche: Einfach den Po zusammenkneifen, die Spannung etwas halten und dann wieder loslassen (Briefkasten zu – Briefkasten offen) und bestenfalls wiederholt ihr das Ganze so oft ihr wollt/könnt/mögt und aber mindestens 10 Mal.

4. Auf Zehenspitzen gehen

Diese „Übung“ habe ich bereits mehrmals wöchentlich gemacht, ohne überhaupt zu wissen, dass es eine Art Sportübung ist. Natürlich gehört sie sicher nicht zur anstrengendsten Art, aber es ist immerhin besser als gar nichts zu machen. Vornehmlich während dem Zähneputzen habe ich damit meine Fuß- und Wadenmuskulatur trainiert: Dabei steht ihr gerade hin und drückt die Fersen nach oben, ihr steht also auf den Zehenspitzen. Und dann wippt ihr wieder runter, am besten so, dass ihr jetzt die Fersen belastet und die Zehen nach oben stehen. Auch hier gilt, so oft ihr könnt oder wollt, bestenfalls mindestens 10 Mal für die Zehen, 10 Mal für die Fersen – und das ist in 3 Minuten Zähneputzen locker zu machen.
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5. Couchpotatoe

Ich liebe meine Couch. Gut, ehrlich gesagt hätte ich gerne ein neues Sofa, da das jetzige Modell von Mister T und mir nicht unbedingt für zwei liegende Personen gemacht ist. Zumindest nicht ohne viel Gerangel. „Dein Fuß.. kannst du mal? Au, das war mein Zeh!“ sind noch die netten Beschwerden, wenn wir beide versuchen es uns gegenüber von einander bequem zu machen. Das häufige Wechseln der Position, um Rücken oder Becken zu entlasten, hat aber auch etwas Gutes: Mehr Bewegung, auch während man faul auf der Couch liegt. Noch besser ist es, wenn man genug Platz hat! Da können verschiedene Positionen mit verschiedenen kleinen Übungen verbunden werden. Wer vorzugsweise auf dem Rücken liegt, sollte (wie mit dem Po) die Bauchmuskeln mal anspannen, ein paar Sekunden halten und wieder loslassen – und natürlich wiederholen. Auch Luftfahrrad-fahren ist kein Problem damit. Wer lieber ein Seiten-Embryo-Lieger ist (wie ich): Einfach je nach Seite das obere Bein anheben und langsam wieder senken, mehrmals wiederholen und dann die Seite wechseln.

6. I’m happy

Es heißt nicht umsonst „Lachen ist gesund“. Bei einem echten Lachen werden nicht nur jede Menge Glückshormone freigesetzt, es befreit uns auch noch von aufgestauten Emotionen, Stress & verbrennt sogar Kalorien. Am effektivsten ist dabei der richtige Lachflash: man kann das Lachen nicht mehr stoppen, die Tränen schießen in die Augen, der Bauch schmerzt vor Anspannung und (zumindest bei mir) versagt der Ton komplett (und irgendwann sitze ich am Boden). Lachen tut nicht nur der Seele, sondern auch dem Körper gut. Also: „… clap along if you feel like a room without a roof“ – Sei Happy!

7. Business-Effekt

Seit ich öfters im Büro bin und auch von zuhause aus arbeite versuche ich eigentlich, ordentlicher und strukturierter zu sein. Diese Schublade ist für Unterlagen für den Blog vorgesehen, hier lagern Schere, Locher & Post-its und in dem Eck sind alle wichtigen Dokumente meiner Ausbildung zu finden. Das hielt genau 2 Wochen an. Ich bin der Herr der Zettelwirtschaften (war ich schon immer) – das ist meine persönliche Natur. Irgendwann liegt also überall alles. Tatsache ist aber, das hat in Sachen Fitness etwas Gutes: Auch wenn ich einen kompletten Tag am Schreibtisch verbringe, stehe ich in einer Stunde etwa ein Dutzend Mal auf – nur um mir Unterlagen zu holen, die Schere zu suchen oder schnell das Ladegerät vom Handy zu holen, bevor die 1% Akku auch noch weg sind. Und telefonieren kann ich sowieso nur im Stehen und in Bewegung. Alles Kleinigkeiten, die natürlich keine Ergebnisse zeigen oder den gewünschten Sixpack bringen, aber dadurch wird einfach und schnell mehr Bewegung in den Büro-Alltag gebracht.

Was sind deine Fitness-to-go-Tipps? Hast du deinen inneren Schweinehund komplett überwunden, oder gehst du wie ich hin und wieder noch Hand in Hand mit ihm?

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7 Comments

  • Andrea
    3 Jahren ago

    Die Einstellung kommt mir bekannt vor! :D Klasse Tipps :)

  • Katharina
    3 Jahren ago

    Essen mit vielen Ballaststoffen, dann werden mehr Kalorien bei der Verdauung des Essens verbraucht als es enthält ;)

    • 3 Jahren ago

      yay muss ich mir merken :D

  • 3 Jahren ago

    Also den „Business-Effekt“ habe ich ständig… ich laufe immer quer durch die ganze Wohnung weil ich immer wieder vergesse etwas zu holen ;)

  • Janine
    3 Jahren ago

    der post ist der hammer. und ein bisschen unheimlich, weil ich das gefühl habe, dass du mich auch beschreibst. nicht nur der teil mit dem „zu faul für sport“ – sondern auch das mit der couch und dem platz drauf und der zettelwirtschaft!
    du sprichst mir mit dem post 100% aus der seele! *daumen hoch*

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