Over the top by Chris http://c-overthetop.net Over the top by Chris. Österreichs größter Storyblog. Tue, 22 May 2018 17:41:14 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 http://c-overthetop.net/wp-content/uploads/2017/07/cropped-favicon_overthetop-blog-32x32.png Over the top by Chris http://c-overthetop.net 32 32 Anzeige: Freiheit in 4 Wänden http://c-overthetop.net/freiheit-in-4-waenden/ http://c-overthetop.net/freiheit-in-4-waenden/#respond Fri, 18 May 2018 05:11:27 +0000 http://c-overthetop.net/?p=9618 Es ist 8 Uhr morgens. Mit einer großen Tasse Kaffee und dem Laptop setze ich mich an meinen neuen Esstisch und schaffe es endlich in den Tag zu starten.

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Es ist 8 Uhr morgens. Mit einer großen Tasse Kaffee und dem Laptop setze ich mich an meinen neuen Esstisch und schaffe es endlich in den Tag zu starten. Zur Zeit schlafe ich eher weniger als mehr und wie eigentlich immer wächst mir meine To-Do-Liste über den Kopf und dennoch nehme ich mir jeden Tag die Zeit für mein eigenes kleines Morgenritual – welches ich erst besitze, seit ich allein in meiner eigenen Wohnung wohne.

Der erste Schritt geht ausnahmslos zur Kaffeemaschine (nachdem der Hund abgeschmust wurde) – umso größer und voller die Tasse, umso besser. Dann ziehe ich meine Rollos hoch, damit so viel frühmorgendliches Licht, wie nur möglich in die Wohnung dringt, und schnappe mir mein Handy und meinen Laptop. Vorher war es das Bett, inzwischen setze ich mich am liebsten an meinen Tisch mit Blick aus dem Fenster. Rechts von mir steht nicht nur meine Orchidee (mein ganzer Stolz), sondern auch die Duftlampe mit den Wax Melts von Bolsius*, die ich mit routinierten Handgriffen vorbereitet hab: Die Blüten hinein, Teelicht darunter und Sekunden später strömt der Duft von frischer Wäsche und Magnolie durch die Wohnung (mein absoluter Favorit), während ich meine Social Media Kanäle durchgehe und meine Emails checke.

The Scent: Schon immer war ich ein Fan von Duftkerzen aller Art – angefangen hat es mit klassischen Duftstäbchen, weiter ging es mit allerhand Duftkerzen aus Möbelhäusern (die viel zu schnell abbrennen und mir auch schon ein Brandloch beschert haben) und seit ein paar Wochen bin ich komplett auf die Wax Melts von Bolsius* umgestiegen, nachdem ich angefragt wurde, ob ich sie testen und meine eigene liebste Duftkombination entdecken möchte. Was soll ich sagen? Wollte ich und hab ich. Mein absoluter Favorit ist morgens die Mischung aus Morgenfrische & Magnolie oder auch Lavendel. Abends greife ich immer zu Vanille – pur und ohne andere Duftnote, einfach weil ich mich reinliegen könnte. Die Handhabung ist übrigens fast zu einfach: Teelicht in die Duftlampe stellen und die gewünschten Wax Melts nach Lust & Laune mischen und oben reinlegen. Zu kaufen gibt es sie in Österreich übrigens fast überall, unter anderem bei Bipa, Merkur oder auch Interspar!

Ich gönne mir diese halbe Stunde bis Stunde eigentlich jeden Tag – bezeichnes es selbst als „entschleunigt in den Tag starten“, auch wenn ich mich zuallererst mit meiner Arbeit beschäftige. Und ich komme nicht umhin, mich jedes Mal aufs Neue in meiner Wohnung dann umzublicken. Seit gut vier Monaten wohne ich nun in meinem neuen Domizil, meinen ersten eigenen vier Wänden – eine klassische Singlewohnung, wenn man so will. Es fehlen noch einzelne Möbelstücke, was zwar ein wenig nervig, aber nicht weiter schlimm ist – ich will mir Zeit lassen, die richtigen Stücke finden und nicht die, die ich nach einem Jahr nicht mehr sehen kann. Ich hab das merkwürdige Bedürfnis, es gut machen zu wollen – der Wohnung irgendwie gerecht zu werden, dafür, dass sie mir dieses Gefühl gibt.

