About being a tough girl

Ich bezeichne mich gerne als „tough girl“ – ein taffes Mädchen. Eine Frau, die sich gut und gerne um sich selbst kümmern kann und wenn nötig auch den eigenen Mann steht. Ich lasse mir nichts gefallen und gehe gegen Ungerechtigkeiten (auch mir gegenüber) vor. Ich sage, was ich denke. Man könnte mich deswegen auch hin und wieder als vorlaut bezeichnen. Oder stur. Denn, generell fällt es mir eher schwer den Mund zu halten, nicht zu diskutieren und meine Meinung zu äußern. Eine Eigenschaft, die ich mit Sicherheit von meinem Dad geerbt und übernommen habe. Mit der ich aber auch umzugehen lernen musste: Ich kann nämlich nicht nur ein unerträglicher Stur-, sondern auch ein gefährlicher Hitzkopf sein. Man könnte meinen, als mittleres Kind von insgesamt dreien wurde ich früh damit konfrontiert, nachzugeben und mal  zurückzuziehen. Denkste, das Ganze wurde dadurch überhaupt erst richtig gefördert! Somit musste ich damit während der gesamten Kindheit und Pubertät leben und lernen, mein Temperament zu zügeln und zu kontrollieren. Heute habe ich das tatsächlich (besser) im Griff. Ich atme lieber zwei Mal durch, versuche eine Nacht darüber zu schlafen – oder mich einfach umzudrehen und wegzugehen.  Dennoch kommt es immer noch vor, dass ich mal an die Decke gehe. Mich nicht abbringen, geschweige denn umstimmen lasse – gerne bei Diskussionen mit Mister T. Oder meinen Geschwistern. Oder dem Verkäufer bei Zara. Aber ich versuche die Balance zu finden – erwachsen und reif zu werden, wie es so schön heißt. Und großteils gelingt es mir auch. Aber vorlaut, dass bin ich eigentlich noch immer.

 

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