It’s Christmas: Slow down & savor + Gewinnspiel

Die Weihnachtszeit ist seit jeher eigentlich die Zeit der Ruhe für mich. Ich verbringe sie am liebsten mit meiner Familie und vermeide es grundsätzlich, zu viele Termine zu machen. Mit dem steigenden Alter und der größeren Verantwortung als Selbstständige und meiner Arbeit als Social Media Managerin wurden diese besinnlichen Tage von Jahr zu Jahr weniger – nicht, dass ich mich beschweren möchte. Im Gegenteil, irgendwie weiß ich dafür die Feiertage und das Drumherum viel mehr zu schätzen als es noch zu meiner Schulzeit der Fall war. Weihnachten heißt für mich runterkommen. Während dieser Zeit möchte ich ohne schlechtes Gewissen (zumindest) bis 09:00 Uhr schlafen oder gemütlich ein Buch vor dem Kamin in meinem Elternhaus lesen können. Ohne Zeitdruck oder einem weiteren Termin im Nacken mit meiner besten Freundin brunchen, einen ausgiebigen Spaziergang mit Paul machen und den Nachmittag vor dem Fernseher verschlafen. Weihnachten heißt für mich frei haben.

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Single Mädchen oder Girlfriend Vibe

„Du verstehst das nicht, du hast doch schon so lange einen Freund.“

Bumm. Es ist ein Schlag in die Magengrube, ohne das ich zuvor wusste, dass mich so eine Aussage auf eine verquere Art und Weise treffen könnte, aber sie tut es. Indirekt direkt und ich halte in meinem Satz inne und blicke sie verdutzt an. „Was?“ „Ja, du bist ja schon ewig nicht mehr Single gewesen, du siehst das alles einfach anders.“ Andere, verletzendere Worte hängen wie eine dunkle Wolke über uns in der Luft. Worte, die sie nicht wirklich ausspricht, die aber jeder von unserer 5-köpfigen Mädelsrunde laut und deutlich hören kann.  Es steckt eine Art Vorwurf dahinter, der Vorwurf, dass ich als Beziehungsmensch keine Ahnung mehr vom Single Mädchen Dasein habe und mir deswegen auch nicht herausnehmen kann, es zu beurteilen. „Ich will einfach meinen Spaß haben, Männer tun das doch auch“, erklärt sie weiter. „Ja, und?“

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Von gefällten Entscheidungen

Es gleicht einer Krankheit. Dieses ewige Schreiben der To-Do-Listen, das Festlegen von Punkten, Zielen und Deadlines, das ungeduldige Bedürfnis, die Zukunft auf Schwarz und Weiß zu sehen. Eigentlich bin ich kein Freund von 3-Jahres-Plänen und vorgegebenen Visionen und Träumen – vermutlich deswegen, weil ich sie nie einhalte und generell alles immer anders kommt, als man denkt. Nichtsdestotrotz, ich scheine Struktur in diesem Fall (dezent krankhaft) zu lieben. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als am Vorabend den darauffolgenden Tag zu planen; auch wenn ich mich aus Prinzip nie daran halte, weil grundsätzlich immer etwas dazwischen kommt, oder ein Punkt womöglich mehr Zeit in Anspruch nimmt als eigentlich gedacht. Und ich liebe liebe liebe es, mir am Anfang eines jeden Jahres die klischeehaften Vorsätze zu machen – es lässt mich ein neues Jahr generell motivierter und zielstrebiger in Angriff nehmen, so ungefähr bis zur 2. Jahreshälfte. Den das ist meine eigentliche Schwäche: Diese Motivation, den Biss und Ehrgeiz vom Anfang des Jahres 365 Tage lang zu halten. Aber sehen wir uns das im Detail an.

gefällten entscheidungen

Neue Orte wurden entdeckt – völlig unbekannte, wie unter anderem Andalusien, Graz und Neckenmarkt, aber auch solche, die ich bereits kennenlernen durfte, wie zum Beispiel meine große Liebe London. Ein Punkt, den ich glücklicherweise schnell streichen konnte und auch durchwegs weiterführe, wenn möglich. Mein Masterstudium habe ich pausiert – ganz offiziell – und es auch noch nicht bereut. Das Studium wartet auf mich, mein Leben nicht. Ich wollte mein Buch dieses Jahr veröffentlichen. Hier versteckt sich der größte Hund: Bis zum 6. Monat habe ich stehts Zeit und Energie dafür gehabt, mit dem Sommer ging es hier jedoch etwas bergab. Um das schleunigst wieder zu ändern, gehören die letzten 2 Wochen im herbstlichen Oktober voll und ganz meinem Herzensprojekt. Prioritäten sind in der Reihenfolge leider wieder verrutscht, wie es so oft passieren kann, aber jetzt langsam aber sicher finden sie wieder ihren Platz – aus Gründen.

