Die Sache mit dem Alleinsein

Da stand ich nun. Oder besser gesagt, da lag ich nun. Verschnupft. Allein gelassen. Einsam. Mister T machte sich am Freitag frühmorgens, während ich noch tief schlummernd im Bett lag, auf den Weg ins Ländle und ließ mich ganze 4 Tage allein. Und das, obwohl ich (mehr oder weniger) mit dem Tod durch Erkältung zu kämpfen hatte. Allein! Ihr merkt, ich übertreibe. Ja, ganz kurz bebten meine Lippen traurig, als ich am Freitag im Halbschlaf dann festgestellt habe, dass es gar kein Traum war, als er sich verabschiedete. Und ja, als ich dann Stunden später (immer noch) mit Kopfschmerzen, Schnupfen und Gliederschmerzen vom Bett zur Couch gewandert bin, wollte ich ihn auch an meiner Seite haben – vornehmlich um mich zu bemitleiden & zu trösten & zu bemuttern. Aber eigentlich, komme ich ganz gut alleine zurecht. Zumindest für ein paar Tage. Und wenn ich nicht grad krank bin. Oder mies gelaunt. Ich kann Dinge von meiner To-Do-Liste in einem Schwung abhaken, kann endlich wieder Doctor’s Diary ansehen und niemand rollt lächelnd mit den Augen, wenn ich bei Grey’s Anatomy literweise Tränen der Trauer vergieße. Auch die vorwurfsvollen Blicke, wenn ich eine ganze Packung Schoko Bons verdrücke, bleiben aus (wobei, die sind eigentlich recht hilfreich). Wären da nicht die lästigen Seiten des Alleinseins – wie zum Beispiel Kochen. Ich hasse es für eine Person kochen zu müssen. Das liegt generell daran, dass ich nie weiß was ich kochen soll und am Ende immer auch noch zuviel von allem mache. Oder meine leichte Paranoia, wenn ich nachts allein im Bett lieg & ich plötzlich jedes Geräusch wahrnehme, was meine Wohnung so von sich gibt. Oder das es weniger Spaß macht, sich am Telefon aufregen zu müssen, statt den Livebericht beim Heimkommen geben zu können. Ok, ich gebs zu. Ich bin nicht gern allein. Aber ich kann gut damit umgehen. Zumindest für ein paar Tage. Und für die komischen Geräusche in der Nacht, hab ich zum Glück einen Baseballschläger im Schlafzimmer.

 

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