5 Wege deine Kreativität in Schwung zu bringen

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich euch mein Leid darüber geklagt, dass ich feststecke. Ein Teufelskreis, der mich gepackt und aus dessen Sog ich für eine ganze Weile nicht mehr rausgekommen bin. Bis jetzt. Diese Woche war es seit sehr langer Zeit wieder so, dass ich einen richtigen Lauf hatte – Beiträge wurden geschrieben, das Email-Postfach beinahe komplett beantwortet, Social Media Postings geplant. Und zwar so fleißig, dass ich heute bereits um 16:00 Uhr einen beinahe geschockten Tweet dazu verfasst habe, dass meine To Do Liste gerade leer ist. LEER. Ich habe einen Puffer bei den Blogbeiträgen, ein fast leeres Postfach und kann mich den Rest der Woche mit meinem Schreibprojekt, meinem Newsletter und meinem Privatleben beschäftigen. Ich habe es geschafft, meine Kreativität wieder in Schwung zu bringen und wie ich das gemacht habe, erzähle ich jetzt.

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  1. Distanziere dich von laufenden Projekten
    Mir ist bewusst, dass soetwas nicht immer möglich ist – insbesondere dann, wenn Abgaben und Deadlines im Spiel sind. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten. Versuche das große Ganze in den Blick zu bekommen und Details erstmal abzuschütteln. Gerade im Hinblick darauf, wenn man versucht eine Schreibblockade loszuwerden, sollte probiert werden, weg von den einzelnen Blogbeiträgen oder Kapiteln zu kommen. Lies dir stattdessen alte Beiträge durch – gerne auch zu einem anderen Thema wie die aktuellen Entwürfe – oder die Notizen, die du für dein aktuelles oder ein anderes Buchprojekt gemacht hast. Halte Abstand, nimm dich etwas zurück. Schaffe Distanz.
  2. Lass dich inspirieren
    Man starrt eine gefühlte Ewigkeit auf die leere Notizbuchseite oder das weiße Dokument, versucht die ersten Worte zu schreiben, einen roten Faden zu finden und scheitert kläglich dabei. Eine gefühlte Ewigkeit später ist es immer noch dasselbe Bild, nichts geht weiter. Jetzt ist es Zeit, sich neu inspirieren zu lassen. Bestenfalls schließt du deinen Laptop, machst einen Spaziergang, verabredest dich mit Freunden oder kriegst den Kopf durch Hausarbeit frei (insofern dir das liegt und selbst wenn nicht würde ich es zumindest mal versuchen, besonders dann wenn du wütend auf dich selbst bist). Geh kurz aus dem Haus, kauf dir deine liebsten Magazine und gönn dir ein paar Seiten Lesezeit. Neben Offline Inspirationsquellen sollte man – wie bereits bei meinen Schreibtipps erklärt – auch die Macht von Pinterest & Co. nicht unterschätzen. Es gibt nichts besseres, als einfach mal einen halben Tag mit Pinterest und Tumblr zu verbringen, um auf andere Gedanken zu kommen.
  3. Neue Wege bestreiten
    Life begins at the end of your comfort zone“ – ein Sprichwort von vielen, aber mit ganz viel Wahrheit dahinter. Etwas, dass ich vor allem in der letzten Zeit gelernt habe: Wenn es auf deinem gewohnten Weg nicht weiter geht, versuche einen Neuen! Im Hinblick auf das Handwerk eines Autors oder Bloggers könnte das beispielsweise bedeuten, sich mal einem anderen Genre oder Thema zuzuwenden oder aber sich mal mit lyrisch angehauchten Texten zu versuchen. Wenn du ganz mutig bist, könntest du dich auch bei einer Volkshochschule oder Universität in deiner Nähe informieren, ob es eventuell Schreibkurse gibt.
  4. Änderungen im Umfeld