Den Nachmittag für den Eyelinerstrich habe ich ausgelassen – einfach weil ich derzeit sowieso keinen trage. Ich scheiße immer noch auf’s Fitnesscenter, weil ich es immer noch sowieso nicht schaffe, auf das schlechte Gewissen verzichte inzwischen bestens. Es wird tatsächlich jeden Monat zumindest ein Buch gelesen gehört, egal ob bereits bekannt oder unbekannt. Sonntag gehört fast immer mir (und Mister T, Paul und meiner Familie). Allgemein ist nach dem großen Umzugschaos jetzt alles wieder ein bisschen organisierter, wir haben sogar wieder einen Schreibtisch und all die eingestaubten Unterlagen und Zettelwirtschaften finden nach und nach ihren Platz. Ich habe auch wieder mehr Zeit im Ländle verbracht, auch schon mit Paul – bin ja nicht umsonst Lifestyleblogger aus Vorarlberg und Wien. Die grauen Haare sind nicht geblieben, die nächste Veränderung steht aber schon an, sorry Mama. Ich versuche stets zu inspirieren, motivieren und unterstützen – hoffe ich zumindest. Erwischt: Die Bilderrahmen sind tatsächlich noch leer. Ups. Und last but not least, Over the top: Der ruhige Sommer ist vorbei. Back to Business!

2016 ist fast um – alles hat sich irgendwie verändert und ist dennoch gleich. Vielleicht einfach deswegen, weil dieses Jahr ein Jahr der Veränderungen ist und generell von Anfang an irgendetwas in der Luft lag. Da denkst du darüber nach, dass wieder keine von deinen gefällten Entscheidungen durchgezogen wurde und am Ende stellst du fest: Alles läuft so wie es soll, selbst wenn der Stillstand eintritt. Denn,  das Einzige was sich für mich persönlich seit Jahresbeginn geändert hat, ist die Tatsache, dass meine ausstehenden Entscheidungen nicht mehr ausstehend sind, kein kleiner Gedanke, kein Entzünden – mehr ein Brennen. Die Entscheidungen sind gefallen. Kein „Ich will gesünder leben“, „Ich möchte mehr Zeit für mich haben“ oder „Ich würde gerne mein Studium pausieren“ – sondern ein „Ich hab es getan“.

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Wie es ist, als Dorfkind aufzuwachsen

Es ist längst nichts Neues mehr, dass ich im Herzen ein Landei bin und immer sein werde. Und es ist generell auch oft genug Gesprächsstoff – vor allem mit diesen ganzen Stadtkindern in meinem Leben, die es immer wieder faszinierend finden, welche Bräuche und Traditionen ich mitbringe oder welche von ihnen ich schlicht und einfach nicht kenne. Ein besonderer Faktor ist es natürlich, dass ich nicht von irgendwo am Land komme, sondern von einem winzigen Nicht-einmal-2000-Seelen-Dorf in Vorarlberg, das westlichste Bundesland mit all seinen Mythen und merkwürdigen Dialekten, die sonst keiner versteht.

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Die perfekte Tochter

Es ist bereits kurz vor Mittag, als ich mich aus meinem gemütlichen Bett schäle und nach einem kurzen Besuch im Bad endlich die Treppen ins Erdgeschoss meines Elternhauses anvisiere. Auch wenn ich schon seit einiger Zeit wach bin, wollte ich die Geborgenheit meines ehemaligen Kinderzimmers einfach noch nicht hergeben. Obwohl wir erst Mai haben, ist es seit Tagen richtig warm, fast schon sommerlich und aus diesem Grund wundert es mich nicht, dass im unteren Stockwerk alle Fenster und Türen weit aufgerissen sind und ich das idyllische Zwitschern der Vögel problemlos wahrnehmen kann. Bis auf mich ist das Haus scheinbar leer; ich muss nicht lange überlegen, wo meine Eltern sich versteckt haben – das aktuelle Gartenprojekt hat sie fest im Griff. Gerade wird scheinbar über die endgültige Umlaufbahn der neuesten Errungenschaft, dem Rasenmäher-Roboter, gefachsimpelt. Ich schnaube vergnügt, schnappe mir meinen Laptop und platziere mich an unserem großen Tisch mit Blick auf das elterliche Gärtner-Duo.

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