7 Tipps für Blog-Anfänger

Ich war aufgeregt, nervös und nicht mehr zu bremsen. Also tat ich etwas Unerwartetes und vor allem Ungeplantes: Ich eröffnete einen Blog.

Im Endeffekt dauert es keine 5 Minuten einen Blog zu eröffnen. Ein paar Klicks, eine Email-Adresse und wenige Augenblicke später kannst du deinen ersten Beitrag schreiben. Genauso war es bei mir – erst im Nachhinein habe ich mir wirklich Gedanken zu Layout, Design & Fotos gemacht. Und das war genau richtig – zumindest für mich. Immer öfter bekomme ich Emails und Nachrichten, lese Kommentare dazu und höre mir die unnötigen Sorgen diesbezüglich an: „Für gute Fotos brauche ich eine Spiegelreflexkamera!“, „Wo finde ich das perfekte Design?“, „Was kostet eine Domain?“, und und und. Die Hemmschwelle einen eigenen Blog zu kreieren scheint mir von Tag zu Tag größer und meine Antwort wird dennoch am Ende immer dieselbe sein: Mach es einfach. Jetzt sofort. Leg los und hör auf, dir Gedanken über solche Dinge zu machen. Denk einfach nicht darüber nach. Und wenn die erste Hürde genommen wurde (die Email und die paar Klicks), dann folgen noch 7 weitere Tipps für Blog-Anfänger.

Mach es aus Leidenschaft.
„Du bekommst Geschenke dafür? Zu diesem Event wurdest du eingeladen? Diese Reise ist gesponsort?“ – Leider gibt es (zu) viele, die aus den falschen Gründen einen Blog starten und glücklicherweise geben diese auch genau so schnell wieder auf. Ein Blog bedeutet Arbeit – zusätzlich zu deinem Job, deinem Studium und deinem Social Life steckst du ab jetzt auch mehrere Stunden in dein neues Medium. Warum? Weil du es gern tust. Das geschriebene Wort, die Fotografie oder das Teilen deines Outfits ist dein Hobby – eine Leidenschaft, die du gerne mit der Welt teilen möchtest. Und das ist genau das Entscheidene, um einen Blog zu starten und erfolgreich zu führen: Die Leidenschaft.

Hör auf dir Sorgen zu machen!
Du folgst schon länger den großen Blogs dieser Welt, bei denen jedes Bild, jeder Instagrampost, jeder Text im Beitrag einfach perfekt erscheint. Das Konzept ist stimmig, die Farben passen und den Header gibt es kein zweites Mal im WWW. Und du willst das auch – verständlich. Aber umso länger du dir den Kopf zerbrichst, wie du deinen Auftritt planst, umso mehr verlierst du dich darin. Und dazu kommt, dass du auch Gefahr laufen kannst, am Ende zu sehr von deiner Muse inspiriert zu werden. Inspiration ist großartig, aber die Grenze zur Copycat kann dabei sehr leicht überschritten werden.

Blogger oder WordPress?
Hier mögen sich die Geister scheiden, aber ich sage: Blogger. Zum Einstieg, der meist ohne großartige Erfahrung erfolgt, würde ich immer wieder die Plattform Blogger wählen. Es ist nicht nur kostenlos, sondern bietet auch jede Menge Möglichkeiten und inzwischen gibt es auch eine Vielzahl an fertigen Themes für Blogger. Ich persönlich habe WordPress.com nie getestet, aber auch selten richtig Gutes davon gehört – vor allem der Umzug zu WordPress.org soll scheinbar ein Graus sein. Für einen Umzug von Blogger zu WordPress gibt es zahlreiche Tutorials zu finden und im Nachhinein kann ich sagen: Eigentlich ist es ein Klacks.

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Copy Paste Love.
Hilfreich während meiner Zeit bei Blogger.com war mir übrigens die Seite Copy Paste Love – im Grunde genommen habe ich alles, was ich selbst irgendwie im HTML gebastelt und verändert habe von dort und ich kann diese Seite wirklich jedem weiterempfehlen. Neben Design-Sachen gibt es auch viele 101 Tipps allgemein zum Thema Bloggen, Fotografie und mehr! Generell kann ich euch auch ans Herz legen, bei Problemen nicht gleich nervös zu werden – Google hat mir bis jetzt immer geholfen, auch wenn es etwas länger dauert als bei einem Profi. Genial und hilfreich sind auch diverse Gruppen auf Facebook – einfach mal die Suchfunktion nutzen und nicht vergessen: Durchatmen, jedes Problem lässt sich irgendwie lösen.