Hier muss ich keine Kompromisse machen oder meine (durchaus auch schlechten) Angewohnheiten verteidigen (ja, ich lasse gerne Schränke und Türen offen). Ich muss keine Rücksicht nehmen und mit niemandem das Bad teilen, ich kann Teppiche auslegen, die Bücher nach Farben ordnen und in der ganzen Wohnung Duftkerzen aufstellen, wenn ich will (was ich meist mache). Niemand rollt mit den Augen, weil ich meine Kaffeetasse dann stehen lasse und erst abends beim Heimkommen wieder wegräume und ich muss auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nicht dazu komme, den Müll runterzubringen (außer Mama ist da).

Es ist tatsächlich das erste Mal, seit ich von Zuhause ausgezogen bin, dass ich mich wirklich wirklich wohl fühle. Ich fühle mich angekommen, habe mir nicht nur ein Domizil geschaffen, sondern meine persönliche Wohlfühloase gefunden und ein eigenes Heim erschaffen. Von der ersten Sekunde an hat es sich richtig angefühlt.

Diese 4 Wände habe ich mir selbst erarbeitet, niemand kann es mir wegnehmen.
Das hier, das ist meine Freiheit.

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Liebe auf vier Pfoten – Paul wird 2 http://c-overthetop.net/liebe-auf-vier-pfoten-paul-wird-2/ http://c-overthetop.net/liebe-auf-vier-pfoten-paul-wird-2/#comments Mon, 14 May 2018 16:33:30 +0000 http://c-overthetop.net/?p=10143 „Ich weiß, dass klingt vielleicht irgendwie blöd… Aber ich bin so nervös. Was ist, wenn sie mich nicht mag? Wenn sie denkt, dass ich keine gute Hundebesitzerin sein werd?“, gebe ich kleinlaut von mir und schrumpfe auf dem Beifahrersitz neben Mara zusammen.

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„Ich weiß, dass klingt vielleicht irgendwie blöd… Aber ich bin so nervös. Was ist, wenn sie mich nicht mag? Wenn sie denkt, dass ich keine gute Hundebesitzerin sein werd?“, gebe ich kleinlaut von mir und schrumpfe auf dem Beifahrersitz neben Mara zusammen. Wir sind gerade zusammen auf dem Weg nach Kärnten – genauer gesagt nach Viktring – und ich spreche zum ersten Mal aus, was mir eigentlich seit Tagen durch den Kopf geht. „Dass klingt überhaupt nicht blöd. Hier geht es immerhin nicht um irgendetwas. Du lernst dein zukünftiges Hundebaby kennen“, antwortet Mara mit einer Sicherheit, die dir irgendwie nur Hundebesitzer entgegenbringen können. „Und du kannst mir glauben: Du wirst eine gute Hundemama und sie wird dich ganz sicher so einschätzen.“ Ich nicke, etwas beruhigt, aber nicht weniger nervös.

Mein ganzes Leben lang schon wollte ich einen Hund haben. Meine Familie war schon immer eine Katzenfamilie und – versteht mich nicht falsch – Katzen können großartig sein. Aber ich wollte dennoch immer diesen einen treuen Begleiter in meinem Leben haben, der einen ganz besonderen Platz einnimmt und mehr ist, als nur ein Haustier.

Im Sommer 2016 war es dann endlich soweit – bevor die Entscheidung aber endgültig fiel und die Zwergnase bei mir einzog, hieß es bei der Züchterin vorbeischauen, die Hunde zu sehen und vor allem „meinen“ kleinen Welpen zu treffen. Anfangs gab es da nämlich zwei Kandidaten, müsst ihr wissen. Bis zu dem Tag, als ich mit Mara nach Kärnten fuhr, hatte ich nur Fotos und Videos von dem Welpenrudel gesehen und ich wollte aber nicht anhand von Fotos entscheiden. Die Wahrheit ist: Wäre es nämlich danach gegangen, wäre es eigentlich ein anderer geworden.

