Warum du anfangen solltest zu wandern

Beim Bauernhof nebenan die neuen Kälber begutachten, auf dem Nachhauseweg verbotenerweise die Schneeglöckchen aus den Gärten für Mama pflücken, jeden Winter mehrere Stunden und Tage auf den Skiern verbringen und mit der gesamten Familie ganztägige Wanderausflüge machen – das sind nur ein paar wenige von den Dingen, die man als Dorfkind bzw. „vom Land“ in seiner Kindheit eben so erlebt. Sehr viele von diesen Sachen vermisse ich immer wieder mal mehr, mal weniger in meinem aktuellen Großstadtleben, auf ganz vieles verzichte ich inzwischen aber auch bewusst (sagen wir so: Skifahren ist für mich nicht unbedingt das Leiwandste). Dazwischen gibt es aber eben auch jene Dorfkind Momente und Erfahrungen, die ich zwischenzeitlich abgeschrieben und gerade jetzt zum Beispiel wieder für mich entdecke. Aktuelles Thema: Wandern!

Wir haben zuhause in Vorarlberg eigentlich regelmäßig verschiedenste Wanderungen gemacht – meist auch in einer größeren Gruppe, wo dann auch Onkel, Tanten & Cousins mit im Gepäck waren und die Rucksäcke bis zum Rand mit diverser Verpflegung vollgestopft waren. Wie das aber eben so ist, verliert man oft das Interesse an den Dingen, die einem auf dem Silbertablett serviert werden und direkt vor der Nase liegen: Spätestens im Teenageralter habe ich es verflucht (ganz oben auf meiner Hassliste zu dieser Zeit: Schulwanderungen). Noch bekannter ist am Ende aber das Phänomen, dass man im Alter dann doch auch klüger wird und sich Vorlieben und Hobbies ändern und – abgesehen davon, dass ich seit Paul bei mir eingezogen ist sowieso jede Schönwetter-Chance nutze um aus der Stadt zu fliehen – mit top motivieren Sportskanonen im Freundeskreis kam auch das wieder, wie es kommen musste: Ich bin zu einem Wandergirl geworden. Oder so.

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Wie ihr wisst, führen Sport und Ich generell so eine Art Hass-Liebe: Mir macht nur sehr wenig so grundsätzlich sehr viel Spaß (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe meine Supercycle Vienna Phase, die ich eigentlich wieder plane aufleben zu lassen) und ich lasse mich auch extrem schnell ablenken, was dann wiederum dazu führt, dass mir langweilig wird und – so schnell könnt ihr gar nicht schauen –  das war es dann mit meiner Motivation. Und genau hier liegt dieser riesige Vorteil für mich im Wandern, mir wird nämlich gar nicht erst langweilig dabei. Zum Einen bist du (hoffentlich) mit Freunden oder der Familie unterwegs und plauderst dabei über Gott und die Welt, weswegen die Zeit generell schon mal wie im Flug vergeht. Zum Anderen hast du dabei die Möglichkeit neue Orte (die meist sogar ums Eck liegen) zu entdecken und kennenzulernen, du kannst all die To Dos und den Alltagsstress, den eigentlich jeder von uns hat, kurz einfach mal hinter dir lassen und durchatmen und zu guter Letzt: Die kleine Fellnase freut sich auch einen Ast ab (außer er sieht zum ersten Mal in seinem Leben eine Schlange, aber sogar das haben wir nach kurzer Panik erfolgreich überwunden und überstanden).

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Was ich anfangs noch mit Vorsicht genoßen und erzählt habe (ihr wisst, die Motivation), schrei ich hiermit also offiziell in die (nicht nur virtuelle) Welt hinaus – immerhin ist bereits schon die nächste Wanderung geplant und ich konnte sogar schon meine Eltern davon überzeugen, ihre ‚Ausrüstung‘ mit nach Wien zu nehmen, um wie letztes Wochenende spontan einen Ausflug in die Berge zu machen. Klar: Meine Kondition lässt immer noch zu wünschen übrig und vermutlich werde ich trotzdem nie den Mount Everest besteigen, aber ich bin auch schon zufrieden, wenn es vielleicht mal irgendwann der Piz Buin oder der Großglockner wird (ich will ja auch damit angeben können). Und generell kann ich es jedem (egal ob Sportskanone oder nicht) nur empfehlen, besonders auf dem schönen Fleckchen Erde, welches wir zuhause nehmen. Also: Ein Hut, ein Stock, ein Damenunterrock – und los geht’s.

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1 Comment

  • 2 Monaten ago

    jaaaa, ganz toller Beitrag!!!!

    und wenn du mal Ideen für Wanderungen in der Salzburger Gegend brauchst, schau auf unserer Seote vorbei, da findest du bestimmt etwas.

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