Baby it’s cold outside

Normalerweise meide ich Orte, wo man im Vorhinein bereits mit größeren Menschenmassen rechnen muss: Die Mahü oder die Kärtnerstraße an einem Samstag, den Billa am Praterstern am Sonntag, Vapiano am Mittag oder die Universitätsbibliothek in Wien währen der Prüfungszeit. Zumindest versuche ich es. Ich habe noch nie verstanden, weswegen sich jemand so etwas freiwillig antut und ich geb’s zu: Wenn ich doch gezwungen bin, meine Regel diesbezüglich zu brechen, bin ich vor Ort sehr leicht reizbar und meine Laune kann sich deswegen schnell verschlechtern. Es gibt aber diese eine Ausnahme, diese Zeit in der die Reizbarkeit sich in Luft auflöst und die schlechte Laune gar nicht erst aufkommt: Die Weihnachtszeit.

Der Wecker reißt mich etwas unsanft aus meinen immer verwirrenden Träumen. Schlaftrunken und ohne die Augen zu öffnen greife ich nach meinem Handy auf dem Nachttisch und suche die richtige Taste, um den Schlummermodus zu aktivieren. 9 Minuten noch. Dank der riesigen Vorhänge im Schlafzimmer ist die Helligkeit des anbrechenden Tages noch nicht in den Raum vorgedrungen und ich versuche ganz langsam die Müdigkeit aus den Augen zu blinzeln. Normalerweise ein Kampf, der sich 30 Minuten lang hinzieht – heute fällt es mir ausnahmsweise nicht besonders schwer. Beinahe leichtfüßig springe ich einen Moment später aus dem Bett und tapse barfuss Richtung Küche. Noch bevor die Kaffeemaschine richtig läuft, ertönt meine derzeitige Lieblingsplaylist und ich komme nicht umhin, lauthals mitzusingen – spätestens jetzt ist das ganze Haus wach. Aber ich kann einfach nicht anders, nicht heute. Nicht zu dieser besonderen Zeit. Nicht, wenn mit dem heutigen Tag meine liebste Jahreszeit begonnen hat.

Und dazu gehört das ganze Drumherum: Das Schlendern durch die vollen Einkaufsstraßen der Stadt, die 5 zusätzlichen Schichten Klamotten gegen das Zittern der Advent’schen Kälte und auch das Besuchen von den überfüllten Weihnachtsmärkten. Egal ob zur Tages- oder Nachtzeit, vor mir ist kein Weihnachtsmarkt sicher – ich werde von der besonderen Beleuchtung beinahe so stark angezogen wie eine Motte vom Licht und ich wage es deswegen sogar zu behaupten, dafür bereits die passende Uniform gefunden zu haben. Die ist nämlich gar nicht so schwer zu entdecken und lässt sich in 2 Worten beschreiben: Hauptsache warm!

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4 Comments

  • 2 Jahren ago

    Mit Menschenmassen kann ich auch nicht viel anfangen…daran ändert auch die Weihnachtszeit nicht viel. ;)

  • 2 Jahren ago

    Ich bin trotz Weihnachtszeit kein Fan von Menschenmassen. Aber in der Weihnachtszeit kann man sie wenigstens leichter etragen :D Ob das wohl am Glühwein liegt? :P

    • 2 Jahren ago

      haha, das könnte es natürlich auch sein ;)

  • 2 Jahren ago

    Wieder mal toll geschrieben, ich liebe deine Texte und fühle mit dir, Weihnachtsmärkte sind wohl die einzigen Orte, an denen mir Menschenmassen, die sich vor einem herschieben nicht den letzten Nerv rauben ;)
    Alles Liebe,
    Sarah

    http://www.liebreizend.com

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