Paul – der damals noch Frederic hieß – war tollpatschig, über die Maßen tapsig und neugierig und hat mein Herz und meine volle Aufmerksamkeit besonders dadurch erhalten, dass er sich mit seinen sieben winzigen Wochen (in Ermangelung einer besseren Beschreibung) nichts geschissen hat. Keine fünf Minuten ging es und ich hatte meine Entscheidung getroffen, ohne dass ich es gleich gemerkt hatte – erst als Mara unser Spielen zwischendurch mit „ich glaub, du weißt welcher es wird“ unterbrochen hat, ist es mir bewusst geworden. Etwa fünf Wochen später ist der Zwerg bei mir eingezogen, hat seinen neuen Namen und ein neues Zuhause erhalten und mich vor allem einige Nerven gekostet.

Ein Welpe ist definitiv kein Zuckerschlecken – jeder ist natürlich anders, lernt und reagiert individuell und im Endeffekt kommt es natürlich auch auf die eigene Erfahrung an. Für mich war bzw. ist Paul mein erster Hund und insbesondere die erste gemeinsame Nacht war… nennen wir es beim Namen: Horror. Es ist natürlich nichts passiert und im Nachhinein betrachtet war es auch halb so schlimm und ich hab mir selbst mehr Stress gemacht als nötig, aber ich war einfach so darauf erpicht von Anfang an alles richtig zu machen (Spoiler: hab ich nicht, wird man auch nicht), dass ich automatisch etwas größeres daraus gemacht habe. An dieser Stelle gilt mein größtes Dankeschön übrigens Nina und Mara, die mit mir bis um 3 in der früh in Kontakt waren und mir vor allem die meiste Angst etwas falsch zu machen genommen haben.

Zwei Jahre ist der kleine Zwerg nun alt, seit etwas mehr als 1,5 teilen wir unser Leben und was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens und ich würde es jederzeit wieder tun. Klar – Paul hält mich immer noch gut auf Trab, inzwischen sind wir aber ein verdammt gut eingespieltes Team und ich kenne seine Macken und Eigenheiten und kann ihn vor allem sehr gut lesen und einschätzen (zumindest nachdem wir die Pubertät hinter uns haben). Ich kann auch alles andere als bestätigen, dass ein Hund in der Stadt nicht glücklich ist oder es irgendwie Probleme macht (wobei Wien auch mitunter zu den hundefreundlichsten Städten der Welt gehört). Solltet ihr also eventuell grad auf ein kosmisches Zeichen warten, ob der Zeitpunkt für einen Hund gekommen oder es wirklich die richtige Entscheidung ist: Hier ist es!

„The journey of life is sweeter
when traveled with a dog.“

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3 Fragen, die ich als Single nicht mehr hören will http://c-overthetop.net/3-fragen-die-ich-als-single-nicht-mehr-hoeren-will/ http://c-overthetop.net/3-fragen-die-ich-als-single-nicht-mehr-hoeren-will/#respond Thu, 10 May 2018 06:21:23 +0000 http://c-overthetop.net/?p=9900 Egal ob du in einer Beziehung bist, alleinstehend oder irgendetwas dazwischen – jeder von uns hat mit den üblichen Vorurteilen und Schubladen zu kämpfen.

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Egal ob du in einer Beziehung bist, alleinstehend oder irgendetwas dazwischen – jeder von uns hat mit den üblichen Vorurteilen und Schubladen zu kämpfen. Sind es in meinem Alter und einer (längeren) Beziehung die Klassiker „Wann ist es denn bei euch soweit [insert: mit Kindern/Hochzeit/Eigentum]?“, gibt es auch diese vor Klischees triefenden Fragen und Aussagen, wenn du eben Single bist. Und im Gegensatz zu den typischen Fragen, die ich während meiner Beziehung meistens vom familiären Umfeld zu hören bekommen habe, stellt sie dir als Single früher oder später jeder. Egal ob Bekanntenstatus, Familienmitglied oder der neue Tindermatch – es scheint so, als ob es hier keine wirkliche Grenze gibt und wenn doch, ist sie mir zumindest noch nicht untergekommen. Ich präsentiere: 3 Fragen, die ich als Single nicht mehr hören will.

