5 Dinge, die ich im Herbst machen möchte

Jedes Jahr ist es dieselbe Leier: Der Ende des Sommers steht offiziell an, jeder Zweite feiert den kommenden Altweibersommer – der dieses Jahr definitiv nicht vorhanden ist – und jeder Erste bereitet sich auf den grausamen Wintersturm vor, mit dem an jedem Tag ab dem 1. Oktober fest gerechnet wird. Ich liebe Altweibersommer – irgendwie logisch, wenn man bedenkt, wie sehr ich den Sommer zelebriere. Aber ich bin nicht naiv und eigentlich sowieso eher misstrauisch und gehöre deswegen definitiv zur letzten Fraktion dieser beiden Gruppen. Der Herbst kann wunderschön sein, versteht mich nicht falsch. Allein von den Farben her ist er genau genommen mein Jahreszeit-gewordenes-Ich: dunkle Töne, neutrale Farben, satte Nuancen. Von Olivgrün, über Bordeaux, bis hin zu Camel – ich bade mich in allem, was der Herbst hier zu bieten hat.

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Und dennoch: sobald die Temperaturen unter 15 Grad Celsius fallen, tausche ich meine Frühlings- und Sommerklamotten gegen mein wärmeres Herbst- und Winterrepertoire. In mir legt sich dann automatisch ein Schalter um, plötzlich möchte ich nur noch schwere Wolle tragen, heiße Suppen essen und am liebsten jeden Tag unter einer kuscheligen Decke und lesend im Bett zu verbringen. So oder zumindest so ähnlich. Der Herbst triggert etwas in mir, etwas das schwer in Worte zu fassen ist. Von einem Tag auf den anderen habe ich das Bedürfnis nach einem Wandel, einem Umschwung. Es scheint beinahe so, als ob meine Bedürfnisse, meine Wants & Needs, einen herbstlichen Touch bekommen.

5 Dinge, die ich im Herbst machen möchte.

  • Meine Leseecke einrichten

    Ihr wisst ja, meine Wohnung ist teilweise immer noch ein bisschen eine Baustelle. Nicht im wirklichen Sinn, aber zumindest was die Einrichtung angeht. Der Balkon wurde in diesem Sommer endlich eine Wohlfühloase, das Schlafzimmer vor Kurzem wieder zu meiner eigenen Comfort Zone, das Büro hat zumindest die wichtigsten Grundzüge. Was aber noch ein schändlicher, leerer Fleck darstellt ist meine Leseecke. Beziehungsweise eher die nicht vorhandene Leseecke. Aktuell besteht sie nämlich nur aus 2 Bücherregalen (die langsam aber sicher nicht mehr Platz für alle Bücher haben), einer Stehlampe und einem provisorischen Stuhl (den ich in einer von Frustration geplagten Nacht und Nebelaktion einfach dorthin gestellt habe, damit es nicht mehr ganz so leer aussieht). Dabei sehne ich mich eigentlich schon seit dem letzten grausamen Winter nach einem gemütlichen Läufer, einem weichen Sessel und romantischem Kerzenschein, um mich in endlosen Stunden zwischen den Zeilen meiner Lieblinge zu verlieren.

  • Mit Paul die Welt erkunden

    Gut, der Titel verspricht mehr, als er eigentlich soll. Viele von euch haben mitbekommen, dass es Paul die letzten Wochen nicht gerade grandios ging und einher mit seiner Erkrankung ging auch die Tatsache, dass er Hundekontakt verboten bekommen hat. Zumindest was unbekannte Hunde angeht, wo ich nicht sicher weiß, ob sie geimpft und vor allem gesund sind. Deswegen hieß es die letzte Zeit immer die Hundezone zu vermeiden und auch beim täglichen Gassigang einen Bogen um seine vierbeinigen Gefährten zu machen. Stinkt ihm und stinkt auch mir besonders, weil ich einfach weiß, wie sehr er andere Hunde liebt und der soziale Kontakt ihm ja auch prinzipiell gut tut. Nachdem er (hoffentlich) jetzt aber alles soweit überstanden hat und bald dann auch die Impfung ansteht und ich demnächst um einiges mobiler sein werde wie bisher, habe ich mir vorgenommen, beim ersten halbwegs schönen Wochenende den Zwerg zu schnappen und irgendwo rauszufahren, wo er leinen- und sorglos im Herbstlaub herumflitzen kann.

