Carpe Diem, they said.

carpediem1

Ich halte kurz inne in meinem Tun. Den Blick habe ich fest auf den Kalender gerichtet, der offen auf meinem Schoß liegt und den ich gerade noch dafür genutzt habe, die kommenden Wochen und Tage zu planen. Ohne groß darüber nachzudenken, habe ich fixe Termine und Deadlines eingetragen. Zwischen Agenturzeiten, Unikursen, dem 5. Jahrestag und den Calls von ICONS fällt mir eines tatsächlich erst jetzt auf: Das Jahr neigt sich langsam, aber sicher und stetig dem Ende zu. In weniger als zwei Wochen ist der Oktober bereits vorbei und dann darf man sich nicht mehr wundern, wenn das Wetter uns mehr zittern als schwitzen lässt. Zweimal umgedreht und schon gehen wir mit großen Schritten Richtung 2016.

 

Ich komme nicht umhin mich zu fragen: What the hell happened? Gefühlt könnte ich schwören, dass dieses Jahr erst zur Hälfte rum ist und ich erst letzte Woche die Sommer- gegen die Winterkleidung getauscht habe. Und mir wird kurz heißkalt, wenn ich überhaupt daran denke, was ich – rein theoretisch – alles im Jahr 2016 machen wollte. Mit meiner Master-Arbeit beginnen, zum Beispiel. Jetzt gerade kann ich bei diesem Gedanken nur laut auflachen. Kein Jahr verging bisher so schnell wie dieses – ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. „Mädchen beruhig dich mal – sind ja noch 2 Monate“ – werden sich die einen oder anderen jetzt denken. Aber ganz ehrlich: 2 Monate sind nichts. 8 Wochen vergehen schneller als der Flug von Wien nach Zürich und ich bin froh, dass ich erst vor kurzem ein neues Zeitmanagement für mich entdeckt habe, das ich gerade nach und nach umsetze und bereits dazu geführt hat, dass ich den gestrigen Samstag einfach mal frei hatte.

Und dennoch – es schnürrt mir etwas die Luft ab, wenn ich das aktuelle Datum sehe. Es hat vermutlich etwas mit dem allseits bekannten Zeitdruck zu tun, den ich bei gewissen Deadlines verspüre. Und der letzte Tag des Jahres ist vermutlich DER Stichtag schlechthin – kommen wir alle doch nicht vorbei an den elendigen Fragen: Hast du dich an deine Vorsätze gehalten? Deine Ziele erreicht? Die große To-Do-Liste deines Lebens etwas kürzen können? Ihr seht, ich kann dabei auch leicht panisch werden, wenn ich mich zu sehr damit beschäftige. Deswegen ist es dieser Tage vermutlich am besten, sich auf das ältestes Sprichwort der Welt einzulassen, nicht nervös in die Zukunft zu blicken, sondern Tag für Tag erleben und zu nutzen – bestenfalls mit Scheuklappen, was die Zeit angeht.

carpediem2

PS: Ich hasse dieses Sprichwort.

Was dir sonst noch gefallen könnte..

4 comments

  1. Gerade am Wochenende habe ich mit einer Freundin über genau dasselbe geredet. Dieses Jahr ist gefühlt so unglaublich schnell vergangen und ich will/wollte bis zum Jahresende noch so einiges erledigen. Ich kann dein Gefühl also gut nachvollziehen. Auch das mit der Masterarbeit …

    Liebste Grüße,
    Lisa

  2. Ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen, denn das Jahr verging für mich ebenfalls unheimlich schnell. Jetzt haben wir es fast Ende Oktober und ich frage mich warum das alles so schnell ging dieses Jahr.

    Wenn ich aber eins gelernt habe, dann ist es nicht allzu viel in die Zukunft planen, denn meistens kommt es eh anders als man es geplant hat. Lasst uns aus den letzten 2 Monaten des Jahres das Beste herausholen!

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.