„Warum bist du Single?“

Weil in der letzten Zeit noch niemand mein Potenzial als Traumfrau und Heiratsmaterial entdeckt hat und spontan vor mir auf die Knie gefallen ist? Weil ich mit Vorliebe (unabsichtlich) mit einem Resting Bitch Face durch die Straßen Wiens gehe? Weil ich mit Freundinnen in einen Club gehe, um wirklich mit ihnen dort zu feiern und nicht, um als 4-Uhr-Girl mit einem Mann anzubandeln? Weil ich im Eat-Pray-Love-Style zuerst mich selbst finden will? Oder doch, weil es mir zur Zeit allein mehr Spaß macht (in allen Bereichen)? Nonaned, man weiß es nicht. Ich am wenigsten und es kümmert mich aktuell auch nicht wirklich. Und kleiner Tipp: Diese Frage ist auch kein Kassenschlager in der großen Range der Anmachsprüche, auch nicht, wenn es mit einem random Kompliment und verwundertem Unterton verbunden wird.

„Und, gibt es da schon jemanden bei dir?“

Mit großer Wahrscheinlichkeit fühlen sich hier meine Eltern (oder andere Verwandte) angesprochen und sollen sie ruhig auch. Genauso wenig, wie ich damals bei meiner Trennung die eine oder andere Aussage übel, sondern eher mit Humor genommen habe, gilt das eben auch für diese Frage. Gehört zu dieser Kategorie „verstehe ich, weil neugierig und eventuell auch hoffend“, aber dennoch irgendwie unnötig, weil ich es sowieso erzählen würde, wenn es jemanden geben würde, mit dem es richtig ernst ist (und zwar im Sinne von „dich stell ich jetzt mal meinen Eltern vor“-ernst).

„Wie lange bist du denn schon Single?“

Meine absolute Lieblingsfrage, besonders bei diversen (beginnenden) Tinderchats oder ersten Dates – seht ihr die Ironie vom Bildschirm triefen? Klar, ich bin auch neugierig und irgendwann würde ich das von meinem Gegenüber auch wissen wollen. Aber innerhalb der ersten ausgetauschten Nachrichten oder noch während dem ersten gemeinsamen Kaffee? Nein, Danke. Im Endeffekt macht es nämlich keinen Unterschied, ob ich mich vor 6 Monaten oder 6 Jahren getrennt habe – wenn ich entscheide, dass ich bereit für etwas Neues bin (oder einfach auch nur für casual Dating oder just for fun), dann bin ich es auch. Hier muss niemand (Moral)Apostel oder Wundernase spielen, außer vielleicht der wirklich potentielle (zukünftige) Partner, wenn das Thema über Verflossene generell mal aufkommt. Und selbst dann gilt es nur, die Information aufzunehmen und eventuell zu verarbeiten, aber nicht selbst Schlüsse daraus zu ziehen. Ja, ich war 7 Jahre lang in einer Beziehung und ja, ich bin seit 6 Monaten Single und ja verdammt, ich bin glücklich und habe damit abgeschlossen.

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Warum du anfangen solltest zu wandern http://c-overthetop.net/anfangen-wandern-oesterreich/ http://c-overthetop.net/anfangen-wandern-oesterreich/#comments Tue, 08 May 2018 14:22:16 +0000 http://c-overthetop.net/?p=10103 Beim Bauernhof nebenan die neuen Kälber begutachten, auf dem Nachhauseweg verbotenerweise die Schneeglöckchen aus den Gärten für Mama pflücken, jeden Winter mehrere Stunden und Tage auf den Skiern verbringen und mit der gesamten Familie ganztägige Wanderausflüge machen –