    Was mir immer am meisten bringt – zumindest kommt es mir so vor – ist ein Wechsel des Umfelds. Ich liebe mein neues Home Office in der Wohnung, aber auch hier besteht schnell die Gefahr eines möglichen Stillstandes. Um das zu vermeiden versuche ich es zuerst immer mit kleinen Änderungen im Arbeitsumfeld. Frische Blumen, Bilder mit motivierenden Quotes, umschlichten des Schreibtisches, usw. Wenn das nichts hilft, dann schnappe ich mir meinen Laptop und wandere ins Wohnzimmer oder auf den Balkon. Sollte aller Widrigkeiten zum Trotz das keine Wirkung zeigen ist mein Notfallplan ein sogenanntes Workdate (zB mit Nina oder Mara) – entweder in einem netten Café oder bei ihnen oder mir daheim. Wichtig ist, aus der Routine auszubrechen! Bestenfalls machst du das bei einem Aufenthalt in der Natur oder im Ausland, notfalls geht es aber auch im Stammlokal um die Ecke.
  5. Lass alles raus.
    In den letzten Wochen war ich ehrlicherweise kurz davor aufzugeben. Einfach weil nichts mehr funktioniert hat, zumindest nicht so wie gewünscht. Ich hab meinen Testlesern geschrieben, dass sie vorerst keine neuen Kapitel von mir erwarten können, hab auf Facebook ältere Artikel eingeplant, statt neuen Content zu produzieren und zu posten. Ich war echt etwas (sehr) verzweifelt. Und ich wollte kurzzeitig vor lauter Frust und Wut alles hinschmeißen. Gott sei Dank habe ich stattdessen einfach mal eine richtige Pause eingelegt. Ich habe sehr viel gelesen, bin mit Freunden (mehrmals) um die Häuser gezogen, habe mir einfach so an einem lauen Sommerabend einen Spritzer, eine Pizza und Netflix auf meinem Balkon gegönnt und im Endeffekt nur das Nötigste gemacht. Ich habe alle Kooperationen so gelegt, dass ich viel davon erst 2-3 Wochen später veröffentlichen musste und darauf geachtet, maximal einen Beitrag pro Woche einzuplanen. Ich geb es zu, die ersten Tage hat es mich immer noch gejuckt und mein Gewissen hat im Minutentakt an die Tür geklopft. Nach einiger Zeit hat sich das zum Glück gelegt und ich hab mit den verschiedensten Menschen in meinem Umfeld über die Probleme gesprochen und mich – einfach gesagt – ausgekotzt und selbst bemitleidet. Und das wirkt manchmal wahre Wunder, kann ich euch sagen! Schnappt euch einen liebsten Menschen, ein Bier, Zigaretten, Pizza (whatever makes you happy) und lass alles raus, was dich nervt. Und dann starte mit deinem Traum wieder von vorne. Du kannst das.

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4 Comments

  • Betty
    1 Monat ago

    Toller Beitrag!
    Ich kann dir das Buch „Tools der Titanen“ ans Herz legen.
    Einerseits, weil es ein tolles Buch ist, um einfach mal eine Stunde drin zu schmökern, andererseits, weil dafür auch einige kreative Leute interviewed wurden, die erzählen, wie ihre Morgenroutine aussieht, was sie bei Schreibblockaden machen und wie sie sich selbst in kreative Phasen bringen.
    Eine Warnung jedoch vorweg: das Buch ist so umfassend und weitläufig, dass es für jeden Menschen auch 20-40% Kapitel enthält, die einen nicht interessieren.

    • 4 Wochen ago

      Danke liebe Betty, werde ich mir auf alle Fälle ansehen!

  • 4 Wochen ago

    Was für ein schöner Beitrag, liebe Denise <3 Ich glaube, wir stecken alle mal fest. Und dann muss man einfach das Beste draus machen und den Fokus für einen Moment ändern. Danke für die tollen Tipps, die werde ich mir definitiv noch mehrmals durchlesen und mich dran erinnern!

    • 4 Wochen ago

      Danke Isabella <3 Freut mich, wenn es helfen kann :)

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