Baba 2017

„Es gibt etwas, worin sich alle in meinem Umfeld einig sind – zumindest was dieses Jahr betrifft: Es ist zu schnell, aber nicht spurlos an uns vorbei gezogen. Kaum ein Jahr hat mehr nach Veränderung geschrien als dieses und ich kenne nicht eine Person, die nicht irgendwelche bahnbrechenden Entscheidungen treffen musste.“

Wie naiv ich doch fast war, vor zwei Jahren, als ich meinen Jahresrückblick für das Jahr 2015 verfasst habe. Fairerweise muss man dazusagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, welche Veränderungen 2017 wirklich mit sich bringen würde. Ich wusste damals nicht, dass ich dann bereits seit einem Jahr Hundemama vom Jack Russel Paul sein oder – und das ist vermutlich doch der größte Unterschied – im Jahr 2017 dann single sein würde. Ich hab eine Zeit lang gebraucht, um mit den neuen Umständen klarzukommen – viel mehr jedoch nach außen hin, als für mich selbst. Ich bin immer noch allein und das ist immer noch verdammt ok.

Zugegeben: Dieses Jahr war ich vermutlich nicht immer ganz so gut gelaunt – zumindest wenn man nur den persönlichen Beiträgen auf dem Blog Glauben schenken würde. Was an sich ok ist und immer wieder mal vorkommt. Die eigentliche Wahrheit ist jedoch, dass ich in diesem Jahr (auch wenn es ein extrem arbeitsreiches Jahr war und ich viele großartige Reisen und Kooperationen durchführen dürfte, die ich niemals missen möchte) viel öfters die Zeit offline genutzt und mich rar gemacht habe. Von all meinen Trips, die mich aus von Wien geführt haben, waren mehr als die Hälfte privater Natur mit den großartigsten Menschen, die ich mir vorstellen und an meiner Seite wünschen könnte.

Alles in allem war ich im Endeffekt dauerhaft beschäftigt – mit meiner Arbeit, mit lautem Gelächter, mit aufregenden Reisen und guten Freunden, mit unfassbarer Wut, extrem guter Musik und noch spontaneren Plänen und jenen Abenden, an denen du aus Versehen (oder auch nicht) einfach mal zu tief ins Glas guckst. 2017 war nicht perfekt, aber es war notwendig. Ein Jahr, das mich weitergebracht und dazu gefüht hat, dass ich mich mehr mit mir selbst und meinen Wünschen und Zielen beschäftige.

Ich habe keine richtigen Vorsätze für das neue Jahr, weil ich sie am Ende nie so richtig einhalte und vor allem auch immer einen anderen Ansporn als nur die neue Jahreszahl brauche. Aber ich weiß was ich will und was ich nicht will. Ich weiß zum Beispiel, dass es noch sehr lange dauern wird, bis ich Vorarlberg nicht mehr nur Heimat, sondern auch wieder zuhause nennen will. Ich weiß aber auch, dass ich nicht nur Wien die nächsten Jahre als Zuhause bezeichnen will. Ich weiß, dass ich arbeitstechnisch eine Veränderung möchte. Ich weiß, dass ich vorerst keine dunkelroten Haare mehr an mir sehen kann (so schnell kann es gehen). Ich weiß, dass ich in diesem Jahr auf mehr als nur den schon fix geplanten Konzerten tanzen möchte. Und ich will einen richtigen Roadtrip machen und noch viel mehr von der Welt sehen. Ich will und ich will nicht und ich werde – ich hab im Endeffekt nichts zu verlieren.

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1 Comment

  • 7 Tagen ago

    Ein wirklich toller und ehrlicher Post über ein Jahr, das wirklich Spuren hinterlassen hat.
    Und es freut mich, dass du aus all den Momenten und Veränderungen so vieles mitnehmen kannst.
    Ich arbeite noch daran, bin mir aber sicher, dass auch ich es irgendwie schaffen werde.
    Danke für deinen sehr erfrischenden Beitrag :)

    Wishes, Kat

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