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Beim Bauernhof nebenan die neuen Kälber begutachten, auf dem Nachhauseweg verbotenerweise die Schneeglöckchen aus den Gärten für Mama pflücken, jeden Winter mehrere Stunden und Tage auf den Skiern verbringen und mit der gesamten Familie ganztägige Wanderausflüge machen – das sind nur ein paar wenige von den Dingen, die man als Dorfkind bzw. „vom Land“ in seiner Kindheit eben so erlebt. Sehr viele von diesen Sachen vermisse ich immer wieder mal mehr, mal weniger in meinem aktuellen Großstadtleben, auf ganz vieles verzichte ich inzwischen aber auch bewusst (sagen wir so: Skifahren ist für mich nicht unbedingt das Leiwandste). Dazwischen gibt es aber eben auch jene Dorfkind Momente und Erfahrungen, die ich zwischenzeitlich abgeschrieben und gerade jetzt zum Beispiel wieder für mich entdecke. Aktuelles Thema: Wandern!

Wir haben zuhause in Vorarlberg eigentlich regelmäßig verschiedenste Wanderungen gemacht – meist auch in einer größeren Gruppe, wo dann auch Onkel, Tanten & Cousins mit im Gepäck waren und die Rucksäcke bis zum Rand mit diverser Verpflegung vollgestopft waren. Wie das aber eben so ist, verliert man oft das Interesse an den Dingen, die einem auf dem Silbertablett serviert werden und direkt vor der Nase liegen: Spätestens im Teenageralter habe ich es verflucht (ganz oben auf meiner Hassliste zu dieser Zeit: Schulwanderungen). Noch bekannter ist am Ende aber das Phänomen, dass man im Alter dann doch auch klüger wird und sich Vorlieben und Hobbies ändern und – abgesehen davon, dass ich seit Paul bei mir eingezogen ist sowieso jede Schönwetter-Chance nutze um aus der Stadt zu fliehen – mit top motivieren Sportskanonen im Freundeskreis kam auch das wieder, wie es kommen musste: Ich bin zu einem Wandergirl geworden. Oder so.

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Wie ihr wisst, führen Sport und Ich generell so eine Art Hass-Liebe: Mir macht nur sehr wenig so grundsätzlich sehr viel Spaß (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe meine Supercycle Vienna Phase, die ich eigentlich wieder plane aufleben zu lassen) und ich lasse mich auch extrem schnell ablenken, was dann wiederum dazu führt, dass mir langweilig wird und – so schnell könnt ihr gar nicht schauen –  das war es dann mit meiner Motivation. Und genau hier liegt dieser riesige Vorteil für mich im Wandern, mir wird nämlich gar nicht erst langweilig dabei. Zum Einen bist du (hoffentlich) mit Freunden oder der Familie unterwegs und plauderst dabei über Gott und die Welt, weswegen die Zeit generell schon mal wie im Flug vergeht. Zum Anderen hast du dabei die Möglichkeit neue Orte (die meist sogar ums Eck liegen) zu entdecken und kennenzulernen, du kannst all die To Dos und den Alltagsstress, den eigentlich jeder von uns hat, kurz einfach mal hinter dir lassen und durchatmen und zu guter Letzt: Die kleine Fellnase freut sich auch einen Ast ab (außer er sieht zum ersten Mal in seinem Leben eine Schlange, aber sogar das haben wir nach kurzer Panik erfolgreich überwunden und überstanden).

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Was ich anfangs noch mit Vorsicht genoßen und erzählt habe (ihr wisst, die Motivation), schrei ich hiermit also offiziell in die (nicht nur virtuelle) Welt hinaus – immerhin ist bereits schon die nächste Wanderung geplant und ich konnte sogar schon meine Eltern davon überzeugen, ihre ‚Ausrüstung‘ mit nach Wien zu nehmen, um wie letztes Wochenende spontan einen Ausflug in die Berge zu machen. Klar: Meine Kondition lässt immer noch zu wünschen übrig und vermutlich werde ich trotzdem nie den Mount Everest besteigen, aber ich bin auch schon zufrieden, wenn es vielleicht mal irgendwann der Piz Buin oder der Großglockner wird (ich will ja auch damit angeben können). Und generell kann ich es jedem (egal ob Sportskanone oder nicht) nur empfehlen, besonders auf dem schönen Fleckchen Erde, welches wir zuhause nehmen. Also: Ein Hut, ein Stock, ein Damenunterrock – und los geht’s.

