3 Fragen, die ich als Single nicht mehr hören will

Egal ob du in einer Beziehung bist, alleinstehend oder irgendetwas dazwischen – jeder von uns hat mit den üblichen Vorurteilen und Schubladen zu kämpfen. Sind es in meinem Alter und einer (längeren) Beziehung die Klassiker „Wann ist es denn bei euch soweit [insert: mit Kindern/Hochzeit/Eigentum]?“, gibt es auch diese vor Klischees triefenden Fragen und Aussagen, wenn du eben Single bist. Und im Gegensatz zu den typischen Fragen, die ich während meiner Beziehung meistens vom familiären Umfeld zu hören bekommen habe, stellt sie dir als Single früher oder später jeder. Egal ob Bekanntenstatus, Familienmitglied oder der neue Tindermatch – es scheint so, als ob es hier keine wirkliche Grenze gibt und wenn doch, ist sie mir zumindest noch nicht untergekommen. Ich präsentiere: 3 Fragen, die ich als Single nicht mehr hören will.

„Warum bist du Single?“

Weil in der letzten Zeit noch niemand mein Potenzial als Traumfrau und Heiratsmaterial entdeckt hat und spontan vor mir auf die Knie gefallen ist? Weil ich mit Vorliebe (unabsichtlich) mit einem Resting Bitch Face durch die Straßen Wiens gehe? Weil ich mit Freundinnen in einen Club gehe, um wirklich mit ihnen dort zu feiern und nicht, um als 4-Uhr-Girl mit einem Mann anzubandeln? Weil ich im Eat-Pray-Love-Style zuerst mich selbst finden will? Oder doch, weil es mir zur Zeit allein mehr Spaß macht (in allen Bereichen)? Nonaned, man weiß es nicht. Ich am wenigsten und es kümmert mich aktuell auch nicht wirklich. Und kleiner Tipp: Diese Frage ist auch kein Kassenschlager in der großen Range der Anmachsprüche, auch nicht, wenn es mit einem random Kompliment und verwundertem Unterton verbunden wird.

„Und, gibt es da schon jemanden bei dir?“

Mit großer Wahrscheinlichkeit fühlen sich hier meine Eltern (oder andere Verwandte) angesprochen und sollen sie ruhig auch. Genauso wenig, wie ich damals bei meiner Trennung die eine oder andere Aussage übel, sondern eher mit Humor genommen habe, gilt das eben auch für diese Frage. Gehört zu dieser Kategorie „verstehe ich, weil neugierig und eventuell auch hoffend“, aber dennoch irgendwie unnötig, weil ich es sowieso erzählen würde, wenn es jemanden geben würde, mit dem es richtig ernst ist (und zwar im Sinne von „dich stell ich jetzt mal meinen Eltern vor“-ernst).

„Wie lange bist du denn schon Single?“

Meine absolute Lieblingsfrage, besonders bei diversen (beginnenden) Tinderchats oder ersten Dates – seht ihr die Ironie vom Bildschirm triefen? Klar, ich bin auch neugierig und irgendwann würde ich das von meinem Gegenüber auch wissen wollen. Aber innerhalb der ersten ausgetauschten Nachrichten oder noch während dem ersten gemeinsamen Kaffee? Nein, Danke. Im Endeffekt macht es nämlich keinen Unterschied, ob ich mich vor 6 Monaten oder 6 Jahren getrennt habe – wenn ich entscheide, dass ich bereit für etwas Neues bin (oder einfach auch nur für casual Dating oder just for fun), dann bin ich es auch. Hier muss niemand (Moral)Apostel oder Wundernase spielen, außer vielleicht der wirklich potentielle (zukünftige) Partner, wenn das Thema über Verflossene generell mal aufkommt. Und selbst dann gilt es nur, die Information aufzunehmen und eventuell zu verarbeiten, aber nicht selbst Schlüsse daraus zu ziehen. Ja, ich war 7 Jahre lang in einer Beziehung und ja, ich bin seit 6 Monaten Single und ja verdammt, ich bin glücklich und habe damit abgeschlossen.

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