Schritt für Schritt ins Glück.
Mehr oder weniger eine Zusammenfassung darüber, was ich schon die letzten Punkte versuche näher zu bringen: Dein Blog muss nicht von Anfang an Perfektion schreien. Mein Blog heute hat im Grunde genommen gar nichts mehr mit dem von 2012 oder auch 2013 zu tun – so wie ich mich weiterentwickelt habe, hat es auch Over the top getan. Vielleicht stolperst du beim nächtlichen Online-Shopping-Wahn auf das Design, das du immer gesucht hast oder während du abends auf der Couch gammelst, überkommt dich die Idee für deine nächsten Outfit-Fotos. Gut Ding braucht Weile! Das gilt auch für Follower auf Social Media Kanälen: Bitte lasst die Finger von gekauften Likes, #follow4follow & #like4like und nutzt euer Geld nicht für Facebook-Promotion, wenn ihr euch mit der Materie nie richtig beschäftigt habt – es ist rausgeschmissenes Geld und im Grunde genommen auch peinlich, wenn bei tausenden Followern einfach die passende Interaktion fehlt.

Zahlen bitte!
Grundsätzlich müsst ihr wissen: Instagram Follower sind nicht unweigerlich Blog-Leser, Facebook Fans folgen dir nicht auch auf Youtube und wenn du dich zu sehr auf solche Zahlen fixierst, wirst du irgendwann unglücklich werden. Das gilt auch für Statistiken! Früher habe ich fast täglich meine Statistiken auf Google Analytics gecheckt (die von Blogger könnt ihr leider nicht für voll nehmen) und wenn eine gewisse Zahl nicht erreicht wurde, weil ich aus Zeitgründen länger nichts gepostet habe, wurde ich beinahe verrückt und hab versucht irgendwie noch einen Blogbeitrag rauszuquetschen. Ihr könnt euch vorstellen, wie gut diese Beiträge dann waren. Inzwischen schau ich mir meine Zahlen eigentlich nur dann an, wenn sie gefragt sind bzw. alle paar Wochen einmal – denn was (wie bereits erwähnt) zählt, sind nicht wie viele Menschen deine Worte lesen, sondern mit welcher Begeisterung du sie geschrieben hast.

Stay true to yourself!
Etwas, dass nicht oft genug wiederholt werden kann: Bleib wie du bist, verstell dich nicht des möglichen Profits wegen und schlüpf nicht in Schuhe, die drücken und zwicken. Mach das, was dir gefällt und sei nicht die 239. Kopie von Chiara, Kristina oder auch Zoe(lla). Die Menschen, die deine Beiträge lesen und dir folgen, machen es aus einem einfachen Grund: Sie lieben und lesen gerne, was DU machst.

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21 Comments

  • 2 Jahren ago

    Super schöner Post. Ich stimme dir absolut zu – man sollte wirklich nicht aus „ich will Geschenke“ Gründen bloggen.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  • 2 Jahren ago

    Danke für den Post. Das mit den Lifestyle Bloggern wusste ich nicht…da hab ich mich doch gleich für den Newsletter angemeldet :)

  • 2 Jahren ago

    Oh wundervolle Tips! Der Punkt follower nicht zu kaufen finde ich sowas von wichtig – aber mal ehrlich wer als „kleiner blogger“ also jemand der gerade erst anfängt würde Geld ausgeben um „gelesen“ zu werden. Meistens sind diese follower doch eh tote follower, oder nicht?

    Danke auch für die anderen Inspirationen – ich stecke momentan in einem stressen kreatief und mache mich selbst wirklich verrückt dass ich nichts schreibe – obwohl für meinen Fall relativ viele auf meinen Blog klicken – ich fühle mich dann immer so schlecht. Aber mittlerweile arbeite ich an einer Blogroutine neben meinem Leben um regelmäßig meine Zuckerwatte zu verteilen. In kreativen Phasen sitze ich dann wild tippend am PC und das ist supersuper. Ich könnte es nicht übers Herz bringen etwas zu veröffentlichen das ich nicht liebe.

    Bisous aus Berlin

    • 2 Jahren ago

      Genau, deswegen erkennt „gekaufte“ Follower (oder auch die „follow4follow“ Geschichten) oft daran, dass die Interaktion einfach nicht dementsprechend hoch ist – jmd mit 35k Follower auf Instagram solltes def (im Schnitt) mehr als nur 500 Likes auf ein Bild bekommen. :) Leider gibt es recht viele, die denken, dass das eine gute Idee ist.

  • 2 Jahren ago

    Sehr sehr schön geschrieben und wirklich tolle Tipps für Blogeinsteiger. Man macht sich viel zu viele Gedanken.

