Bye, bye Granny hair

Ich blicke gespannt in den großen Spiegel vor mir, als Carola langsam das Handtuch von meinem  Schopf nimmt und.. sehe erstmal nur meine nassen Haare, die aber um Einiges dünkler erscheinen als zuvor. Irgendwie bin ich nervös – ich wippe unruhig mit den Füßen auf und ab und warte gespannt darauf, dass Carola sich Fön & Rundbürste schnappt und ich endlich das vollendete Ergebnis sehen kann: Mein (all over) Granny Hair.

Ihr wisst, ich bin es langsam angegangen, bei meinem grauen Make Over im letzten Jahr. Aber es war im Endeffekt wie bei heißem Kaffee & sündiger Schokolade – einmal angefangen, konnte ich damit nicht mehr aufhören. Es dauerte also nicht lange, bis ich zusammen mit meiner Hairstylistin Carola Staudinger* beschloss, den großen Schritt ins „Grey Hair“-Universum zu wagen und was soll ich sagen? Ich habe es keine Sekunde bereut. Aber auch hier gibt es dieses unangenehme, nervige und nicht übersehbare aber, das mich irgendwann einholte. Vorneweg: Ich liebe mein Granny Hair immer noch. Ich sehe Fotos davon und bin immer noch überzeugt und Hals über Kopf verliebt. Eigentlich war mir von Anfang an bewusst (und wurde mir auch des Öfteren nochmal von Carola gesagt), dass es eine Farbe ist, die sehr viel Pflege, Zeit und Aufwand verlangt. Ihr wisst, dass für graues Haar die gesamte Pracht vorher blondiert werden muss, damit anschließend die silberne bzw. graue Tönung auch richtig angenommen wird. Obwohl meine Haare hier Einiges durchmachen mussten, wurde der mögliche Schaden dank Olaplex und Profihänden so klein gehalten wie es nur ging – und am Ende war auch das nicht das große Problem, sondern viel mehr die Tatsache, dass die dunkle Tönung sich einfach trotz aller Gegenmaßnahmen nicht lange hält. Und ich habe wirklich alles dafür getan, es so lange es geht hinauszuzögern.

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Mitte Dezember war ich bei meiner liebsten Carola, das erste Bild enstand am Weihnachtsabend – Silbershampoo und Directions-Kur sei Dank war die Farbe hier noch ziemlich stabil (die vereinzelten violetten Strähnen seht ihr hier nicht, meine Familie sah sie dagegen schon und hatte ihre Freude damit) und sie hielt sich auch noch etwa eine weitere Woche (Bild #2). Wenige Haarwäschen danach wurde aus meinem geliebten, dunklen Grau langsam ein helleres Silber und ziemlich genau 4 Wochen nach meinem Termin wurde aus dem Silber eine Mischung aus Weiß-Silber-Blond mit „eleganten“ violetten Nuancen. Im Februar durfte ich mich dann wieder vollends zu den Blondinen dieser Welt zählen und ich musste leider auch feststellen, dass mein eigenes (zuvor für eigentlich recht hell befundenes) Blond wieder ziemlich gut zum Vorschein kam: Balken-Ansatz Hallo!

Zwei Monate später sitze ich wieder auf demselben Stuhl, vor mir derselbe Spiegel und wieder das Handtuch auf dem Kopf. Obwohl mein Herz immer noch grau in grau schlägt, habe ich mich jetzt dennoch gegen eine erneute Blondierung und Tönung entschieden, nicht für immer – aber zumindest für jetzt. Jetzt darf es vorerst wieder Natürlichkeit heißen und auch Carola stimmt mir bei meiner Entscheidung zu & erinnert mich in diesem Moment, bevor das Handtuch fällt, nochmal daran, dass ich nicht erschrecken soll, wenn es gerade besonders dunkel aussieht. Und das tut es, es sieht sehr dunkel aus, aber auch richtig. Und wenige Minuten mit Fön & Rundbürste später atme ich erleichert auf, kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Kein Balken mehr, kein weiß-blond im Ansatz, aber unbedingt (und gewollt) noch in den Spitzen. Selbst mein Teint scheint auch ohne viel Make-Up plötzlich nicht mehr ganz so schal. Es schreit nach Natürlichkeit und Ruhepol und Wärme und ist in diesem Moment und bei all den Unruhen in meinem Leben einfach genau richtig. Für jetzt.

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*In freundlicher Kooperation mit CC Hairstyling (Advertorial)

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7 Comments

  • 1 Jahr ago

    Toller Beitrag, liebe Denise! :) dir steht eigentlich alles, ohne jetzt schleimen zu wollen, weil du so hübsch bist. Worüber ich jetzt aber eigentlich fachsimpeln möchte, ist dein Schreibstil, den ich wirklich super finde. Da kann sich so mancher Autor was abschauen. ;)
    Liebe Grüße, Kat

  • 1 Jahr ago

    Es steht dir super gut!

    LG, Romalea

  • 1 Jahr ago

    Das Granny Hair stand dir sehr gut, aber die Entscheidung kann ich komplett nachvollziehen. Kann dir nur zustimmen, dass das dunklere Balayage/Ombre wirklich etwas wärmer wirkt. Im Endeffekt kannst du beides tragen, aber das mit dem ständigen Nachtönen und Bleichen ist ja wirklich immer eine Prozedur. Mich hatte das bei blonden Strähnchen schon immer gestört.

    • 1 Jahr ago

      Ja, da muss eindeutig noch etwas besseres erfunden werden ^^ Jetzt lass ich sie mal ruhen, wer weiß, zu was es mich dann im Sommer treibt :D

  • 1 Jahr ago

    Steht Dir auch gut :)

  • 1 Jahr ago

    Steht dir viel besser, als der Granny Look. LG

    http://featheranddress.com

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