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Anzeige: Mütter und ihre Töchter http://c-overthetop.net/muetter-und-ihre-toechter-lady-bird-film/ http://c-overthetop.net/muetter-und-ihre-toechter-lady-bird-film/#comments Wed, 18 Apr 2018 15:45:53 +0000 http://c-overthetop.net/?p=9993 „Du verstehst das nicht, du hast keine Ahnung wie es mir geht“, schmettere ich ihr erbost ins Gesicht und stampfe wütend mit dem Fuß auf.

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„Du verstehst das nicht, du hast keine Ahnung wie es mir geht“, schmettere ich ihr erbost ins Gesicht und stampfe wütend mit dem Fuß auf. Gegenüber von mir steht meine Mom in der Küche und auch ihr Gesicht ist inzwischen wutverzerrt. In diesem Moment bin ich voll und ganz der Meinung, dass ich Recht habe, meine Mutter der gemeinste Mensch auf der Welt ist und ich mitunter auch das unfairste und schlimmste Leben auf der ganzen Welt habe – weil mich meine Mama nicht fortgehen lassen will.

– Oder was auch immer der ziemlich harte Grund damals für mein pubertierendes Drama in drei Akten war. Ich war an sich kein Problemkind, aber auch nicht die einfachste Tochter der Welt. Zumindest war ich im Gegensatz zu meiner großen Schwester nicht gerade vorbildlich und eher das schwarze Schaf der Familie: Ich habe mit 15 angefangen mit Freunden auszugehen (und Alkohol zu trinken), (nicht ganz so) heimlich dabei auch zu rauchen begonnen und es mit der Wahrheit auch nicht immer ganz so genau genommen, wenn ich meinen Eltern irgendetwas davon erzählt habe, dass ich um Mitternacht bereits auf dem Heimweg zur Freundin bin, bei der ich wieder mal übernachtete (Spoiler: wir waren nie um Mitternacht zuhause).

In meinen jüngsten Jahren galt ich immer als absolutes Mamakind – ungute Zungen behaupten sogar, dass ich einen Aufstand angezettelt hab, sobald sie den Raum verlassen hat. Irgendwann im Laufe der späten Teenagerjahre bin ich dann – vor allem aufgrund der vielen pubertären Diskussionen mit ihr und meines ihm recht ähnlichen Charakters – mehr zu einem Papakind geworden. Mit Papa konnte man Bier trinken, (Zigarre) rauchen und dreckige Witze reißen; Er hat mir das Autofahren ohne Schweißperlen auf der Stirn beigebracht und mir gezeigt, wie wichtig es ist für sich selbst einzustehen und das nötige Selbstbewusstsein zu haben. Papa war einfach einen Ticken cooler, weniger stressig, weniger bevormundend. Zumindest war das meine Überzeugung gegen Ende meiner Teenagerzeit. Es fällt mir schwer es zuzugeben, aber: Ich musste selbst zuerst erwachsen werden, um zu erkennen, wie positiv mich meine Mama beeinflusst hat, wie viel Züge ich von ihr übernommen habe und das sie (schon immer) die allererste Person war, die ich bedingungslos geliebt habe und liebe – all der Unterschiede zum Trotz.