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  • Die rote Mähne wieder leuchten lassen

    Huch. Ehrlich gesagt, kann ich nicht festmachen, was es genau war – aber ich bin ein wenig schlampig geworden. Was die Meisten vermutlich bereits über Fotos und Insta Stories entdeckt haben: Meine Haare werden aktuell immer heller, der Ansatz immer extremer und einen Schnitt haben sie vermutlich schon lange nicht mehr. Auch das soll demnächst wieder in Ordnung gebracht werden und ja, ich plane immer noch ein Redhead zu bleiben. Zu gut passt die Farbe in die dunklen Jahreszeiten, zu sehr bin ich immer noch verliebt und angetan von der dunkelroten Pracht und ich glaube auch nicht, dass sich das bald ändern wird.

  • Ordnung ins Chaos bringen

    Und  zwar wortwörtlich. Der Herbst mag chaotisch sein, in meinem Büro mag ich das aber nicht. Ich habe erwähnt, dass die Grundzüge meines Home Office stehen, aber habe ich auch erwähnt, dass es immer noch einen leichten Abstellcharakter inne hat? Von Hundeboxen und -betten, über halb geöffnete Pakete, bis hin zur ultimativen Zettelwirtschaft: Aufgeräumt ist definitiv anders. Und das Schlimme daran ist aber, dass ich im Chaos nicht arbeiten kann, weil es mich dann immer in den Fingern juckt, zuerst Ordnung zu schaffen, die ich wiederum aber nicht schaffen kann, weil es einfach an Ablage- und Verstaumöglichkeiten fehlt. Ein Teufelskreis, wie immer.

  • Meine Zukunft in die Hand nehmen

    Say what? Klingt verdammt aufregend, ist es auch – aber eigentlich nur für mich persönlich. Ihr wisst ja, ich bin eher zielstrebig und teilweise auch recht verbissen, was meine Pläne angeht. Aber in den letzten Wochen war einfach so viel los, dass alles irgendwie ein wenig an Biss verloren hat. Irgendwie habe ich alles ein wenig schleifen lassen und das möchte ich wieder ändern – vor allem jetzt, wo es weniger Tage gibt, an denen man sehnsüchtig aus dem Fenster starrt, hoffend, dass die Arbeit sich in Luft auflöst und man die Zeit unter der Sonne im Freien verbringen kann. Für den Blog bedeutet das: Mehr Zeit für Beiträge einräumen und auch wieder öfters Events besuchen. Nicht in den falschen Hals bekommen: Events sind großartig, wenn die richtigen Leute da sind und sie einen Mehrwert haben. Aber oft stehlen sie auch ganz viel Zeit, was gerade in stressigen Situationen dazu führt, dass ich absage. Wenn es hochkommt, war ich die letzten beiden Monate glaube ich auf einem oder zwei Events und ich befürchte, meine Social Skills haben darunter schon ein bisschen gelitten. Für mich bedeutet das: Das restliche Jahr noch so zu nutzen, dass das neue nicht nur mehr ein Datumswechsel, sondern eventuell auch ein Perspektivenwechsel ist. Also mein letzter Punkt der 5 Dinge, die ich im Herbst machen möchte: Mehr Biss haben sprich endlich dieses Gespräch führen (welches ich seit Wochen hinausschiebe), endlich die Materialen für diese eine möglicherweise lebensverändernde Email zusammenbekommen (was ich auch schon ein wenig hinausschiebe), mehr sichtbar sein, mehr Content produzieren. Oh und nicht zu vergessen: Die Buchhaltung machen…

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