  • Nicole
    2 Jahren ago

    Ich bin eine neue Bloggerin und finde mich total in dem was du sagst wieder:)
    Warum kann man die Zahlen von Blogger nicht ernst nehmen?
    LG Nicole

    • 2 Jahren ago

      Weil Blogger den ganzen Referrer Spam mitnimmt – einfach mal nach dem Unterschied googeln! :) Google Analytics ist zwar auch nicht zu 100% sicher, aber das beste kostenlose Tool was es dazu eig gibt und auch das Bekannteste und darauf verlassen sich auch die Unternehmen! :)

  • 2 Jahren ago

    Liebe Chris,

    danke für deinen super Post!
    Ich selbst bin noch nicht so lange als Blogger unterwegs und das, was du schreibst kommt mir doch alles sehr vertraut vor. Ich habe nicht angefangen zu Bloggen, weil ich Reisen o.ä. geschenkt haben möchte. Ich war einfach auf der Suche nach einem kreativen Hobby und Schreiben mochte ich schon immer!
    Das Google Analytics-Thema kenne ich auch! Mittlerweile schaue ich auch nur einmal in der Woche oder so rein – sehr viel entspannter so!

    Übrigens finde ich deinen Blog super und folge auf Bloglovin!

    viele Grüße

    Vera
    veraalive.blogspot.de

  • 2 Jahren ago

    Danke für die tollen Tipps! Ich werd mich gleich für den Lifestyleblogger Newsletter anmelden und freu mich schon auf Mails :D

  • 2 Jahren ago

    ein sehr toller Post! Ich denke, das Ausdauer noch ein wichtiger Punkt ist. Es dauert lange einen Blog zu etablieren, dass dieser angeklickt wird. Außerdem sollte man versuchen sich ein Netzwerk zu schaffen, denn dein Blog kann noch so gut sein, aber wenn mit einem Netzwerk ist es einfacher und motiviert auch mehr ;)

  • Ein toller Beitrag, du hast bei vielen so recht! :)
    Liebe Grüße, Natascha

  • 2 Jahren ago

    Toller Post. Und sehr motivierend. Ich selbst blogge auch noch nicht lange und nur aus dem Grund, weil ich meine Freude am Kochen & Essen ;-) mit anderen teilen und zum selbst kochen motivieren möchte. Ich habe mir die Zahlen auf google analaytics noch gar nicht angeschaut, dafür schon einige „Nicht-Kocher“ zum kochen motivieren können. Das ist also auch ein Erfolg. Spaß muss es machen, dann macht man es gerne und auch gut. Ich freue mich auf weitere Tipps von Dir und wünsche einen schönen Start in die Woche. Lg Johanna P.S. Nicht auf die Portion Lebensfreude vergessen ;-) http://www.liveloveeat.at

  • FrauTau
    1 Jahr ago

    super post, thumbs up!!! und bist du jetzt auf wordpress oder noch immer auf blogger? ich bin selbst auf blogger und überleg grad mein template umzustellen… :-) scary… superzischige greets, tau

    • 1 Jahr ago

      Ich bin jetzt auf WordPress – und ja es ist schon recht viel Arbeit zu wechseln, aber es ist nicht unmöglich! :)
      Bei Blogger hab ich mir dann tw fertige Designs gekauft (zb bei Etsy) oder auch mal eines machen lassen :)

  • Carina
    1 Jahr ago

    Hallo,
    ich bin gerade auf diesen Post über Facebook gestoßen und da ich die Webseite
    für meinen Schützenverein verwalte und einen Art News-Blog in der eigentlichen
    Webseite erstellt habe, haben mich natürlich diese Tipps gerade brennend
    interessiert.
    Mir ist nur eine Frage eingefallen:
    „Wie machst du das, dass du immer so genial schöne Fotos hast?“

    Wünsche Dir nen schöne restliche Woche und nen gutes Wochenende mit vielen Ideen.
    LG Carina

    • 1 Jahr ago

      Das freut mich!
      Danke für das Kompliment, ich mach die Fotos selbst und es ist wohl eine Mischung aus Übung, Equipment und ein klein wenig dem Auge dafür :)

  • Marlene
    1 Jahr ago

    Hihi genau passend zu der E-Mail, die ich dir letztens zum Thema „eigenen Blog gründen“ geschickt habe ???? Sehr hilfreiche Tipps, wahrscheinlich sollte man erst einmal klein anfangen bevor man sich hunderttausend Gedanken um Design, etc. macht! Leider bin ich ein sehr perfektionistischer Mensch und hätte am liebsten alles sofort und so perfekt wie möglich ????
    Aber vielleicht starte ich einfach mal los und schaue, was passiert ????????????

    Liebe Grüße,
    Marlene

    • 1 Jahr ago

      Hab dir eh grad auf deine Mail geantwortet! :) Ich kenn das mit dem Perfektionismus ;) Aber einfach mal machen!! :)

  • 1 Jahr ago

    Toller Post, ich finde mich wirklich zu 100% wieder :-)

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