Es sind nur noch wenige Meter zu meinem Elternhaus. Der Grund für meinen Besuch in der Heimat ist dieses Mal kein schöner: Vor ein paar Tagen ist meine Oma verstorben und auch wenn es nicht überraschend gekommen ist, tut es nicht weniger weh. Es ist das erste Mal, dass ich alt genug bin, um den Tod eines nahen Familienmitglieds mitzubekommen und ich weiß noch nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll. Denn: Es ist die Mama meiner Mama. Schweren Herzens steige ich aus dem Auto aus, schnappe mir meinen Koffer und schreite zur Haustür. Ich klingel und da steht sie: Meine immer starke Mom, die sich versucht ein Lächeln abzuringen und irgendetwas Aufmunterndes zu sagen, immerhin ist es doch ihre Aufgabe. Und dort im Türrahmen bricht mein Herz zum ersten Mal, seit ich die Nachricht erhalten habe, so richtig. Weil ich weiß, wie weh es ihr tut und weil ich mir nicht vorstellen kann, wie es sein mag, die eigene Mama gehen zu lassen und weil ich nicht will, dass sie so leidet. Und ich weiß nicht, was ich sagen soll oder kann, um ihr etwas von ihrem Leid zu nehmen, um die Situation erträglicher zu machen – weil es eigentlich nichts gibt, was das vermag. Ich lasse meinen Koffer fallen und ziehe sie in eine so feste Umarmung, dass wir am Ende beide keine Luft mehr kriegen und für wenige Momente stehen wir einfach da und halten uns fest.

Die Mutter-Tochter-Beziehung gilt als die komplexeste zwischenmenschliche Beziehung überhaupt – keine Verbindung schwankt so sehr zwischen Liebe und Streit wie diese. Im einen Moment wollen wir wie sie sein, im anderen verfluchen wir ihre bevormundende Art auf das Schlimmste. Gerade in der Pubertät wird das Verhältnis auf eine Probe gestellt und ich bin im Endeffekt auch wirklich froh, dass meine Mama und ich meine dramatischen Jahre ganz gut überstanden haben. Natürlich: Wir diskutieren auch heute noch und gehen uns auf die Nerven, aber sind zumindest beide inzwischen erwachsen genug, daraus keine große Sache zu machen (meistens jedenfalls). Und im Endeffekt kann ich sogar behaupten, dass es mich ein klein wenig stolz macht, wenn ich Sätze wie „Du bist wie deine Mama“ höre. Der Weg dorthin – und das wissen vermutlich alle Töchter dieser Welt – ist nicht unbedingt ein leichter.

Lady Bird* – ab 19. April in den österreichischen Kinos

Christine befindet sich mit ihren 17 Jahren gerade mitten in der berühmtberüchtigten Pubertät und Selbstfindungsphase. Sie hat sich selbst den Namen Lady Bird gegeben und wird im kommenden Jahr ihren Abschluss an einer katholischen Highschool in ihrer Heimat Sacramento machen – um dann endlich aus dem kalifornischen Hinterland zu fliehen. Ihre Mutter Marion ist von diesen Plänen alles andere als begeistert, besonders da das Geld der Familie einfach zu knapp ist (insbesondere seit der Familienvater seinen Job verloren hat). Neben der (uns) nicht unbekannten und (für sie) nicht unkomplizierten Beziehung von Lady Bird zu ihrer Mutter, erfährt sie ganz nebenbei auch noch die Struggles der ersten Liebe, verlorenen Freundschaften und ganz normalen Zukunftsängsten.

Auf den ersten Blick scheint Lady Bird* wie ein klassischer Film über das Erwachsenwerden. Nichtsdestotrotz sollte man sich davon nicht abbringen lassen, denn die beiden Schauspielerinnen Saoirse Ronan und Laurie Metcalf machen die Geschichte mit einem absolut herausragenden Portrait einer Tochter-Mutter-Beziehung zu etwas ganz Besonderem. Lady Bird fängt den dramatischen Kern des Erwachsenswerdens perfekt auf und erzwingt dabei aber kein Pseudo-Happy-End. Nicht nur bei einer Szene konnte ich mein eigenes Teenager-Ich (oder auch meine Mama) wiedererkennen, kombiniert mit schmunzeln und/oder auch etwas fremdschämen. Lady Bird ist auf jeden Fall ganz großes Kino und bereits jetzt eines meiner diesjährigen Highlights. Kleiner Tipp: Bestenfalls die eigene Mama schnappen und sich das Ganze auf der großen Leinwand ansehen.

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